VALIE EXPORT, Syntagma, 1983, Schenkung Maria und Gerald Fischer-Colbrie 2010, © VALIE EXPORT, VG Bild-Kunst Bonn, 2020

Linz (A)

Hommage à VALIE EXPORT
bis 10.1.2021

Das LENTOS würdigt VALIE EXPORT anlässlich ihres 80. Geburtstags mit einer Sonderausstellung innerhalb der Sammlungspräsentation. Die Schau thematisiert mit einer Auswahl von rund 30 Werken und Werkgruppen die intensive und medial vielfältige Auseinandersetzung der Künstlerin mit dem Körper. VALIE EXPORT (geb. 1940 in Linz) gilt als eine der wichtigsten internationalen Pionierinnen konzeptueller Medien-, Performance- und Filmkunst. Ihre Karriere begann Ende der 1960er-Jahre durch Aufsehen erregende Aktionen im öffentlichen Raum, die im performativen Bereich und in der Medienkunst anzusiedeln sind und aus einer feministischen Perspektive entwickelt wurden. Die Radikalität, mit der sie vor allem ihren eigenen Körper als Teil ihrer künstlerischen Arbeit einsetzt, ist ein wesentlicher Bestandteil ihres politischen und feministischen Statements. Zentral ist der Körper als Subjekt, das gesellschaftlicher Reglementierung und der Logik technologischer Einschreibungen unterworfen ist. Unter den rund 30 Werken und Werkgruppen befinden sich Arbeiten aus dem eigenen Bestand des Kunstmuseums, der durch den Ankauf des Vorlasses der Künstlerin bedeutsam erweitert wurde. Verschränkt werden die Arbeiten schließlich mit dem Prozess der Bildfindung und des Denkens, wie er sich in den Archivalien des VALIE EXPORT Centers abbildet. Erst 2015 kaufte die Stadt Linz den Vorlass der Künstlerin, 2017 wurde das VALIE EXPORT Center eröffnet, ein Forschungszentrum für Medien- und Performancekunst das seinen fixen Standort in der Tabakfabrik gefunden hat. Sabine Folie, Direktorin des VALIE EXPORT Centers in Linz, hat die Präsentation im LENTOS kuratiert. Eine Ausstellung in Kooperation mit dem VALIE EXPORT Center Linz.

LENTOS Kunstmuseum Linz | www.lentos.at

1967 Die Treppe.mov Synchron Perfo Original  2048x1556  422 HQ  6,38 min .00_05_34_23.Standbild 004

Düsseldorf

mommartzfilm 1964−2020.
Premiere & Werkschau
21.11.2020 – 7.2.2021

Das Werk des Experimentalfilmers Lutz Mommartz (*1934) ist in der Kunst- und Filmszene seit über 50 Jahren präsent und stand dennoch nie im Fokus einer Einzelausstellung in Düsseldorf, wo er seit den 1960er Jahren künstlerisch aktiv ist. Bereits von Anfang an gehörte Lutz Mommartz zu den Querdenkern, die gegen die profane Traumfabrik Kino opponierten und den radikalen Neuanfang des Films mit ästhetischer und gesellschaftlicher Relevanz durchsetzen wollten. Nicht das narrative und verführerische Moment des Films war sein Anliegen, sondern die experimentellen Antworten auf grundsätzliche Fragen, die bis heute die Filmproduktion begleiten: Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen Filmmacher und Zuschauer*innen durch das Vermittlungsmedium Film und vor allem wie viel Authentizität verträgt der Film?


Die Kunsthalle Düsseldorf war bundesweit eine der ersten Institutionen, die im Sinne eines solchen intermedialen Ansatzes Mommartz‘ Filme zeigte und ihn bereits 1968 eine multimediale Inszenierung veranstalten ließ. Seine unkonventionellen Filme und Inszenierungen sorgen für Begeisterung und mediales Aufsehen, in ihrer Konsequenz aber gelegentlich auch für Skandale. In mehr als 50 Jahren hat Mommartz ein beeindruckendes Werk an Kurz- und Experimentalfilmen, Langfilmen und dokumentarischen Aufnahmen der Düsseldorfer Kunstszene, an zeitbasierten Installationen und Projekten produziert.

Die Retrospektive in der Kunsthalle Düsseldorf wird in dieses vielschichtige Filmschaffen von Lutz Mommartz einführen und thematische sowie assoziative Querverbindung zwischen den Filmen aufzeigen.

Kunsthalle Düsseldorf | www.kunsthalle-duesseldorf.de

ffmop © Sebastian Woithe

Saarbrücken

Filmfestival Max Ophüls Preis
18. - 24.1.2021

Das Filmfestival Max Ophüls Preis widmet sich seit über 40 Jahren der Präsentation und Förderung des deutschsprachigen Nachwuchsfilms. urch seine konzentrierte Ausrichtung ausschließlich auf Arbeiten neuer Talente aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg gilt es als das wichtigste Nachwuchsfilmfestival im deutschsprachigen Raum. 

Der Kinofilm als audiovisuelle künstlerische Erzählform steht im Mittelpunkt des Festivals. Durch seine Namensgebung fühlt sich das Filmfestival zudem traditionell nicht nur der Anknüpfung an die heimische Filmgeschichte verpflichtet, sondern ganz besonders auch der Auseinandersetzung mit politisch und sozial relevanten Themen

Ziel des Filmfestivals Max Ophüls Preis ist es damit, einen vielseitigen und zugleich fokussierten Blick auf das Filmschaffen des deutschsprachigen Nachwuchses zu bieten und gleichzeitig jungen Filmemacher*innen eine viel beachtete Startrampe in eine erfolgreiche Laufbahn zu ermöglichen. Von Andreas Dresen bis Barbara Albert, von Christian Petzold bis Florian Henckel von Donnersmarck, von Detlev Buck bis Sandra Nettelbeck – in über 40 Jahren Festivalgeschichte haben zahllose Talente von Saarbrücken ausgehend bemerkenswerte und Preis gekrönte Karrieren gestartet. 

Neben dem Herzstück des Festivals, den vier Wettbewerben um den Max Ophüls Preis, bietet es regelmäßig ein breites Rahmenprogramm, das den Fokus auf weiteres filmisches Nachwuchsschaffen erweitert. Filmhistorische Akzente, die Einbindung von Ehrengästen, ein umfangreiches Branchenprogramm aus Diskussionen, Workshops und Vernetzungsveranstaltungen sowie der traditionelle Festivalclub „Lolas Bistro“ komplettieren die Woche zum vielleicht intensivsten Treffpunkt der jungen deutschsprachigen Filmszene.

Der Namensgeber und in Saarbrücken geborene Max Ophüls (1902-1957) gilt als einer der großen europäischen Filmregisseure des 20. Jahrhunderts.

www.ffmop.de

Lübeck

62. Nordische Filmtage Lübeck:
4. – 8.11.2020
Hybride Festivalausgabe in 2020, Neuer Jugendjury-Preis, Retrospektive zum Thema „Fishermen’s Films“

Vom 4. bis 8. November 2020 ist die 62. Ausgabe als hybride Festivalversion geplant. Diese soll in den Festivalkinos und weiteren Spielstätten in Lübeck unter Einhaltung der Corona-Vorgaben veranstaltet werden und durch gezielte Online-Angebote von Filmen und Events unterstützt werden, um die Zugangsbeschränkungen in den Spielstätten auszugleichen und auch den Daheimgebliebenen ein gewisses Festivalgefühl zu vermitteln. Im Mittelpunkt des auf dem europäischen Kontinent einzigartigen Festivals steht aktuelles Filmschaffen aus den nordischen und baltischen Ländern sowie Filme aus Norddeutschland (Schleswig-Holstein und Hamburg).

Nach 2018 und 2019 schließt sich mit der diesjährigen Retrospektive „Fischermen’s Films – Fischerei im nordischen und baltischen Kino“ der über drei Festivals verteilte Ostsee-Zyklus. Spiel- und Dokumentarfilme aus den Jahren 1912 bis 2019 zeigen einen traditionellen Berufszweig zwischen Idylle und Industrie. Die Hansestadt Lübeck nimmt in dieser Retrospektive einen wichtigen Platz ein. „Der Fischindustrieort Schlutup und das Fischerdorf Gothmund“ wurden schon zu Beginn der 1920er Jahre im Film festgehalten und ist Teil eines Stummfilmprogramms mit Kurzfilmen. Als klassische Fischfangnation ist auch Island mehrfach vertreten – unter anderem mit dem Eröffnungsfilm der Sektion.

www.nordische-filmtage.de

The Shape of Water, Filmverleih KM149370

Köln

PHILMUSIK
Emotionale Großereignisse

Die Reihe PHILMUSIK stellt Filmmusik-Komponisten in den Fokus. Musik für den Film hat sich in ihrer jungen Geschichte zu einer eigenen, komplexen Kunst entwickelt. Und dennoch stehen Filmmusikkomponisten oft nur in der letzten Reihe aller an einer Filmproduktion Beteiligten. Wir haben kein ausgeprägtes Bild von den Menschen, die die Filmbilder in unseren Köpfen zu emotionalen Großereignissen werden lassen. Die Reihe PHILMUSIK, die die Kölner Philharmonie und die Kino Gesellschaft Köln veranstalten, rückt die Filmmusikkomponistinnen und -komponisten in den Fokus der Aufmerksamkeit. Zwischen Oktober 2019 und Mai 2020 stehen acht Filme mit Musik von Ralf Wegenmayr, Alexandre Desplat und Ennio Morricone auf dem Programm, darunter auch zwei Kinderfilme.

Kölner Philharmonie
koelner-philharmonie.de/philmusik

© Academy Museum of Motion Pictures

Los Angeles (USA)

The Academy Museum of Motion Pictures

Das Academy Museum of Motion Pictures wird die weltweit führende Institution sein, die sich der Kunst und Wissenschaft von Filmen widmet. Das Museum befindet sich in Wilshire/Fairfax in Los Angeles und ist gleichermaßen einfallsreich, experimentell, lehrreich und unterhaltsam. Das vielseitige Filmzentrum ist nicht nur Museum, sondern bietet zusätzlich einzigartige Erlebnisse und Einblicke in den Film. Die Dauerausstellung wird den Besuchern Einblick in die Geschichte des Films, des Filmemachen und der Welt des Films geben. Die Ausstellung wird sich über 30.000 m2 auf zwei Etagen des Museums erstrecken und vereint beeindruckende Schauplätze, Schlüsselobjekte aus den unvergleichlichen Sammlungen der Akademie.

Eröffnung 2019 | www.academymuseum.org