Ju Ping Song © Photographer Christina Hansen.

Hamburg

Klubkatarakt
16. - 19.1.2019

Das Hamburger Festival klub katarakt präsentiert seit dreizehn Jahren experimentelle Musik außer- halb eines streng akademischen Kontextes, thematisch wie sozial in offener Atmosphäre, experimentell in Gestaltung und Strukturierung. klub katarakt versteht sich als Festival, das nicht nur ein Spezialpublikum für zeitgenössische Musik anspricht, sondern allgemein interessierte Zuhörer ohne spezifisches Fachwissen. Unser Publikum ist sehr heterogen, aus allen Altersschichten und mit unterschiedlichem Hintergrund.  Hervorgegangen ist das Festival aus dem Verein katarakt, der 1992 von Kompositionsstudenten der Hamburger Musikhochschule gegründet wurde, um die Kompositionen seiner Mitglieder außerhalb der  Hochschule aufzuführen, oft in für diese Musik unkonventionellen Spielstätten der Club- und Rockszene.

Kampnagel
www.klubkatarakt.net

Simone Young © Reto Klar

Berlin

Ultraschall 2019
16.-20.1.2019

Auch zu seinem 20. Jubiläum bleibt sich Ultraschall Berlin in seinem Auftrag treu, wesentliche Entwicklungen der zeitgenössischen Musik exemplarisch abzubilden, Komponistinnen und Interpreten in Beziehung zueinander zu setzen und aktuelle Werke in Maßstäbe setzenden Aufführungen zu präsentieren. Ein wichtiges Markenzeichen von Ultraschall Berlin ist die Balance aus Ur- und Erstaufführungen und der Beleuchtung von Werken der jüngeren Vergangenheit in verändertem, aktuellem Kontext. So stehen Uraufführungen von Natasha Diels, Claus-Steffen Mahnkopf oder Michael Hirsch neben Werken von Georges Aperghis, Morton Feldman oder Iannis Xenakis. Die mit diesem Schlagwort nur unzureichend bezeichnete Neue Musik ist vielfältiger denn je. Und sie kennt keine Scheuklappen oder Genregrenzen. So tritt das Ensemble Mixtura in der ohnehin schon ungewöhnlichen Besetzung von Schalmei und Akkordeon zusammen mit dem Countertenor Kai Wessel in einem gemeinsamen Konzert auf. Das ensemble mosaik präsentiert ein neues Werk von Enno Poppe für gleich neun Synthesizer, und der Komponist Malte Giesen hat ein Stück für hyperreales Klavier und Orchester ge- schrieben, das bei Ultraschall Berlin seine Deut- sche Erstaufführung erleben wird. Die große Orchesterbesetzung ist auch in diesem Jahr wieder mit den beiden Klangkörpern der roc vertreten. Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin wird von Simone Young und Sylvain Cambreling geleitet; am Pult des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin steht Michael Wendeberg.

www.ultraschallberlin.de

Berlin

CTM FESTIVAL 2019 – PERSISTENCE

20. FESTIVAL FOR ADVENTUROUS MUSIC & ART,
25.1. – 3.2.2019

Seit 1999 versteht sich das Festival, als stets nur vorläufiges Forum für den Austausch und die Vernetzung unterschiedlicher kreativer Communities. Zugleich stellt CTM einen weit geöffneten Möglichkeitsraum, in dem Menschen jeglicher Hintergründe oder Interessen kulturelle Zwischenräume finden und austesten können. Damit steht das Festival entschlossen zwischen allen Stühlen. Die beständige und ausdauernde Suche, das ergebnisoffene Experiment, Neugierde gegenüber Neuem und Unbekanntem, radikales Pluralisieren und die Verweigerung Komplexes ungebührend zu vereinfachen ohne dabei Erleben, Erfahrung und Freude an der Auseinandersetzung zu vernachlässigen – das alles macht CTM aus. Die 20. Ausgabe des Festivals ist daher weniger ein Grund zur Nabelschau, als vielmehr neuer Ansporn im Sinne dieser Haltung weiterzumachen. Trotzdem ist es natürlich keine Kleinigkeit, ein unabhängiges Festival über so einen langen Zeitraum zu erhalten und zu entwickeln. Das Festival hat sich daher unter dem Titel Persistencevorgenommen, gemeinsam mit neuen und vertrauten Künstler*innen und Partnern die ästhetischen und gesellschaftlichen Potentiale und Zumutungen von Beharrlichkeit und Flüchtigkeit, des Stetigen und des Vorläufigen zu befragen. Angesichts des polarisierenden politischen Klimas, liefert der Titel Persistencenicht nur ein passendes Sinnbild für 20 Jahre CTM Festival, sondern stellt zugleich die Frage danach, wofür es sich heute überhaupt noch lohnen könnte, beharrlich zu sein – und in welcher Form. Neben den Konzerten und Clubnächten, die starke, unmittelbare Erfahrungen liefern, bietet das Festivaltagesprogramm ein Forum für kritische Reflektion. Vorträge, Diskussionsrunden und Künstlergespräche geben zusammen mit der Festivalausstellung, Workshops und zahlreichen Networking Aktivitäten vielfältige Impulse für Austausch und gemeinsames Lernen.

www.ctm-festival.de

Ein Abenteuer in Kunst, Kultur und Technologie © The Dust Channel by Roee Rosen Still from Roee Rosen, The Dust Channel, 2016, video and sound, 23’

Berlin

transmediale
31.1.– 4.2.2019

Die transmediale ist ein Festival und ganzjähriges Projekt in Berlin, das neue Verbindungen zwischen Kunst, Kultur und Technologie herausstellt. Unter Technologie versteht sie dabei jedoch mehr als die digitale Welt – und unter Kultur mehr als das, was in institutionalisierten Bereichen der Kulturproduktion entsteht. Die Aktivitäten der transmediale zie- len daher darauf ab, ein kritisches Verständnis der gegenwärtigen, von Medientechnologien geprägten Kultur und Politik zu festigen. Im Laufe seiner 30-jährigen Geschichte hat sich das jährliche Festival als eines der wichtigsten Events in den Kalendern von Medienkunstexpert_innen, Künstler_innen, Aktivist_innen und Student_innen aus aller Welt etabliert.

Der umfassende kulturelle Ansatz des Festivals wird auch von der Bundesregierung an- erkannt, die die transmediale als Leuchtturmprojekt der Gegenwartskultur unterstützt. Das Festival präsentiert mit 25.000 Besuchern jedes Jahr ein umfangreiches Programm, das sich über Ausstellungen, Konferenzen, Screenings, Performances und Publikationen er- streckt. Ein bestimmtes Festivalthema schafft dabei den Rahmen für die Arbeit von Hunderten von Künstler_innen, Medienaktivist_innen, Wissenschaftler_innen, Designer_innen und anderen Kreativen, die reflexive, ästhetische und spekulative Positionen im Feld von Kunst, Kultur und Technologie beziehen.

www.transmediale.de

ECLAT-2018_ANTHROPOSCENE_c_Martin_Sigmund_SIG3084

Stuttgart

ECLAT
ECLAT Festival neue Musik 2019
6. - 10.2.2019

Mit „Zum Gemeinwohl!“, einem Film-Musik- Projekt von Klangforum Wien und „tricky women“ eröffnen zehn Komponistinnen und zehn Animationsfilmerinnen das 5-tägige Festival – und zugleich ein europäisches Gespräch über die Zukunft der Welt. Mehr denn je sprengt ECLAT 2019 die Genregrenzen und erteilt einer sehr jungen und sehr interdisziplinär denkenden Künstlerge- neration das Wort. Diese reagiert auf eine zunehmend polarisierte Gesellschaft und fragt, in welchen Gemeinschaften wir wie (!) leben wollen. Dabei werden Archive einer wiederzuentdeckenden Wertegemeinschaft geöffnet: Eivind Buene holt daraus eine Schubert Lounge hervor, Saskia Bladt lässt inmitten des Publikums eine Oper entstehen und Hannes Seidl das Loblied der Hausmusik singen. Der Fremdbestimmung durch Computeralgorithmen setzen Lara Hampe (Sprache) und Vera Sebert (Video) mit digitalen Mitteln eine poetische Kraft entgegen. Mit einer Vielfalt an szenischen und konzertanten, installativen, immersiven und auch virtuellen Ereignissen wird ECLAT 2019 zum Plädoyer für differenziertes Wahrnehmen und dafür, die Deutungshoheit über das eigene Leben zu bewahren.

HeK, Foto © Christoph Oeschger

Basel (CH)

HeK Haus der
elektronischen Künste Basel

Das HeK widmet sich der digitalen Kultur und den neuen Kunstformen des Informationszeitalters. Es ist ein Ort, an dem kreative und kritische Diskurse über die ästhetischen, gesellschaftspolitischen und ökonomischen Auswirkungen von Medientechnologien stattfinden. Das HeK zeigt zeitgenössische Kunst, die neue Technologien erforscht und gestaltet; es fördert eine ästhetische Praxis, die Informationstechnologien als Medium nutzt, anschaulich macht und aktiv in deren Prozesse eingreift. Damit stellt sich das HeK den drängenden Fragen zur Kultur des 21. Jahrhunderts und trägt aktiv zu deren Gestaltung bei. Als interdisziplinärer Ort befasst sich die Institution spartenübergreifend mit dem aktuellen Kunstgeschehen in der bildender Kunst, Musik, Theater, Tanz, Performance und Design. Dabei bietet sie einer breiten Öffentlichkeit Einblicke in Kunstproduktionen an der Schnittstelle von Kunst, Medien und Technologien. In einem vielfältigen Programm, bestehend aus Ausstellungen, kleineren Festivalformaten, Performances, Konzerten und Vermittlungs- angeboten, greift das Haus aktuelle gesellschaftliche Themen und Fragestellungen auf, die durch die zunehmende Digitalisierung entstehen.

www.hek.ch