David Lynch Untitled, Los Angeles, 1990s, © David Lynch

Berlin

Saul Leiter. David Lynch. Helmut Newton: Nudes
1.12.2018 – 19.5.2019

Am 1. Dezember 2018 öffnet in der Helmut Newton Stiftung die dreiteilige Ausstellung „Saul Leiter. David Lynch. Helmut Newton: Nudes“. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Berliner Institution, dass eine Ausstellung ausschließlich dem Genre Akt gewidmet wird. Saul Leiter hat parallel zu seiner Modefotografie für Harper’s Bazaar und seinen Farbabstraktionen, die seit den 1950er- Jahren in den Straßen New Yorks entstanden, auch Akt im Studio inszeniert. Diese stillen und intimen Schwarz-Weiß- Aufnahmen, die Leiter in der eigenen Dunkelkammer entwickelte, blieben zu seinen Lebzeiten gewissermaßen unter Verschluss; nur wenige Freunde kannten sie. Die weiblichen Modelle waren Freundinnen oder Geliebte des Künstlers, der sie in seiner New Yorker Wohnung porträtierte. Nach seinem Tod im Jahr 2013 werden die unterschiedlichen Aspekte seines Werkes von der Direktorin der Saul Leiter Foundation, Margit Erb, aufgearbeitet, publiziert und teilweise auch neu editiert. So entstand vor kurzem im Steidl-Verlag eine Publikation zu dieser Aktserie unter dem Titel „In My Room“, in der New Yorker Howard Greenberg Gallery eine Ausstellung mit Neuvergrößerungen ausgewählter Akt-Motive – und nun in der Helmut Newton Stiftung erstmals überhaupt eine Präsentation mit über 200 Vintage oder Late Prints, die eine Hälfte gerahmt an der Wand, die andere als Bildschnipsel, von Leiter selbst fragmentiert, in einer Ausstellungsvitrine. Wir sehen kleinformatige Akt-Porträts einer oder mehrerer Frauen, die auf Sofas liegen oder im Gegenlicht zur Silhouette werden, die gedankenverloren rauchen, die lächelnd oder verführerisch für Leiters Kamera posieren; dabei sind nicht alle Modelle nackt. Es sind subtile, sensible, ja geradezu schüchterne Annäherungen an das Wesen und an den Körper der Frau.

Helmut Newton Stiftung
Museum für Fotografie

www.helmutnewton.com

Andres Serrano, Child Abuse I, a.d.S. The Morgue, 1992 © Andres Serrano, 2018 . Courtesy Galerie Nathalie Obadia, Paris/Bruxelles

Berlin

Das letzte Bild
Fotografie und Tod 
8.12.2018 -  3.3.2019

Leben und sterben, lieben und loslassen – Bilder, Filme, Bücher oder Musik, die sich mit dem Tod beschäftigen, rühren an unsere größten Ängste angesichts der Endlichkeit des Seins und der eigenen Vergänglichkeit. Die Fotografie ist nicht das erste Medium, das eingesetzt wurde, um den Tod zu bannen, ihn abzuwehren und auszuhalten. Aber kein anderes Medium hat seit seiner Erfindung um 1839 eine vergleichbare Auseinandersetzung in solcher Vielfalt an Anwendungen, Bildstrategien und Techniken hervorgebracht. Viele davon haben mit den spezifischen Eigenschaften der Fotografie zu tun: Einerseits wird ihr zugeschrieben, dass sie einen Schnitt durch Raum und Zeit lege und einen Moment festhalte, zum anderen werden die Bilder als unmittelbare Abbilder der Wirklichkeit wahrgenommen. Fotograf*innen zeigen einerseits die Dramen des Tötens, des Sterbens und des Todes in solch einer Intensität und Vielschichtigkeit, dass die Toten noch zu leben scheinen. Für medizinische oder forensische Zwecke werden jedoch distanzierte und leidenschaftslose Dokumente produziert, in denen der tote Körper nunmehr als ein Ding anmutet. Fotograf*innen schaffen Allegorien des Todes, in denen vom Tod selbst nichts zu sehen ist oder fast unerträglich viel. Und manche der Bilder sind so eindringlich, dass wir unserer eigenen Sterblichkeit ins Auge schauen.

Die Ausstellung Das letzte Bild . Fotografie und Tod kuratiert von Felix Hoffmann, präsentiert mit über 400 Exponaten ein in Umfang und Vielfalt bislang noch nie dagewesenes Spektrum an fotografischen Bildern vom Tod, die von den Anfängen der Fotografie bis in die Gegenwart 
reichen. Erstmalig werden einer großen Auswahl an künstlerischen Arbeiten eine Vielzahl von Beispielen aus der privaten, journalistischen, wissenschaftlichen Fotografie sowie der Studiofotografie gegenübergestellt.

www.co-berlin.org

 

Frank Horvat, Model with mask, for Lingerie Chantelle, Paris 1958, copyright Frank Horvat, courtesy in camera Galerie

Berlin

Women on View.
Eine Ästhetik des Begehrens in der Werbung
2.2. – 30.3.2019

Ab 2.2.2019 ist die neue Ausstellung Women on View zu sehen. Eine Ästhetik des Begehrens in der Werbung in den Räumen der Chaussee 36, im Herzen von Berlin- Mitte.  Die Abbildung des unbekleideten, idealen Menschen unterliegt in der westlichen Kunst einer langen Tradition. Doch erst die Moderne loste Nacktheit aus ihrem religiösen oder allegori- schen Kontext heraus und zeigte sie offen und natürlich, auch in Verbindung mit Eros. Heute gehören nackte Körper, vor allem von Frauen, zur medialen Dauerware, sind aus der Werbebranche nicht wegzudenken.

Von Anfang an inszenierte die Werbeindustrie den weiblichen Körper zur besseren Vermarktung von Produkten, während sie männliche Nacktheit noch bis ins späte 20. Jahrhundert kaum beachtet ließ. Modelle verkörpern demnach das Idealbild westlicher, weiblicher Schön- heit. Und doch widersetzten sie sich über Jahrzehnte hinweg einem einheitlichen Kanon, was auf die charakteristische Entwicklung der Präsentation von Frauenfiguren zurückzuführen ist. Besonders in Bildern der Mode- und Werbefotografie kann ein Paradigmenwechsel vom Verkauf von Produkten bis hin zum Verkauf bestimmter Lifestyles konstatiert werden.

Die Gruppenausstellung Women on View thematisiert die Erotisierung des weiblichen Körpers in der Werbefotografie – angefangen bei der frühen Produktreklame der 1940er Jahre, über die Ära der Hyper-Erotisierung der Frau in den 1990er Jahren hin zu zeitgenössischen Positionen in der Werbefotografie. Präsentiert werden legendäre Plakate und Fotografien von namhaften Künstlern wie Horst P. Horst, Erwin Blumenfeld, Helmut Newton, Peter Lindbergh, Herb Ritts, Irving Penn und Jeanloup Sieff, um nur einige zu nennen. Einerseits zeigt die Ausstellung verschiedene Darstellungsweisen der Frau in der Werbung auf. Andererseits hinterfragt sie die wechselseitigen Einflüsse der modischen und kommerziellen Fotografie bei der Schaffung ästhetischer Standards.

Chaussee 36, Alice Le Campion, Chausseestraße 36, 10115 Berlin
www.galerie36berlin.com

Lisette Model Singer at the Metropole Café, New York City 1946 © Estate of Lisette Model

Wien (A)

Model Arbus Goldin
6.12.2018 – 24.3.2019

Mit Lisette Model, Diane Arbus und Nan Goldin präsentiert WestLicht drei große amerikanische Fotografinnen, deren Bilder den Blick auf die menschliche Gesellschaft radikal erweiterten – um das Andere, das Außergewöhnliche, um soziale Randfiguren und exzentrische Persönlichkeiten. Sie hielten das gesellschaftliche Leben Amerikas, in dem sich als Einwanderungsland bis heute die Welt spiegelt, in unterschiedlichen Phasen des 20. Jahrhunderts fest. Über drei Generationen, angefangen mit der in Wien aufgewachsenen Model, formulierten sie den Dialog zwischen Fotografin und Porträtierten auf eigene Weise jeweils neu und verbanden das Dokumentarische mit dem Subjektiven. Ihre persönliche Sicht auf den Menschen und seine disparaten Lebenswelten, ihr Zugang zum Existentiellen und ihr Einsatz des Mediums Fotografie gingen mit einer Kritik bestehender Normen einher, die kulturelle und ästhetische Konventionen konsequent in Frage stellte. So sind ihre Werke – über 100 von ihnen sind nun im WestLicht zu sehen – einerseits Ausdruck ihrer Zeit und der verschiedenen Milieus, in denen sie sich bewegten, andererseits Hommagen an die Vielfalt des Seins.


WestLicht. Schauplatz für Fotografie
www.westlicht.com

Michael Wolf, Tokyo Compression, Tokyo, © Michael Wolf 2018

Hamburg

MICHAEL WOLF
Life in Cities
17.11.2018 – 3.3.2019

Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen zeigt vom 17. November 2018 bis 3. März 2019 eine umfassende Ausstellung des deutschen Fotografen Michael Wolf (*1954). Die elf Werkserien und eine riesige Wandinstallation umfassende Ausstellung »Michael Wolf – Life in Cities« zeigt Werke von Wolfs Anfängen als Dokumentarfotograf bis hin zu den jüngsten, bisher unveröffentlichten Arbeiten. Michael Wolfs Werke reflektieren die Lebensbedingungen in Metropolen wie Hongkong, Tokio, Chicago und Paris und greifen Themen wie Bevölkerungsverdichtung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus auf.

HAUS DER PHOTOGRAPHIE  
www.deichtorhallen.de

Talking to Thunder (Palm tree), 2017 Courtesy Julius von Bismarck und alexander levy, Berlin / Sies und Höke, Düsseldorf / Marlborough Contemporary, New York

Ulm

Lichte Momente
bis 10.3.2019

Arbeiten zum Thema Licht. Charakteristisch für Richard Meiers Gebäude ist das Wechselspiel von Innen und Außen, die Räume sind durchdrungen vom Tageslicht. Was liegt also näher, als zum 25-jährigen Bestehen des Stadthauses das Licht in den Mittelpunkt einer Ausstellung zu stellen? Es ist gelungen, für diese Ausstellung Werke international renommierter Künstler und einer Künstlerin nach Ulm zu holen, die Licht als erlebbares, sinnliches erfahrbares Ereignis zeigen. Die zweigeteilte Ausstellung wird Fotografien und Lichtobjekte präsentieren. Dazu werden - an bestimmten Terminen über die gesamte Laufzeit - Tanz- und Klangperformances live zu erleben sein!

Stadthaus Ulm
www.stadthaus.ulm.de

Juergen Teller, ves Saint Laurent, Paris, 2000 © 2000 Juergen Teller, All Rights Reserved


Berlin

The Moment is Eternity
Works from the Olbricht Collection
26.9.2018 – 1.4.2019


„The Moment is Eternity“ lenkt mit rund 300 ausgestellten Werken und Objekten von rund 60 KünstlerInnen das Augenmerk auf die fotografischen Arbeiten der Olbricht Collection und zeigt sie im Dialog mit anderen Kunstwerken der Sammlung sowie Artefakten der Wunderkammer. Zu den programmatischen Schwerpunkten der Olbricht Collection gehört das Thema Vergänglichkeit. Welches andere künstlerische Medium als die Fotografie wäre besser geeignet, die daraus entstehenden Fragen von Zeit und Geschichte zur Diskussion zu stellen? Dem Augenblick Dauer zu verleihen, ist dem Medium per se einge- schrieben. Hier berühren sich Kunst und Philosophie: Seit der Antike wird die Ewigkeit als zeitlos beschrieben, und in diesem Sinn setzt Goethe in dem Gedicht „Vermächtnis“ (1830) Augenblick und Ewigkeit gleich. Der Moment ist für den Menschen der einzig wahrnehmbare Teil der Ewigkeit.

me Collectors Room Berlin | Olbricht Foundation
www.me-berlin.com

Frau hinter der Scheibe, Michael Wolf, Tokyo Compression, T © Michael Wolf 2018

Hamburg

Michael Wolf
Life in Cities
17.11.2018 – 3.3.2019

Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen zeigt vom 17. Novem- ber 2018 bis 3. März 2019 eine umfassende Ausstellung des deutschen Fotografen Michael Wolf (*1954). Die elf Werkserien und eine riesige Wand-installation umfassende Ausstellung MICHAEL WOLF − LIFE IN CITIES zeigt Werke von Wolfs Anfängen als Dokumentarfotograf bis hin zu den jüngsten Arbeiten. Michael Wolfs Arbeiten reflektieren die Lebensbedingungen in Metropolen wie Hongkong, Tokio, Chicago und Paris und greifen Themen wie Überbevölkerung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus auf.

Haus der Photographie
www.deichtorhallen.de

Mark Morrisroe, Untitled Lynelle , ca. 1985 © Nachlass Mark Morrisroe

Winterthur (CH)


25 Jahre! Gemeinsam
Geschichte(n) schreiben
20.10.2018 – 10.2.2019

Die 25-jährige Geschichte des Fotomuseums wollen wir zum Anlass nehmen, ein Jubiläum in Bildern und Worten zu feiern. Dies nicht allein, sondern mit Weggefährt_innen wie Künstler_innen, Fotograf_innen, Autor_innen und Freund_innen des Museums. 25 Perso- nen aus dem nationalen und internationalen Umfeld werden eingeladen, eines ihrer Lieblingsstücke oder eine Werkgruppe aus der Sammlung auszuwählen und uns daran teilhaben zu lassen, was sie an den ausgewählten Fotografien besonders schätzen und welche Erinnerungen sie damit verbinden. Jedes Jahr von 1993 bis 2018 steht dabei für eine wichtige Ausstellung, für einen wichtigen Ankauf oder eine großzügige Schenkung, die sich in der Sammlung abbildet. Damit entsteht eine Jubiläumsausstellung, die für einmal nicht die Innensicht des Museums spiegelt, sondern ei- nen gemeinsamen Rückblick erlaubt.

Fotomuseum Winterthur
www.fotomuseum.ch

László Moholy-Nagy, funkturm berlin, 1925

Düsseldorf

Bauhaus und die Fotografie
Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst
Fotografie-Ausstellung zum Bauhausjubiläum  
7.12.2018 – 10.3.2019

Das Staatliche Bauhaus spielt nicht nur eine Schlüsselrolle in der Design- und Kunstgeschichte, sondern auch für die Fotografie des 20. Jahrhunderts. Vom 7. Dezember 2018 bis 10. März 2019 bringt die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie – Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ im NRW-Forum Düsseldorf Fotografien des Neuen Sehens in einen Dialog mit zeitgenössischen Künstler*innen. Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms „100 jahre bauhaus“.

Wie tragen die Neuerungen durch das Bauhaus auch heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen bei? Welche Rolle spielt die Foto- Avantgarde um 1930 für zeitgenössische Künstler*innen? Die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie – Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ verbindet Arbeiten des Neuen Sehens, wie sie von Bauhäuslern wie László Moholy-Nagy, Erich Consemüller, Walter Peterhans, Marianne Brandt und Lucia Moholy bekannt sind, mit Künstlern der Gegenwart wie Thomas Ruff, Dominique Teufen, Daniel T. Braun, Wolfgang Tillmans, Doug Fogelson, Max de Esteban, Viviane Sassen, Stefanie Seufert, Kris Scholz, Taiyo Onorato & Nico Krebs, Antje Hanebeck und Douglas Gordon. Zeitgenössische Fotografien, Skulpturen und Videoinstallationen treten in einen Dialog mit der Sachlichen Fotografie im Jahrzehnt des Bauhauses.

Historischer Bezugspunkt der Ausstellung ist die Werkbundausstellung „Film und Foto“, die 1929/30 unter anderem in Stuttgart, Berlin und Zürich zu sehen war. Der für seine experimentellen Fotoarbeiten bekannte Bauhaus-Künstler Moholy-Nagy kuratierte damals jeweils einen Raum zur Geschichte und zur Zukunft der Fotografie und untersuchte das Neue Sehen in der Fotografie. Die historische Werkschau, die als eine Art Manifest des Bauhaus-Künstlers zu verstehen ist und sich in die damalige Debatte um den Stellenwert der Fotografie in der Kunst einmischte, wird mit über 300 Exponaten virtuell rekonstruiert. Darüber hinaus wird ein Teil der Berliner Station präsentiert. Zusammen mit den fotografischen Arbeiten von zeitgenössischen Künstler*innen ermöglicht die Ausstellung einen Dialog zwischen dem historischen Ereignis und der Gegenwart.

NRW-Forum Düsseldorf
www.nrw-forum.de

Wien


@ FOTO WIEN 
Monat der Fotografie
20.3. – 20.4.2019

Die erste Ausgabe des Festivals FOTO WIEN bietet ein vielfältiges Programm, das von kuratierten Beiträgen der Partnerinstitutionen bis zu Eigenproduktionen reicht. Es spannt einen Bogen von Fotografie-Ausstellungen und Performances in Museen, Ausstellungshäusern, Galerien, Offspaces u.a. über ein Symposium, Projekte im öffentlichen Raum, Portfolio Reviews, ein pointiertes Diskurs- und Führungsprogramm bis hin zu Studio Visits und Networking Events. Die Ausstellung, in Zusammenarbeit mit den Programmpartnern des Europäischen Monats der Fotografie konzipiert, setzt sich unter dem Titel „Bodyfiction“ mit der Darstellung des Körpers in der zeitgenössischen Fotografie auseinander und wird u.a. die fünf FinalistInnen des EMOP-Awards präsentieren. Ausstellungsbegleitend erscheint eine Publikation, die von einem KuratorInnen-Team in den Festivalstädten Athen, Berlin, Budapest, Bratislava, Luxemburg, Paris und Wien b treut und im Rahmen der FOTO WIEN präsentiert wird.

Wien (A)


Stillleben
Eigensinn der Dinge
bis 17.2.2019

Die groß angelegte Themenausstellung stellt ein Genre in den Mittelpunkt, das derzeit in der zeitgenössischen Kunst neu aufgegriffen und diskutiert wird: das Stillleben. Bei dieser Wiederannäherung geht es weniger um eine nostalgische Referenz an ein verschwunden geglaubtes Genre. Ganz im Gegenteil hinterfragen Künstlerinnen und Künstler aktuell in der Fotografie das Stillleben radikal als Ausdrucksmöglichkeit. Es geht darum, herrschende Bildkonventionen zu stören und aus vordergründig antiquierten Stilen und Praktiken heraus eine klar umrissene künstlerische Alternative zu entwickeln – sowohl was den Raum der Dinge als auch den Raum der Bilder und den Raum der Fotografie betrifft.

Bild:
Stillleben, Hans Peter Feldman, Flower Pot 2009 © Bildrecht Court Windszus, Berlin und Wien | VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Kunst Haus Wien
www.kunsthauswien.com

Dimitri Rebiko (FR, 1921 – 1997), Mer Rouge, ca. 1950, Collection FOMU P/1966/457

Antwerpen (B)


Sammlung im Transit
bis 10.2.2019

Das FOMU bereitet sich auf den großen Umzug der Museumssammlung in den neuen Sammlungsturm – das erste Nullenergiedepot für Fotografie in Europa – vor. Wir ergreifen diese Gelegenheit, um zu zeigen, was sich hinter den Kulissen des Museums ab- spielt. Das Sammlungsmitarbeiterteam richtet dazu einen vorläufigen Transitraum ein und begleitet die Besucher auf eine besondere Entdeckungsreife. „Sammlung im Transit“ erklärt den Weg eines Museumsstücks von der Registrierung und der Beschreibung über die Restaurierung bis zum neuen Bestimmungsort. Verfolgen Sie die Tä- tigkeiten in den verschiedenen Arbeitsstationen, im Fotostudio, im Restaurierungsatelier ... und machen Sie sich mit allen Aspekten im Bereich der Erhaltung der FOMU-Sammlung bekannt. Verlieren Sie sich in den großen und kleinen Geschichten der FOMU-Sammlung. Zusammen mit dem Sammlungsmitarbeiterteam machen Sie erstaunliche Entdeckungen aus dem beständigen Strom alter und neuer Sammlungsstücke.

FOMU Fotomuseum Antwerpen
www.fotomuseum.be