Izumi Miyazaki, Sandwich, 2014, Fotografie © IzumiMiyazaki

Dresden

FUTURE FOOD
ESSEN FÜR DIE WELT VON MORGEN
Eine Sonderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums
bis 21.2.2021

Essen ist lebensnotwendig – und doch weit mehr als ein reines Über-Lebensmittel. Essen führt Menschen zusammen, schafft Erinnerungen, Genuss, Identität und Kultur. Auf den ersten Blick ist es eine private Handlung, auf den zweiten aber auch ein politischer Akt. Denn wir alle sind Teil eines globalen Ernährungssystems, das Milliarden satt macht, während es mehr als 800 Millionen Menschen hungern lässt. Hinzu kommen neue globale Herausforderungen durch die Konsequenzen des Klimawandels, schwindende Ressourcen und die zunehmende Marktmacht transnationaler Konzerne. Vor diesem Hintergrund widmet sich die neue Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums einer der drängendsten Fragen unser Zeit: Wie sieht die Zukunft unserer Ernährung aus? Wie kann sie gestaltet werden? Brauchen wir neue Konzepte oder sogar eine Umkehr im Sinne eines „Weniger ist mehr“? Und: Wer könnte einen solchen Kurswechsel steuern – die Politik, NGOs, die Zivilgesellschaft oder die Konsument*innen selbst?

Die Besucher*innen folgen in drei Kapiteln dem Weg pflanzlicher und tierischer Lebensmittel vom Stall oder Feld bis auf den Teller. Die einzelnen Etappen sind in realen Raumsituationen inszeniert: Man betritt die Ausstellung durch ein Partyzelt, in dem die Hinterlassenschaften einer Feier an die verzehrten Speisen erinnern. Der erste Ausstellungsraum ist als ein Gewächshaus gestaltet und hat die Produktion von Nahrungsmitteln zum Thema. Im zweiten Kapitel veranschaulicht ein Logistikzentrum die Ströme des globalen Handels und seine Konsequenzen. Der Rundgang führt danach in einen Supermarkt, der die Verbraucher*innen vor die Wahl aus unterschiedlichen Ernährungstrends und -kriterien stellt: Worauf kommt es beim Essen an – auf den Preis, auf den Geschmack, auf die Gesundheit oder auf die Nachhaltigkeit? Im letzten Ausstellungsraum, dem Epilog, wird der Akt des Essens selbst in Form eines Festmahls in Szene gesetzt. Eine opulente Tafel animiert die Besucher*innen zur Diskussion und Interaktion: In einem Spiel können sie zum Beispiel ihre eigenen Ernährungsgewohnheiten hinterfragen oder darüber abstimmen, welche mittlerweile von der Speisekarte verschwundenen Produkte ein Comeback verdienen.

Bild unten: Engl und Family, USA, 2010 from the series "In Your Fridge” by Stephanie de Rouge © stephaniederouge, New York

Deutsches Hygiene Museum | www.dhmd.de

© Mamie Boude, ité du Vin, XTU architects

Bordeaux (F)

La Cité du Vin

La Cité du Vin in Bordeaux ist eine weltweit einzigartige Kulturstätte, die ganz dem Wein gewidmet ist: Folgen Sie der Geschichte des Weines durch die ganze Welt, verschiedene Kulturen und Zivilisationen. Das markante Gebäude am Flussufer prägt heute das Stadtbild von Bordeaux und gehört zu den attraktivsten Sehenswürdigkeiten der Weinmetropole. In der ständigen Ausstellung (über 3.000 m²), dem Herzstück des Museums, folgen die Besucher völlig zwanglos einem Rundgang durch 19 Themenbereiche. Die unterhaltsame Gestaltung und Erlebnisse für alle Sinne sorgen für Abwechslung bei der spannenden Reise durch die Weinkulturen der Welt.Wie ein roter Faden zieht sich die Weinkultur bis heute durch Mythen, Religionen, Bräuche, Rituale und das Leben der Menschen.

www.laciteduvin.com

© Helmuth Scham, www.schampus.com

Christoph Keller hört auf!

Wir sprachen mit Christoph Keller, einem der erfolgreichsten Schnapsbrenner, der zu Ende des Jahres den Betrieb in der Stählemühle einstellt, über seine Beweggründe, Ideen und Wünsche.

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Vinschgerl vom Fass

In Südtirol gibt es jetzt die erste Whisky-Brennerei Italiens. Denn die Globalisierung auf dem Spirituosenmarkt ist nicht einmal von den Grappa-Herstellern aufzuhaltenNach jahrelanger Ideensammlung und Planung legte der erfolgreiche Baumeister Albrecht Ebensperger im Jahr 2010, sprichwörtlich, den Grundstein für die erste italienische Whiskydestillerie. Die große Leidenschaft für das schottische Lebenswasser hatte Familie Ebensperger angespornt die PUNI Destillerie zu gründen.

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Bernard Antony - Maître fromager affineur

Bernard riecht.

Bernard Antony ist der wohl berühmteste Affineur der Welt. 13 Drei-Sterne-Köche beziehen den Käse, den er veredelt hat. So weit wie er schafft man es mit außergewöhnlichem Talent. Und mit vier Stunden Schlaf pro Nacht

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Rezepte für den Frieden

Der Verein „Cuisine sans frontières“ will Feinde in Krisengebieten zu Freunden machen – mit Hilfe von Essen und Trinken. Ein Treffen mit dem gastronomischen Sozialarbeiter David Höner. Gemeinsame Mahlzeiten sind viel mehr als Nahrungsaufnahme. Beim Essen werden soziale Kontakte geknüpft und gepflegt, sei es in der Familie beim Sonntagsfrühstück, mit Freunden im Restaurant oder mit Kollegen in der Kantine. Wenn Menschen nicht mehr zusammen essen wollen, dann wird es sehr schwer, überhaupt noch eine Verständigung zu finden. Genau hier setzt der Verein „Cuisine sans frontières“ (CsF) an

 

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