Frame Giesen © Malte Giesen

Stuttgart

ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart
5. – 9.2.2020

In der Zeit vom 5. -9. Februar 2020 wird bei ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart in den Sälen vom Theaterhaus Stuttgart ein breit gefächertes Spektrum zeitgenössischer Musik präsentiert. ECLAT feiert sein 40-Jahr-Jubiläum mit 16 Veranstaltungen, in denen 43 Werke unterschiedlichster Besetzung zu hören sein werden, darunter 26 Uraufführungen. Sergej Newski, dem ein kleines Porträt im Festival gewidmet ist, sagt: „Komponieren heute bedeutet, mit Kontexten oder Wahrnehmungsphänomenen zu arbeiten... Neue Links, neue Verbindungenzu einem bereits existierenden Archiv zu bauen, eine Art von Tunnel zu legen, um bisher unsichtbare Zusammenhänge sichtbar zu machen.“ Diese Haltung spiegelt sich wider in ECLAT 2020, einem Festival, in dem Profis auf Amateure treffen, Schauspieler auf Komponist*innen, Pop Art auf Klassik, Lärm auf Poesie, oder das Arditti Quartet auf das SWR Symphonieorchester, oder der Ausnahme-Akkordeonist Teodoro Anzellotti auf das SWR Vokalensemble. Außerdem treffen die Kammermusiker von C Barré, Arditti Quartet, Neue Vocalsolisten und ascolta, die Curious Chamber Players, Yukiko Sugawara sowie Gareth Davis in täglich neuen herausfordernden Konstellationen aufeinander. ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart ist eine Veranstaltung von Musik der Jahrhunderte in Zusammenarbeit mit dem SWR.
>>> Programmheft als Download

www.eclat.org

Ensemble Modern © Vincent Stefan

Frankfurt

Cresc... Biennale für aktuelle Musik Frankfurt Rhein MainHUMAN_MACHINE
28.2. – 7.3.2020

Soziale Netzwerke kennen uns besser als wir uns selbst. Intelligente Schach-Algorithmen übertreffen nach kurzem Training jeden Großmeister. Genom-Editierungsverfahren erlauben Eingriffe ins menschliche Erbgut. Das digitale Maschinenzeitalter stellt unser Menschenbild zunehmend infrage. Unter dem Titel HMAN- MACHINE spürt die cresc... an zwei Wochenenden der Faszination nach, die das Verhältnis von Menschen und Technologie auf eine Vielfalt von Spielarten aktueller Musik ausübt. Zeitgenössische Musik trifft auf Heavy Metal, Noise, Turntablism und Live-Elektronik. Das internationale Kompositionsseminar befasst sich in Uraufführungen junger Komponist*innen mit dem Spannungsfeld zwischen Menschen und Maschine. Begegnungen unterschiedlichster ästhetischer Welten werden eröffnet.

www.cresc-biennale.de

ohannes Maria Staud © Priska Ketterer

Salzburg (A)

aspekteSalzburg
Festival für Musik unserer Zeit
25. – 29.3.2020

Die aspekte zählen zu den ältesten Festivals für Neue Musik in Österreich. Mehr als 40 Jahre Innovation und eine Begegnung mit dem Neuen auf hohem interpretatorischem Niveau. Die aspekte zeigen, dass in Salzburg nicht nur das Traditionelle, sondern auch Zeitgenössisches seinen Platz hat. Die internationale Begegnung, die Berücksichtigung interdisziplinärer Entwicklung der Künste, das Präsentieren von noch nicht etablierten Konzepten aus aller Welt ist in allen Programmen des Festivals zu finden. Composer in residence 2020 ist Johannes Maria Staud: Der österreichische Star-Kom- ponist hat im Herbst 2018 seine Lehrtätigkeit als Kompositionsprofessor an der Universität Mozarteum aufgenommen. Ihm soll nun ein aspekte-Fokus gewidmet werden, der sein Werk in seinen unterschiedlichen Facetten beleuchtet. Geplant ist neben Kammermusik das Werk „Oskar (Towards a Brighter Hue II)“ für Violine, Streichorchester und Schlagwerk.

www.aspekte-salzburg.com

Anna Clementi, Mitglieder des European Music Projects bei der Aufführung eines Werks von Stepha Schweiger. Foto: Michele Ucchedu

Ulm

KlangHaus Ulm
Monte Verità
16. – 24.4.2020

Der „legendäre Berg der Wahrheit“, jener Hügel über Ascona im südschweizerischen Tessin, war zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Mekka für progressive Künstler, Philosophen und Weltverbesserer. Der Monte Verità steht beim Neue-Musik-Festival im Ulmer Stadthaus, das 2020 erstmals unter seinem neuen Namen „KlangHaus“ stattfinden wird, als Bild und Synonym für visionäre Ansätze und Tendenzen in gegenwärtiger Musik. Nicht nur die Auswahl der Musikstücke, sondern auch die dramaturgische und räumliche Gestaltung des Festivals ranken sich um den Wunsch, notwendiges, neues ge- sellschaftliches Bewusstsein mithilfe künstlerischer Arbeit zu propagieren und mitzugestalten. Die künstlerische Leitung liegt in den bewährten Händen von Jürgen Grözinger.

Stadthaus Ulm
www.stadthaus.ulm.de

Frankfurt

Brian Ferneyhough 2019
als Stiftungsprofessor an der HfMDK

Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt richtet ab 2019 mithilfe der 2016 gegründeten HfMDK-Stiftung eine Stiftungsprofessur „Komposition“ ein. Renommierte Komponistinnen und Komponisten kommen für ein Jahr nach Frankfurt, um mit Studierenden aller Fachbereiche zu arbeiten. Instrumental-Workshops stehen dabei genauso auf dem Programm wie Lectures und öffentliche Aufführungen, Gesprächsrunden und Symposien.
2019 wird der 1943 in Großbritannien geborene Brian Ferneyhough als erster diese Gastprofessur innehaben und für drei große ProjektInseln im Januar, Mai und November an die HfMDK kommen. Ferneyhoughs Name ist untrennbar verbunden mit dem Begriff „Neue Komplexität“, und seine Werke, die weltweit auf den Podien der Festivals zu finden sind, stellen höchste spieltechnische Anforderungen. Neben seiner herausragen- den Bedeutung als Komponist, als der er 2007 den Ernst von Siemens Musikpreis für sein Lebenswerk erhielt, zählt Ferneyhough aber auch zu den wichtigsten Kompositionslehrern seiner Generation. Er unterrichtete Komposition in Freiburg, Mailand, Den Haag sowie San Diego und Stanford. Bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt ist Ferneyhough seit 1976 regelmäßig als Dozent zu Gast.
www.hfmdk-frankfurt.de #hfmdkfrankfurt