Frankfurt

World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026
Looking forward – das Morgen gemeinsam gestalten

Von Januar bis Dezember 2026 lädt die Region Frankfurt RheinMain als offizielle World Design Capital 2026 dazu ein, das Thema Design in all seinen Facetten zu erleben. Rund 2000 Projekte und Events, die in Zusammenarbeit mit ca. 400 Kooperationspartnern konzipiert und umgesetzt werden, warten auf die Menschen aus dem RheinMain-Gebiet sowie auf ein internationales Publikum. Die vielseitigen Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops und Mitmachaktionen stehen alle unter dem Motto Looking forward – das Morgen gemeinsam gestalten.

Die gesamte Region beschäftigt sich zwölf Monate lang mit einigen der großen Fragen unserer Zeit: Wie müssen öffentliche Räume konzipiert sein, damit sie einen Mehrwert für die Gesellschaft bieten? Wie können Architektur, Mobilität oder die Digitalisierung zu mehr Lebensqualität beitragen? Und welche Rolle spielt Design eigentlich für eine lebendige Demokratie? Das vielseitige und umfangreiche Programm der World Design Capital 2026 wird entsprechende Antworten aufzeigen. Gezielt entwickelte WDC-Events bilden als Säu- len des Programms einen roten Faden durch das WDC-Jahr. Ergänzt werden diese durch zahlreiche Projekte, welche von großen und kleinen Kooperationspartnern wie Museen, Hochschulen, Stiftungen, Unternehmen, Initiativen und Vereinen initiiert werden. Vom World Design Street Festival 2026 Module auf dem Kulturcampus Frankfurt Bockenheim über interkulturelle Kunstworkshops im Ledermuseum Offenbach bis zur Ausstellung „A Step Ahead – Mathildenhöhe Darmstadt at 125“, mit der das 125-jährige Jubiläum des UNESCO-Welterbes Mathildenhöhe in Darmstadt gefeiert wird.

Das übergeordnete Ziel ist, dass die Veranstaltungen und Projekte Design als Werkzeug für gesellschaftlichen Wandel erlebbar machen und so über das Jahr hinaus eine nachhaltige Wirkung für die Region Frankfurt RheinMain entfalten. Darüber hinaus geht es darum, das Gestaltungspotenzial von Frankfurt RheinMain sichtbar werden zu lassen und die unterschiedlichen Akteur:innen langfristig miteinander zu vernetzen.

www.wdc2026.org/de

Charlotte Perriand lying on the Chaise longue basculante by Le Corbusier, Pierre Jeanneret, Charlotte Perriand, 1928, Archives Charlotte Perriand © FLC, VG Bild-Kunst. Bonn 2025

Krefeld

Charlotte Perriand
L’Art d’habiter / Die Kunst des Wohnens
2.11.2025 - 15.3.2026

Mit der Ausstellung L'Art d'habiter / Die Kunst des Wohnens widmen die Kunstmuseen Krefeld der französischen Architektin und Designerin Charlotte Perriand (1903-1999) die erste umfassende Retrospektive in Deutschland. Als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten aus dem Umfeld Le Corbusiers prägte sie das moderne Wohnen durch ihre Verbindung von innovativer Gestaltung mit positivem sozialem Wandel.

Die Schau entsteht in enger Zusammenarbeit mit den Archives Charlotte Perriand und wirft einen Blick auf Perriands Lebenswerk aus der Perspektive der Raumkunst. Von ihren frühen ikonischen Stahlrohrmöbeln über die experimentellen Minimalbehausungen der Zwischenkriegszeit, die modularen Aufbewahrungssysteme der Nachkriegsjahre bis hin zu ihrem Gesamtkunstwerk – dem alpinen Skigebiet Les Arcs – präsentiert L’Art d’habiterPerriands gestalterisches Programm und ihr gesellschaftliches Engagement durch das Design von Lebensräumen. Ihr Werk erweist sich dabei als bemerkenswert aktuell – nicht nur im Hinblick auf zeitgenössische Architektur- und Designfragen, sondern auch angesichts drängender ökologischer und sozialer Herausforderungen.

Als Hauptaustellung des Jahres 2025 wird die Ausstellung im Kaiser Wilhelm Museum (KWM) sowie in den von Ludwig Mies van der Rohe gebauten Häusern Lange und Esters zu sehen sein. An diesen drei Ausstellungsorten entfaltet sich ein facettenreiches und lebendiges Bild von Charlotte Perriands Schaffen. Im Zentrum steht ihr Dialog mit der Umwelt, der Natur, fremden Kulturen, ihre politische Haltung sowie ihr reflektiertes Verhältnis zum Traditionshandwerk im Spannungsfeld industrieller Produktion. Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung Perriands Auseinandersetzung mit Fotografie und Fotomontage – Medien, mit denen sie die soziale Dimension ihres künstlerischen Denkens vertiefte.

Eine Ausstellungskooperation der Kunstmuseen Krefeld mit dem Museum der Moderne Salzburg und der Fundació Joan Miró, Barcelona.

Kunstmuseen Krefeld | www.kunstmuseenkrefeld.de

Ausstellungssujet RDM 70-Jahre-Design

Essen

70 Years of Design – Masterpieces Selected by Peter Zec
7.10.2025 – 1.2.2026

Anlässlich seines 70-jährigen Jubiläums blickt das Red Dot Design Museum auf seine bewegte Geschichte zurück, die 1955 mit der „Ständigen Schau formschöner Industrieerzeugnisse“ in Essen begann. „70 Years of Design – Masterpieces Selected by Peter Zec“ versammelt Produkte aus sieben Jahrzehnten, die für wegweisendes Design und gestalterische Qualität stehen.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO von Red Dot und seit 34 Jahren an der Spitze des Design Zentrums Nordrhein Westfalen, der Institution hinter dem Museum. Seine persönlichen Kommentare und fachlichen Einordnungen machen die Präsentation zu einem Plädoyer für Qualität und Konsequenz in der Gestaltung.

Am 5. Oktober 1955 wurde die „Ständige Schau formschöner Industrieerzeugnisse“ im Kleinen Haus der Essener Villa Hügel eröffnet. Zehn Jahre nach Kriegsende war sie Teil einer Imagekampagne des Stahlherstellers Krupp, vor allem aber sollte sie die Aufmerksamkeit der deutschen Wirtschaft auf das Thema „gute Gestaltung“ lenken. In den folgenden Jahrzehnten wechselten sowohl Leitung als auch Standort der jährlichen Ausstellung und der dahinterstehenden Institution – zunächst „Industrieform e. V.“, später „Design Zentrum Nordrhein Westfalen“ – mehrfa


Ausstellungsansicht © reddot design museum

Für diese Ausstellung hat Zec eine sehr persönliche Auswahl an Produkten aus den letzten 70 Jahren getroffen, die ihn im Laufe seines Lebens geprägt und begleitet haben. Die mehr als 60 Exponate nehmen Besucherinnen und Besuchern mit auf eine Reise durch die Designgeschichte von den 1950er Jahren bis heute. Sie zeigen, wie sich Form, Funktion und gesellschaftliche Bedeutung von Produkten in sieben Jahrzehnten verändert haben.

reddot design museum | UNESCO-Welterbes Zollverein in Essen | www.red-dot-design-museum.de/essen