Foto © Jeanette Bak

Stuttgart

Gauthier Dance Glanzlicht des Jahres

25 ausgewählte Journalist:innen namhafter Zeitungen haben bei einer Kritikerumfrage der Zeitschrift „tanz“ Gauthier Dance aus Stuttgart neben dem Ballett Zürich und dem Wiener Staatsballett zum Glanzlicht des Jahres der Saison 2021/22 gewählt. Gauthier Dance feiert im nächsten Jahr sein 15jähriges Bestehen. Gegründet und geleitet wird es von dem kanadischen Tänzer Eric Gauthier, der bereits im Jahr 2011 „für seinen bewundernswerten Mut zur Gründung und Künstlerischen Leitung einer eigenen Kompanie mit aufsehenerregenden und eigenwilligen choreografischen Kreationen sowie einen wunderbaren sozialen Engagement“ den Deutschen Tanzpreis „Zukunft“ erhalten hatte.
11 Jahre später wird er erneut ausgezeichnet für seine Gesamtleistung als Kompanie und als kreativer Kopf, der versucht wo es geht Barrieren abzubauen und den Tanz möglichst direkt an den Mann bzw. Frau zu bringen. Und wenn es jemand gelingt, dann Eric Gauthier. In diesem Sommer fand das vierte von ihm und Meinrad Huber imitierte „COLOURS Dance Festival“ statt, das das internationale Tanzgeschehen in einer repräsentativen Auswahl auf der Höhe der Zeit und in vielfältigen künstlerischen Schattierungen abgebildet hat.  Seit April gibt es ein sechsköpfiges Nachwuchs-Ensemble unter dem Motto „Moves for Future“. Sie sind das Herzstück des Programms „Gauthier Dance Mobil“, das den Tanz in die Öffentlichkeit trägt und vor allem Menschen am Tanz in seinem ganzen Farbenreichtum teilhaben lässt, die sonst kaum eine Möglichkeit haben an Kultur partizipieren zu können. Gauthier hat eine unerschöpfliche Energie, folgt seiner Leidenschaft und bringt sich ein, wo er gebraucht wird, wo er was bewegen kann. So hat er in mit der Saison 22/23 das Tanzprogramm der „Festspiele Ludwigshafen“ übernommen, wie er an der großen Show „Arise“ im Berliner Friedrichstadtpalast mitgearbeitet hat.


Foto © Jeanette Bak

Überreicht wurde der Preis unter tosendem Applaus und großer Anerkennung am 19. November im Anschluss an die Abendvorstellung von „The Seven Sins“, in der Gauthier erstmals Choreograf:innen um sich geschart und für eine Zusammenarbeit gewonnen hat, mit denen er schon immer zusammenarbeiten wollte. Jeder der sieben Choreograf:innen übernahm eine Todsünde. Unter Tanzfans lösten allein schon die Namen auf dem Besetzungszettel Bewunderung aus. Denn diese Produktion vereint die absolute Crème de la crème internationaler Choreograf:innen. Jede und jeder von ihnen wird für Gauthier Dance eine Todsünde in ein Tanzstück verwandeln. Das Ergebnis: ein Tableau der Ruchlosigkeit, bestehend aus sieben Uraufführungen von Aszure Barton, Sidi Larbi Cherkaoui, Sharon Eyal, Marcos Morau, Sasha Waltz sowie den beiden Artists-in-Residence von Gauthier Dance Marco Goecke und Hofesh Shechter.

www.theaterhaus.com

Dominic McAinsh © Andrea D’Aquino.

Pforzheim

NUREJEW

TANZ THEATER PFORZHEIM – unter diesem Namen startet das frühere Ballett Theater Pforzheim unter der künstlerischen Leitung von Guido Markowitz in seine neue, insgesamt achte Spielzeit. Verbunden mit der Namensänderung sind neue und mehr Premierentermine für den Tanz am Theater Pforzheim. Am Freitag, 14. Oktober um 19.30 Uhr erfolgt die erste Uraufführung im Großen Haus: NUREJEW, in der Inszenierung und Choreografie von Guido Markowitz gemeinsam mit Damian Gmür, ist dem charismatischen Ausnahme-Tänzer, Rebell und Erneuerer Rudolf Chametowitsch Nurejew gewidmet, der als erster russischer Tänzer aus der damaligen Sowjetunion geflohen war.

Uraufführung 
am Freitag, 14. Oktober 2022 um 19.30 Uhr
im Großen Haus des Theaters Pforzheim
Weitere Vorstellungen 
am 19., 26., 30. Oktober, 4., 5., 27. November, 14. Dezember 2022, 12., 17. und 22. Januar 2023, jeweils mit dramaturgischer Einführung 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Öffentliche Backstage-Führung mit dem Tanzchef jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

www.theater-pforzheim.de

© SWR

„Dance around the world“ mit Eric Gauthier

Hochkultur modern, emotional und unterhaltsam. „Dance around the world“ hat den charmanten Charakter eines getanzten Roadmovies: Im Rahmen des ARD-Kultursommers zeigt die ARD-Mediathek ab 8. August 2022 exklusiv drei Folgen der Reihe. Die ARD-Mediathek zeigt ab 8. August drei Folgen aus Tel Aviv, Sankt Petersburg und den Niederlanden im Rahmen des ARD-Kultursommers

Folge 1 Tel Aviv“
Folge 2 Sankt Petersburg
Folge 3 Niederlande

Friedemann Vogel, Erster Solist und Kammertänzer Stuttgarter Ballett, Fotos: Helmuth Scham | www.schampus.com

Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes

Dokumentarischer Porträtfilm über den Ausnahmetänzer Friedemann Vogel am Karfreitag, 10. April 2020 im SWR Fernsehen und in der ARD Mediathek Moskaus Bolschoi Ballett, Tokios New National Theater und viele mehr – Friedemann Vogel, Erster Solist des Stuttgarter Balletts, hat die bedeutendsten Ballettbühnen der Welt erobert. An der Seite der Primaballerinen des 21. Jahrhunderts begeistert er das heimische wie das internationale Publikum. Ein deutscher Tänzer an der Spitze der Ballettwelt – eine absolute Rarität. Der dokumentarische Porträtfilm „Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes“ von Katja Trautwein begleitet den Tänzer in seinem Alltag ausgehend vom Stuttgarter Ballett über Berlin, Stockholm und Moskau bis nach Tokio. Zu sehen ist die erste Lang-Dokumentation über Friedemann Vogel in einer TV-Premiere im SWR Fernsehen am Karfreitag, 10. April 2020 um 14 Uhr und in der ARD Mediathek.

Das Stuttgarter Ballett – eine Konstante in einer sagenhaften Karriere

Mit seiner außergewöhnlich vollkommenen Körperlinie gelingt es Friedemann Vogel scheinbar mühelos das Perfektionsstreben des klassischen Balletts zu erreichen. Neben zahlreichen signifikanten Tanzpreisen und Tanzauszeichnungen, wie die Ernennung zum Dancer of the Year im Jahr 2010 sowie erneut 2019, hat ihm das Land Baden-Württemberg 2015 den Titel „Kammertänzer“ verliehen. Zu den globalen Gastspielen hält sich eine Konstante in Friedemann Vogels sagenhafter Karriere: Der gebürtige Stuttgarter ist seinen schwäbischen Wurzeln treu geblieben. Seit seinem Abschluss tanzt er in der Kompagnie der namhaftesten Balletttraditionsstätte Deutschlands – dem Stuttgarter Ballett.

Moskau – Tokio – Stockholm – Berlin … und Stuttgart

Der 60-minütige dokumentarische Porträtfilm begleitet die Koryphäe in seinem Lebens- und Schaffensalltag ausgehend von der Heimat bis auf das ganz große internationale Parkett bei der „World Ballet Stars Gala“ in Moskau und beim „World Ballet Festival“ in Tokio. An das Royal Swedish Ballet in Stockholm wird Friedemann Vogel eingeladen, um die Direktionszeit von Nicolas Le Riche zu eröffnen. Nach Berlin folgt er dem Ruf seiner langjährigen Tanzpartnerin Polina Semionova zu ihrer Gala „Polina and Friends“. Wenn er nicht selbst unterwegs ist, kommt die Weltspitze zu ihm in seine Heimat. Gemeinsam mit dem Filmteam hat der kanadische Startänzer Guillaume Côté dort an der von ihm eigens für den Schwaben kreierten Choreografie „Cadavre Exquis“ gearbeitet.

Den Moment mit voller Konzentration auskosten

Längst ist der Name Friedemann Vogel über die Grenzen der Ballettwelt hinausgeschwappt – der Ausnahmekünstler ist auch ein gefragtes Fashionfotomodel. Aber auch dabei bleibt er nach eigener Aussage stets der Tänzer, der er von Anbeginn war. Mittlerweile ist er 40 Jahre alt und feierte 2019 sein 20-jähriges Bühnenjubiläum beim Stuttgarter Ballett; für einen Tänzer ein durchaus rentenfähiges Alter. Doch Friedemann Vogel ist in Topform und denkt noch gar nicht daran, seine aktive Zeit zu beenden. Der Film folgt Friedemann Vogels Wesen im „Hier und Jetzt“ zu leben. Seine Maxime: den Moment mit voller Konzentration auskosten.

Mit: Marcia Haydée, Reid Anderson, Tamas Detrich, Nicolas Le Riche, Masashi Miura, Alicia Amatriain, Roberto Bolle, Léonore Baulac, Maria Eichwald, Guillaume Côté, Roman Novitzky, Thomas Lempertz, Volker Schlöndorff, Polina Semionova, Olga Smirnova, Macharbek Wasijew u.a.

„Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes“ ist eine Koproduktion des SWR (Südwestrundfunks) mit der Filmakademie Baden-Württemberg. Autorin ist Katja Trautwein. Betreuung des Diplom-/Abschlussfilms: Joachim A. Lang. Die Redaktion liegt bei Harald Letfuß (SWR).

Sendung:
Karfreitag, 10. April 2020, um 14 Uhr im SWR Fernsehen
Ab 9. April 2020, um 16 Uhr ein Jahr lang in der ARD Mediathek unter ARDmediathek.deAm 4. Juli 2020 um 22:55 Uhr auf 3sat