Abraham Rodríguez Iglesias (Mitte) und Ensemble © Andrea D’Aquino

Pforzheim

Die vier Jahreszeiten
Ballett von Guido Markowitz
zu Musik von Max Richter nach Antonio Vivaldi

Bildgewaltig und emotional – Antonio Vivaldis Meisterwerk in der Gegenwart. Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ – sie gehören zu den schönsten Werken aus dem Barock. 1725 von dem venezianischen Komponisten veröffentlicht, begeistern die vier stimmungsvollen Violinkonzerte bis heute als hinreißende musikalische Portraits der Natur im Wandel der Zeit. Egal ob der Frühling lockt, die Hitze des Sommers, die Fülle des Herbstes oder die Kälte des Winters – die Übertragungen der Ereignisse in der Natur in ihren mannigfaltigen Erscheinungen in Musik ist überwältigend. Der deutsch-britische Komponist Max Richter rekomponierte Vivaldis Meisterwerk im Jahr 2012 und katapultierte es so ins 21. Jahrhundert – flirrend-dynamisch sich in den Resonanzraum der Gegenwart ausdehnend, herrlich mit teil neuen Tempi und zeitgenössischen elektronischen Loops spielend. Fasziniert und emotional sehr berührt von dieser Neubearbeitung einer alten Musik, konzentriert sich Guido Markowitz in seiner Neuinterpretation von „Die vier Jahreszeiten“ für das Ballett Theater Pforzheim auf die existenziellen Kräfte in Welt und Natur. Der Mensch alleine und in Gemeinschaft - wie Vivaldi und Richter ihn in ihren Kompositionen zutiefst gesehen haben, so stellt auch Markowitz ihn ins Zentrum einer Uraufführung, die, so Markowitz, nicht nur „bildgewaltig und emotional“ sein muss, sondern auch die Entwicklung von menschlichem Sein reflektiert. „Die vier Jahreszeiten“ – ein Spiel mit Zeit und Zeiten und ein intensiv getanztes Panorama der Freude, Begegnung, Leidenschaft, Verschmelzung, Verbundenheit, Trennung, Abschied und Wiederkehr.
Termine: 31.1., 6., 9., 14.2., 1., 4., 15., 19., 24., 31.3. 20.5., 7.6.2020

C-Cie Ioannis Mandafounis - Faded©Elina Giounanli

Schweiz

Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps 2020
Die Welt tanzt landesweit auf 38 Bühnen
23.4. - 16.5.2020

Vom 23. April bis 16. Mai 2020 bringt die 17. Ausgabe des Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps zeitgenössischen Tanz aus der ganzen Welt in die Schweiz: Zwölf Compagnien touren durch 32 Städte in allen Landesteilen und geben auf 38 Bühnen insgesamt 80 Vorstellungen. Das Festival wird am 23. April 2020 im Luzerner Theater mit Uraufführungen dreier international renommierter Choreografinnen eröffnet – darunter die Schweizerin Jasmine Morand. 

Die grösste zeitgenössische Tanzbiennale der Schweiz hat dieses Jahr zwölf Compagnien aus der ganzen Welt zu Gast – Steps zeigt auf 38 Bühnen landauf, landab zeitgenössisches Tanzschaffen aus der Schweiz und aus Europa, aus den USA, aus Australien und Neuseeland, aus China, Indonesien und Südafrika. Insgesamt 25 Choreografien thematisieren während rund drei Wochen das Leitmotiv «Identität». Den roten Faden des Festivals erläutert die künstlerische Leiterin Isabella Spirig: «Choreografische Werke entstehen im kreativen Zusammenwirken. Für die internationale Tanzszene bedeutet dies eine Fusion unterschiedlicher Wurzeln, Stile, Prägungen und Mentalitäten. Die künstlerische Arbeit bedingt gegenseitige Neugier und Respekt: eine fragile Balance zwischen der Identität des Einzelnen und der Identität der Gruppe. Als Resultat erlebt das Publikum auf der Bühne hautnah aufregende Synergien.» Den Festivalauftakt machen drei starke Frauen: Uraufführungen von Jasmine Morand, Ella Rothschild und Caroline Finn. Weiter auf dem Programm stehen eine Uraufführung der Schweizerin Tabea Martin sowie Kreationen von so unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern wie Ioannis Mandafounis, Anton Lachky, Maya Jilang Dong, Dickson Mbi, Kim Jae-Duk, Victoria Columbus, Xie Xin oder Mourad Merzouki.

www.steps.ch

Artist: Wim Vandekeybus / Ultima Vez Titel: TRACES © Danny Willems

Wien

ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival
9.7.2020 – 9.8.2020

Fünf Wochen lang zeigen bei ImPulsTanz die bemerkenswertesten Tanzschaffenden der Welt ihre Arbeiten. 2020 werden das unter vielen anderen Wim Vandekeybus, Dada Masilo und Akram Khan sein. Und auch Lisbeth Gruwez und Jose Agudo werden zum Festival zurückkehren. Wie gewohnt werden im Zuge der Kooperationen mit dem Leopold Museum und dem mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien Tanz und bildende Kunst in Dialog gebracht, so wird die österreichische Erfolgscompagnie Liquid Loft mit Bezug auf die Arbeiten Andy Warhols performen. Von der [8:tension]-Reihe darf man sich aufregende Neuentdeckungen erhoffen und selbstverständlich darf und soll auch selbst getanzt werden: Tagsüber finden über 200 Workshops für jedes Alter und Level statt: Ballett, Contemporary, Jazz, HipHop, Yoga...Abends kann in der Festival Lounge bis in die Morgenstunden gefeiert werden.

www.impulstanz.com

Pilotfilm Dance Around the World mit Eric Gauthier

Dance around the World mit Eric Gauthier 

Der Pilotfilm zu der in Planung befindlichen SWR-Serie Dance Around the World mit Eric Gauthier wird bei der 25. Jubiläumsausgabe derFilmschau Baden-Württemberg zum ersten Mal, noch dazu auf der großen Leinwand im Kino Metropol Stuttgart zu sehen sein. In dem 60-minütigen Dokumentarfilm besucht der international gefragte Choreograph den Dance-Hotspot Israel. Regie führte der vielfach preisgekrönte Dokumentarfilmer, Kulturjournalist und Hörspielautor Andreas Ammer. Zur Premiere haben sich Eric Gauthier, die 16-köpfige Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart, Regisseur Andreas Ammer, die SWR-Produzent(inn)en Joachim Lang, Sandra Dujmovic und Beate Karch sowie zahlreiche weitere Ehrengäste angesagt. Dem Screening um 19:00 Uhr ist ein Empfang auf dem roten Teppich vorgeschaltet. Beginn: 18:00 Uhr. Das Konzept von Dance Around the World: Eric Gauthier nimmt das Publikum mit auf eine Reise zu Tanzmetropolen auf der ganzen Welt und taucht dort ein in die pulsierende Tanzszene vor Ort. Der Pilot führte Eric zum Mekka des zeitgenössischen Tanzes, nach Tel Aviv. Dort hat er die aufregendsten Kultur-Locations der inoffiziellen israelischen Hauptstadt besucht, hat Kollegen, Choreographen und Tanzveranstalter getroffen – weniger wie in einer seriösen Tanzdokumentation, sondern eher im Stil eines lockeren Road Movies. Ehrensache daher, dass sich ein Eric Gauthier nicht aufs Gespräch allein beschränkt, sondern mit seinen Interviewpartnern immer wieder auch tanzt, trainiert – und lacht…

www.filmschaubw.de
www.theaterhaus.com 

Friedemann Vogel und Elisa Badenes in Mayerling zeigt © Stuttgarter Ballett Stuttgarter Ballett

Stuttgart

Fabelhafter Friedemann
Der Erste Solist des Stuttgarter Balletts ist Tänzer des Jahres

Vom düsteren Ballettthriller bis hin zur rhythmischen Fusion aus indischem Kathak und zeitgenössischem Tanz – in der vergangenen Spielzeit 2018/19 hat Ausnahmetänzer Friedemann Vogel einmal mehr sein Können und seine Variabilität auf der Bühne des Stuttgarter Opernhauses demonstriert. Dafür wurde der Erste Solist des Stuttgarter Balletts nun in der diesjährigen Kritikerumfrage der renommierten Fachzeitschrift tanz zum Tänzer des Jahres gewählt. Eine Auszeichnung, die eine überragende Spielzeit mit herausragenden Vorstellungen krönt. „Friedemann Vogel hat eine unglaubliche Spielzeit gehabt, in der er nicht nur seine Exzellenz und Vielfältigkeit gezeigt hat, sondern vor allem in der Rolle des Kronprinzen Rudolf in unserer Neuproduktion von Mayerling weit über die physikalischen und darstellerischen Grenzen des Tanzes hinausgewachsen ist. Ein wahrer Höhepunkt seiner außergewöhnlichen Karriere“, so Ballettintendant Tamas Detrich.

www.stuttgarter-ballett.de

Foto: Raffaele Irace

Frankfurt

Dresden Frankfurt
Dance Compagny
meets Ensemble Modern

Im Jahr 2016 gab es erstmals eine Kooperation der Dresden Frankfurt Dance Company mit dem Ensemble Modern. Diese wird nun mit der Uraufführung eines Ballettabends in der Choreografie von Jacopo Godani fortgesetzt, der vom 12. bis 22. Dezember im Bockenheimer Depot präsentiert wird. Die Tänzerinnen und Tänzer der Dresden Frankfurt Dance Company und die Musikerinnen und Musiker des Ensemble Modern werden erneut zusammen auf der Bühne zu erleben sein. Die gemeinsam ausgewählten Musikwerke von Johannes Motschmann, Béla Bartók und Johannes Schöllhorn werden von dem jungen, aus Valencia stammenden Josep Planells Schiaffino dirigiert.

www.dresdenfrankfurtdancecompany.com

Deuces Goecke The Heart dos Santos Vesely © Regina Brocke

Stuttgart

Von Meistern und jungen Talenten: Gauthier Dance

Gauthier Dance glänzt auch in derSaison 2019/2020 mit hochkarätigen Produktionen in Stuttgart und weltweit auf Tour
Eins ist sicher: Der Dance Company Theaterhaus Stuttgart wird es auch in der neuen Saison 2019/20 nicht langweilig. Neben den Tanzabenden Classy Classics, Deuces und The Gift im Repertoire bringt Gauthier Dance zwei großen Neuproduktionen heraus: die Junge-Choreographen-Wundertüte Out of the Big Box mit Neukreationen von Company-Mitgliedern und Freunden von Gauthier Dance am 28. März 2020 – und Swan Lakes, ein Tanzabend, der schon lange vor der Premiere am 18. Juni 2020 hohes Interesse bei internationalen Veranstaltern erregt. Schließlich hat Eric Gauthier für diese Produktion ein Line-up der Extraklasse gewonnen. Marie Chouinard, Marco Goecke, Hofesh Shechter und Cayetano Soto entwerfen in vier Uraufführungen ihre persönliche Sicht auf Schwanensee. Doch damit nicht genug: Außer im im Stuttgarter Theaterhaus ist Gauthier Dance einmal mehr weltweit präsent. Der Tourplan 2019/20 führt die Truppe in Tanzstädte in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Israel, Italien, Mexiko und den USA.