Esch2022

Synaesthesia. Wie kann Jazz aussehen?

Multimediakünstler Émile V. Schlesser und das Jazz-Trio Reis-Demuth-Wiltgen präsentieren im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Esch2022 eine immersive audiovisuelle Jazz Erfahrung: Synaesthesia

Am Wochenende vom 25. bis zum 27. November können Besucherinnen und Besucher Teil eines einzigartigen, immersiven Jazz-Events von Esch2022 im Kulturzentrum opderschmelz in Düdelingen werden. Das Live-Erlebnis mit holographischer 360-Grad- Videoprojektion nimmt Gäste auf eine musikalische und visuelle Reise mit, die alle Sinne berühren soll.

Durch die Live-Übersetzung der Musik in Farbe, Form und Bewegung, wagen die vier Künstler den Spagat zwischen verschiedenen Kunstformen. Eine audiovisuelle Erfahrung, die wie eine Mischung aus Konzert, Kunstinstallation und Filmprojektion scheint, aber in Wirklichkeit weder noch ist.

>>> zum Interview mit Émile V. Schlesser

Freitag, 25. November : 20:00 Uhr / 22:00 Uhr
Samstag, 26. November : 18:00 Uhr / 20:00 Uhr / 22:00 Uhr
Sonntag, 27. November : 16:00 Uhr / 18:00 Uhr / 20:00 Uhr

Foto © Martine Pinnel


München, Konstanz, Heinsberg, Nürnberg

„CAMILLE CLAUDEL“ – an Inner Opera by Steffen Schorn

In den Jahren 2023 und 2024 wird die internationale Kunstwelt der größten Bildhauerin des ausgehenden 19. Jahrhunderts gedenken: Camille Claudel. Im Jahr 2023 vor 80 Jahren gestorben, wird auch das Jahr 2024 in Erinnerung an ihren 160. Geburtstag reichlich Anlass geben, ihre sagenhafte Kunst zu feiern. Der deutsche Komponist und Multiinstrumentalist Steffen Schorn bereitet seit einigen Jahren eine große abendfüllende Komposition zu Ehren der französischen Künstlerin vor, die bereits in diesem Jahr ihre CD-Einspielung erfahren wird. Wir haben uns mit Schorn über das hochambitionierte Projekt unterhalten.

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Christine Sciulli Ferment, 2022 Nylon-Netz & Licht Installationsansicht HYPERsculptures, Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna © Christine Sciulli, Foto: Leonhard Lang

Neuss

HYPERsculptures
4.11.2022 – 30.4.2023

HYPER! Der aus dem griechischen stammende Begriff trägt das Übermaß in sich. Was „hyper“ ist, ist mehr als normal, ja sogar ein Zuviel von etwas. In der Überschreitung des normalen Maßes, in der Veränderung der Größenverhältnisse liegt in der Kunst seit jeher eine besondere Kraft. Das „Hyper“ im Titel der Ausstellung „HYPERsculptures“ umfasst eine Vielzahl von Bedeutungsebenen. Neben der außergewöhnlichen Größe der Kunstwerke bezieht sich „hyper“ auch auf die neuesten, innovativen Multimedia-Technologien, derer sich die ausstellenden Künstler:innen für ihre Lichtskulpturen bedienen.

Die Ausstellung vereint raumfüllende, internationale Werke: große Lichtskulpturen, die allesamt ein intensives Eintauchen in die Kunst ermöglichen. Die Auflösung der Distanz zwischen Betrachter:in und dem Kunstwerk ist das gemeinsame, leuchtende Band aller „HYPERsculptures“. In Unna kann man erleben, wie Licht wirkt, die Wahrnehmung lenkt und Räume vollkommen neu definiert. Die Werke der Ausstellung werden je einen Raum von 20×6 Metern in Anspruch nehmen und den Besucher:innen unvergessliche und nachhaltig beeindruckende Erfahrungen möglich machen. Ein Werk–Light Phenomena von Giny Vos–entsteht im Außenraum auf dem Platz vor dem Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna.

„HYPERsculptures“ stellt auch die essenzielle, ganz gegenwärtige Frage nach der Bedeutung von Überschreitung und Übermaß angesichts des aktuell so gegenwärtigen Themas der Energieknappheit und des Klimawandels. John Jaspers, Direktor des Zentrums für Internationale Lichtkunst Unna, sieht Lichtkunst als Treiber für Innovation und Entwicklung nachhaltigerer Technologien. Präsentationen von zeitgenössischer Lichtkunst gehören–verglichen mit anderen Genres der Kunst–zu den sparsamsten Ausstellungen überhaupt.

Zentrum für Internationale Lichtkunst e.V. | www.lichtkunst-unna.de

© Sydney Smith / AKJ


DIE SIEGER DES DEUTSCHEN JUGENDLITERATURPREISES 2022

Am 21. Oktober 2022 wurden auf der Frankfurter Buchmesse die Gewinner:innen des Deutschen Jugendliteraturpreises bekannt gegeben. Die Siegertitel des Deutschen Jugendliteraturpreises beschäftigen sich mit den Grundfragen des menschlichen Zusammenlebens. Sie stehen für demokratische Werte und die Kraft der Erinnerung.

Die Kritikerjury prämierte das je beste Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch, die Jugendjury kürte ihren Gewinner mit dem "Preis der Jugendjury" und die Sonderpreisjury vergab die Sonderpreise "Gesamtwerk" und "Neue Talente" im Bereich Illustration.

Preisträger der Kritikerjury in den Kategorien Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch sowie "Preis der Jugendjury"

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© Franck Tomps

ESTUAIRE, EIN BEISPIELHAFTER KUNSTPARCOURS:
Ein Museum unter freiem Himmel

Während einige Werke nur für die Dauer einer Saison präsentiert wurden, bilden andere eine Sammlung unter freiem Himmel, die das ganze Jahr über zu besichtigen ist. Von Nantes bis Saint-Nazaire vereint dieser Parcours auf 60 km entlang der Loire großdimensionierte Werke, Skulpturen und erstaunliche Architektur, die die Signatur von international renommierten Künstlern tragen. Diese Installationen sind vor Ort entstanden und auf dem Wasser- oder Landweg (zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Auto) zu erreichen. Sie zeigen eine bislang unbekannte Loire-Mündung, die von Naturgebieten, Sumpf, Fischgründen und Industrielandschaften durchzogen ist. Estuaire-Schifffahrten zwischen Nantes und Saint-Nazaire werden von April bis Oktober angeboten. Die ca. dreistündige Besichtigungstour wird von einem Kunstkenner begleitet.

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AUSSTELLUNGSPLAKAT OTL AICHER 100 JAHRE 100 PLAKATE HFG-ARCHIV

Ulm

100 Jahre 100 Plakate
26. März 2022 bis 08. Januar 2023

Mit der Ausstellung "Otl Aicher 100 Jahre 100 Plakate" würdigt das HfG-Archiv / Museum Ulm den diesjährigen 100. Geburtstag dieses großen Gestalters, der am 13. Mai 1922 in Ulm-Söflingen geboren wurde, und präsentiert eine Auswahl von 100 Plakaten als eines der zentralen und prägendsten Medien in dessen umfangreichen Werk. Schon im August 1945 entstanden erste Plakate. Sie machten auf die Vorträge aufmerksam, die Otl Aicher organisierte, um das geistige und kulturelle Leben in Ulm neu zu beleben. Von dieser Zeit an bis zum Tod 1991 entwarf der Gestalter zahllose Plakate. 1954 erhielt er den Prix d'Honneur der Triennale Mailand. Im selben Jahre kaufte dasMuseum of Modern Art, New York, eines seiner Plakate an. Im Sommer 1959 stellte er Plakate und Fotografien im Museu de Arte Moderna do Rio de Janeiro aus.  Otl Aicher gestaltete nicht nur im Bereich der Grafik. Er schrieb, er unterrichtete, er philosophierte. Vor allem war er immer ein politisch denkender und agierender Mensch. Alle diese Themen finden ihren Niederschlag in Plakaten, die er für ganz unterschiedliche Zwecke gestaltete. Die Bedeutung Otl Aichers für die Designgeschichte im 20. Jahrhundert ist dabei unbestritten: Er war einer der Mitbegründer der Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG Ulm); mit den Erscheinungsbildern für die Deutsche Lufthansa oder die XX. Olympischen Spiele 1972 in München legte er wegweisende Entwürfe vor. Sie haben bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Für Otl Aicher hatte das Plakat eine klare Aufgabe: „ein plakat ist ein kommunikationsobjekt und kein kunstobjekt und hat zuerst die funktion zu erfüllen, verstanden zu werden, quer durch die gesellschaft hindurch“.

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