BASEL (CH)

photo basel
21. – 26.9.2021

photo basel, die erste und einzige Fotokunstmesse der Schweiz, kehrt für ihre sechste Ausgabe ins Volkshaus Basel zurück. Die Messe findet vom 21. bis 26. September 2021 zeitgleich mit der renommierten Kunstmesse Art Basel statt.

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Claudia Schiffer, 2020, Foto © Lucie McCullin

Düsseldorf

Modefotografie der 90er
Kuratiert von Claudia Fischer
15.9. – 9.1.2022

Erstmalig kuratiert Claudia Schiffer, Fashion-Insiderin und Modeikone, eine Ausstellung. Zusammen mit dem Kunstpalast Düsseldorf lädt sie zu einer Zeitreise in die Modewelt der 90er Jahre ein – eine Ära, die bis heute Standards setzt.

Supermodel Claudia Schiffer, globale Fashion-Ikone und Insiderin der Modeszene, nimmt die Besucherinnen und Besucher des Düsseldorfer Kunstpalastes mit auf eine persönliche Zeitreise in die Modewelt der 90er Jahre. In der ersten von ihr kuratierten Ausstellung versammelt sie legendäre Modefotografen, Designerinnen sowie ihre berühmten Model-Kolleginnen, deren Energie und Visionen gemeinsam das Jahrzehnt geprägt haben.

Anhand von rund 120 Ausstellungsobjekten eröffnet sich ein Panorama vielfältiger Aspekte, Akteure und Orte, die für die Modewelt und Kulturlandschaft der Dekade von Bedeutung waren. Neben zentrale fotografische Werke großer Fotografinnen und Fotografen, die bis heute Kunst und Design inspirieren, tritt selten gesehenes Material. Mit Bewegtbild, Musik und Erinnerungsstücken aus ihrem persönlichen Archiv lässt Schiffer die Dynamik der Zeit wieder auferstehen und ermöglicht Besucherinnen und Besuchern Blicke hinter die Kulissen legendärer Modenschauen und Fashion-Partys.

Die Ausstellung gibt Einblicke in eine diverse Bildwelt: Die Extravaganz des Oeuvres von Arthur Elgort tritt neben den intimen, unmittelbaren Stil von Corinne Day. Ellen von Unwerths Sinn für Humor und ihr überbordendes Spiel mit Sexiness treffen auf die skulpturalen, perfekt komponierten Bilder von Herb Ritts. Die provokanten Aufnahmen von Juergen Teller begegnen der Eleganz und Zeitlosigkeit von Karl Lagerfelds Fotografien. Damit sind nur einige der vielen bedeutenden Fotografinnen und Fotografen genannt, die die Ausstellung beleben. Daneben zeigt sich eine Reichhaltigkeit der Medien selbst: Vom Billboard über den perfekten fotografischen Abzug im Rahmen, die gedruckte Magazinseite oder Polaroids und Kontaktbögen – Bilder treten den Besucherinnen und Besuchern in allen denkbaren Formen entgegen.

www.kunstpalast.de

Bild unten: Ellen von Unwerth, Claudia Schiffer, Guess Kampagne 1990 © Elleb von Unwerth

Nan Goldin Jimmy Paulette auf Davids Fahrrad, NYC, 1991, 1991 Silberfarbstoffbleichverfahren Albertina, Wien - The ESSL Collection © Nan Goldin. Marian Goodman Gallery | Foto: Peter Kainz

Wien (A)

American Photography
bis 28.11.2021

Die Ausstellung American Photography präsentiert einen Überblick über die Entwicklung US- amerikanischer Fotografie zwischen den 1930er- und 2000er-Jahren. Anhand der Werke von 33 Künstlerinnen und Künstlern werden essenzielle Strömungen vorgestellt, die den klassischen Motivkanon und fotografische Praktiken revolutionierten und bis heute weit über ihren Landesgrenzen hinaus wirkmächtig sind.

Das Hauptaugenmerk der Arbeiten liegt auf der visuellen Vermessung der USA anhand der Darstellung der Menschen und ihres Lebensumfeldes. Der oft durch alltägliche Begebenheiten visualisierte Mikrokosmos erlaubt Rückschlüsse auf US-amerikanische politische Zustände und soziale Verhältnisse der jeweiligen Zeit und hält das Land und seine Bewohnerinnen und Bewohner in all ihren Eigenheiten und Widersprüchen fest. Mehrfach gelingt es aus Europa eingewanderten Künstlerinnen und Künstlern, mit dem Blick von Außenseitern bisher unbekannte Aspekte wahrzunehmen und neue Impulse zu setzen.

Die Fotografinnen und Fotografen begegnen ihren Motiven unterwegs auf Roadtrips oder in den Großstädten, deren Dynamik sie in Schnappschüssen mit einer bis dahin unbekannten Unmittelbarkeit einfangen. Vermeintlich banale Insignien der Konsumkultur finden über die Pop-Art Eingang in doppelbödige Farbkompositionen. Nüchterne Dokumentationen und konzeptuelle Inszenierungen von zersiedelten Vorstädten zeigen menschliche Abgründe oder gescheiterte Wohlstandsträume. Sie stellen eine kritische Dekonstruktion des „American Dream“ dar, die für viele der in der Ausstellung präsentierten Positionen kennzeichnend ist.

Die Ausstellung umfasst mit rund 150 Werken viele der bedeutendsten amerikanischen FotografInnen von William Eggleston über Diane Arbus bis zu Lewis Baltz und Gregory Crewdson. Sie speist sich aus den umfassenden Beständen der Albertina.

ALBERTINA |www.albertina.at

Greg Gorman, Laura Dern , Los Angeles, 1991 © Greg Gorman, courtesy IMMAGIS ART PHOTOGRAPHY

München

Greg Gorman: It’s Not About Me
30.9. - 30.11.2021

Unter dem Titel „It’s Not About Me“ zeigt die Schau meisterhafte Porträts aus dessen gleichnamigen Buch, welches 2020 bei teNeues erschienen ist. Eine erste Präsentation ausgewählte Bilder war bereits im Frühjahr 2021 in Gormans amerikanischer Galerie Fahey/Klein zu sehen. IMMAGIS ist die erste Station der Ausstellung außerhalb der USA.

Gorman ist für seine atemberaubenden und unvergesslichen Bilder bekannt. In den letzten 50 Jahren hat der Fotograf ein schier unendliches, eindrucksvolles und unverwechselbares Lebenswerk zusammengetragen, welches für feinste Porträt- und Starfotografie steht. Sein Geheimnis: der meisterhafte Umgang mit Licht und die uneingeschränkte Konzentration auf sein Gegenüber. Ganz im Sinne des Ausstellungstitels geht es dabei nicht um den Fotografen – oder etwa doch?

Die Ausstellung „It’s Not About Me“ zeigt jedoch nicht nur Gormans Ikonen, sondern gewährt auch einen breiten Überblick über seine brillante Porträtfotografie. Von Hollywoodstars über Künstler*innen und berühmte Musiker*innen hat Greg Gorman immer die perfekte Stimmung und Umgebung gefunden, um diese so unterschiedlichen Persönlichkeiten einzufangen und gleichzeitig seinem einzigartigen visuellen Stil treu zu bleiben. Auf diese Weise wurden seine Porträts zu Meilensteinen der zeitgenössischen Fotografie, mit zeitlosem, universellem Reiz und immer einem gewissen Abstand zu den Kollegen.

IMMAGIS ART PHOTOGRAPHY | www.immagis.de

 

 

Andreas Jorns, Weihnachtsfeier im Ual Fering Wiartshüs, Oldsum, Dezember 2019 © Courtesy of the artist

Alkersum

Made on Föhr. Inseljugend Andreas Jorns
12.12.2021 – 27.11.2022

Wie lebt es sich auf einer nordfriesischen Insel, wenn man jung ist? Sind die Menschen dort einsam oder ist das Zusammengehörigkeitsgefühl größer als anderenorts? Ist es langweilig für junge Menschen auf Föhr – insbesondere dann, wenn im Winter oder in Zeiten wie der Covid-19-Pandemie die Inselgäste ausbleiben? Will man nichts wie weg auf das weite Festland? Oder lieben die jungen Menschen „ihre“ Insel und bleiben?

Andreas Jorns (* 1966) stellte sich als Artist in Residence des MKdW genau diese Fragen. Im Winter 2019/20 begab er sich auf Spurensuche. Sieben Wochen lang begleitete er weit mehr als 100 junge Menschen auf Föhr. Er traf sie in der Schule und in der Freizeit, sprach mit ihnen in den Klassenräumen und zu Hause. Die Jugendlichen ließen es zu und zeigten ihm ihre Lebenswelten. Jorns war beim Musizieren und bei Chorproben dabei, traf sie am Strand, beim Sport, bei Vereinsaktivitäten und an ihren privaten Rückzugsorten, feierte, tanzte und diskutierte mit ihnen. Im November 2020 kehrte Andreas Jorns zu einem zweiten Aufenthalt auf die Insel zurück, um erneut mit den Jugendlichen zu sprechen. Welche Auswirkungen auf ihre Lebenspläne zeigt die Corona-Pandemie womöglich?

Die Ausstellung zeigt einen ersten Querschnitt von Aufnahmen als Ergebnis dieser in der Geschichte Föhrs bisher einmaligen fotografischen Recherche. Es ist die erste museale Schau des Künstlers. In der Satellitenschau in Wyk auf Föhr, stattBAR, sind parallel bereits seit Anfang 2021 Kontaktabzüge und Making-of-Aufnahmen zu sehen, die Einblicke in die Arbeitsweise des Fotografen gewähren.

Museum Kunst der Westküste | www.mkdw.de

Palm Springs, The Family Visit, The Niece 2018 © Erwin Olaf, Courtesy Galerie Ron Mandos, Amsterdam

München_Foto

Erwin Olaf. Unheimlich schön
bis 26.9.2021

In den Niederlanden gehört Erwin Olaf (*1959) zu den berühmtesten Künstlern der Gegenwart. Nun widmet ihm die Kunsthalle München die erste umfangreiche Einzelausstellung in Deutschland. Ausgewählte Fotografien, Kurzfilme, Skulpturen und Multimedia- Installationen aus über vierzig Schaffensjahren zeigen in loser Chronologie Olafs Entwicklung vom analog zum digital arbeitenden Künstler, vom rebellischen Foto-Journalisten der 1980er- zum raffinierten Geschichtenerzähler der 2000er-Jahre. Den Abschluss der Ausstellung bildet seine neueste Serie Im Wald (2020), die eigens für die Retrospektive in der Kunsthalle entstanden ist. Für seine Werke entwirft Olaf bis ins kleinste Detail durchdachte Welten, die der unseren zwar zum Verwechseln ähnlichsehen, jedoch oftmals Rätsel aufgeben: Hinter der makellosen Ästhetik, die der Film- und Werbeindustrie entlehnt ist, scheint Verdrängtes zu lauern. Auch entpuppt sich die Kulissenhaftigkeit seiner Inszenierungen oft als Hinweis auf Abgründiges. Der Fotokünstler setzt bewusst auf Irritationen, bedient sich vieldeutiger Symbolik und gestaltet seine Erzählungen bedeutungsoffen. So bleibt es dem Publikum überlassen, sich den Anspielungen gegenüber zu öffnen und die Leerstellen mit eigenen Assoziationen und Interpretationen zu füllen.

Kunsthalle München / www.kunsthalle-muc.de

Exteriör, Foto © Sebastian + Oddner

Falsterbo (SE)

Falsterbo Photo Art Museum

Eigentlich immer, wenn sich die Kunst der Stadt entzieht, entsteht Einzigartiges: Das neue Falsterbo Photo Art Museum an der Öresundküste Schonens macht da keine Ausnahme. Eine hochwertige Sammlung von rund 450 Originalen und Vintage Prints berühmter Fotografen wie Robert Mapplethorpe, Irving Penn und Richard Avedon bereichert die ohnehin üppige Kulturlandschaft rings um den Öresund um eine neue, außergewöhnliche Facette. Gerade mal einen Steinwurf von einem der schönsten Strände Schwedens und 25 Autominuten von Malmö und der Öresundbrücke entfernt präsentiert sich die Sammlung in den Räumlichkeiten des früheren Falsterbo Strandbades. Die einzigartige Location, das Lichtspiel im Kontrast von Land und Meer und die typischen hohen Kiefern im Hinterland der Dünen verleihen dem 1.500 qm großen Gebäude eine heitere Leichtigkeit. Diese setzt sich auch im Bistro Perspektiv fort, einem Café und nordischen Bistro mit asiatischen Einflüssen, von dem die Gäste auch den den Blick auf Kiefern, Dünen und das Meer genießen können. Den Grundstock der Ausstellung im Falsterbo Photo Art Museum bildet die private Photosammlung, die das in Malmö lebende Ehepaar Claes und Christina Lindquist im Laufe der letzten 15 Jahre zusammengetragen und in Kooperation mit der Fakultät für Kunst, Kultur und Kommunikation der Universität Malmö gestaltet hat. Grundlage des Konzeptes war der Wille, ein ganzheitliches Angebot zu schaffen, das die Lokalbevölkerung ebenso anspricht wie ein  internationales Publikum. Die Halbinsel Falsterbo liegt an der südwestlichsten Spitze des skandinavischen Kontinents und trennt den Öresund von der Ostsee. So klein sie auch ist, so bekannt sind ihre Sandstrände im ganzen Land: Während der  Sommermonate hört man an den Stränden Falsterbos Dialekte aus allen Teilen des Landes. Doch das Meer hat auch im Rest des Jahres Saison: Einer langen schwedischen Tradition folgend bietet ein neues Kallbadhus direkt am Hafen von Falsterbo-Skanör ganzjährig die Möglichkeit zu einem Meerbad mit Komfort. Wer den Gang ins kalte Nass genossen hat, erfreut sich im „Kaltbadehaus“ sicherlich an Umkleidekabinen, einer heißen Dusche, der Sauna und an kleiner, aber feiner Gastronomie.

www.falsterbophoto.com/en/

Jeffrey Stockbridge, Tictac and Tootsie aus der Serie KENSINGTON-BLUES-PORTRAITS-Finalist-2020

Hellerau

Internationaler Wettbewerb für Porträt-Fotografie 2021

Dresden, Pionierstadt der Fotografie. Vor den Toren der Stadt: Hellerau, Deutschlands erste Gartenstadt. Auf Dresdens “Grünem Hügel” thront seit über 100 Jahren das Festspielhaus Hellerau. An ihm ist seit 2015 der PORTRAITS – Hellerau Photography Award angesiedelt.

Hier bewerben sich Fotografen aus aller Welt, die die Themen unserer Zeit eindrucksvoll in Porträtserien umsetzen. Ihre Werke werden im Festspielhaus selbst und seit 2017 auch an weiteren außergewöhnlichen Orten über die sächsische Landeshauptstadt verteilt gezeigt: in kleinen Galerien, aufgelassenen Industriegebäuden, in Studios und Museen. So haben wir in den vergangenen vier Jahren über zweihundert Fotografinnen und Fotografen aus über 35 Ländern in 25 verschiedenen Ausstellungen präsentiert. 

Wie die PORTRAITS-Initiatoren und -Macher den Wettbewerb sehen, wonach sie alljährlich suchen und was sie zur kurativen Maxime machen, fassten 2015 die Juroren der ersten Schau, der Fotograf Matthias Creutziger und die Kunstwissenschaftlerin Dr. Katja Schumann, wie folgt zusammen:

“Wir suchen ​Psychogramme in Form von Porträts​. Wir erwarten eine neue Bildsprache, die versucht, sich von Vorbildern zu lösen. ​​Wir wollen spüren, welche Art Fotograf sich hinter den Bildern verbirgt. Weder mit der alten noch mit der neuen Mode-Fotografie ​können wir viel anfangen. ​Bloßes Handwerk ist zu​ ​wenig​. ​Bloße Schönheit ist zu wenig. Kurz: Wir erwarten Werke von leidenschaftlichen Fotografen, die sich mit dem Medium der Fotografie selbst auseinandersetzen.

Fotografinnen und Fotografen über die Webseite www.portraits-hellerau.com ihre Werkserien für den 6. PORTRAITS HELLERAU Photography Award 2021 zum Thema „Togetherness“ einreichen.

www.portraits-hellerau.com/wettbewerb/