Akris, Giorgio Morandi, Werbekampagne, Frühling/Sommer 2005 © Foto: Akris

St. Gallen (CH)

Akris: St.Gallen,
selbstverständlich
bis 10.3.2024

Wenn es ein Modehaus gibt, in dem Stoff und Stadt verwurzelt sind, dann bei Akris in St.Gallen, der Stadt der Stickerei. Seit 100 Jahren pflegt das einzige Schweizer Modeunternehmen mit Mitgliedschaft in der Fédération de la Haute Couture et de la Mode seinen geografischen Ursprung. Die Ausstellung «Akris: St.Gallen, selbstverständlich» verortet eben darin die eigene Handschrift des

Hauses, gibt Einblick in die enge Zusammenarbeit zwischen dem Modehaus und der St.Galler Textilindustrie und präsentiert jene Kollektionen, in denen das Lokale zur Referenz wird.

Textilmuseum St.Gallen | www.textilmuseum.ch

Philip Riches, Performance of Sculptures Haute Couture, S/S 2016 © Philip Riches

München

VIKTOR&ROLF
Fashion Statements
23.2. – 6.10.2023

Die Kunsthalle München zeigt die erste große Retrospektive des niederländischen Designerduos Viktor&Rolf in Deutschland. Mit atemberaubender Virtuosität loten Viktor Horsting und Rolf Snoeren seit über 30 Jahren immer wieder die Grenzen zwischen Couture und Kunst aus. Ihre Meisterwerke wurden von Künstler:innen wie Madonna, Tilda Swinton, Lady Gaga, Doja Cat und Cardi B getragen sowie in Ballettproduktionen und in einer Oper, unter Regie von Robert Wilson, in Szene gesetzt. Rund 100 der kühnsten Stücke des ebenso visionären wie leidenschaftlichen Duos werden nun in einer spektakulären Inszenierung erlebbar gemacht. Viele Kreationen sind zum ersten Mal ausgestellt – zusammen mit zahlreichen Videos, Skizzen und handgefertigten Porzellanpuppen, die mit den ikonischen Kreationen der Designer gekleidet sind, sowie mit Werken von renommierten Foto-Künstler:innen wie Andreas Gursky, Ellen von Unwerth oder Herb Ritts.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit Thierry-Maxime Loriot entwickelt, der bereits die aufsehenerregenden Schauen Jean Paul Gaultier. From the Sidewalk to the Catwalk (2015), Peter Lindbergh. From Fashion to Reality (2017) und Thierry Mugler. Couturissime (2020/21) kuratierte.

Kunsthalle München | www.kunsthalle-muc.de


Ellen von Unwerth, Suite Haute Couture, Paris, Town & Country, 2023, Late Stage Capitalism Waltz Haute Couture, S/S 202 © Ellen von Unwerth

Diverse Orte in Europa

Jean Paul Gauthier`s Fashion Freak Show

Exzentrisch, skandalös, provokant, überschwänglich und witzig wie immer: Jean Paul Gaultiers umwerfende Kreation Fashion Freak Showist auf Welttournee. Die Produktion, eine explosive wie geniale Mischung aus Revue und Modenschau, führt den Zuschauer durch das unglaublich turbulente, aufsehenerregende Leben von Jean Paul Gaultier und streift dabei die bedeutendsten politischen wie kulturellen Veränderungen seiner Generation. Die Show kommt mit einer wahren Armada von legendären Hits daher - von Disco bis Funk, von Pop bis Rock, von New Wave bis Punk - der explosive, energiegeladene Soundtrack repräsentiert den Sound der Künstler, die den Designer sein Leben lang inspiriert haben.

In dieser außergewöhnlichen Produktion stehen großartige Schauspieler zusammen mit exzellenten Tänzern und fabelhaften Zirkusartisten auf einer Bühne - die Bandbreite an extravaganten, leidenschaftlichen, überlebensgroßen, provokanten, sexy und frechen Kreaturen und Persönlichkeiten ist schier überwältigend. Als Autor, Regisseur und Kostümbildner wirft Jean Paul Gaultier mit der „Fashion Freak Show“ einen ebenso verblüffenden wie liebevollen Blick auf unsere Zeit und lädt uns ein, einen exklusiven Blick hinter die Kulissen seiner Welt voller Exzess, Poesie und Magie zu werfen. Von Disco bis Punk, von Pop bis Rock und von New Wave bis Funk - Fashion Freak Show präsentiert eine fulminante Playlist mit Hits, die den Künstler ein Leben lang inspiriert haben.

Mailand (I) Teatro Arcimboldi 7 - 24. März 2024 | Barcelona (E) Teatro Coliseum 4 - 21. April 2024 | Wien (A)Wiener Stadthalle 10 - 14 Juli 2024 | Köln (D) LANXESS Arena 17 - 21 Juli 2024 | Amsterdam (NL) Koninklijk Theater Carre 24 - 28 Juli 2024 

www.jpgfashionfreakshow.com

Selbstporträt mit Catherine Deneuve. Ursula Rodel entwirft in verschiedenen Filmen die Garderobe von Catherine Deneuve. Die beiden Frauen freunden sich an, verbringen die Ferien miteinander und Rodel kreiert auch privat Kleider für ihre Freundin. Sofortbi

Zürich (CH)

Wild und schöm – Mode von Ursula Rodel
21.7.2023 – 31.3.2024

Ursula Rodel gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Modepionierinnen der Schweiz. In ihrem Schaffen verschmolzen Mode, Design und Kunst zu einem Leben voller Extreme. Ursula Rodel wuchs am Hallwilersee in einer Hotelierfamilie auf. Nach Ausbildungen an der Textilfachschule Wattwil und an der School of Fashion in London zog Ursula Rodel als Stylistin nach Zürich. Hier war die Welt im Aufbruch, hier vermischten sich Punkattitüden und Modetrends, hier begann der Aufstieg der jungen Modedesignerin zur international gefragten Kostümbildnerin.

Nach der Gründung ihres eigenen Modelabels 1972 – eines der ersten Prèt-à-Porter-Labels der Schweiz – begannen die Verflechtungen mit der internationalen Filmszene. Die Aargauerin stattete Filme von Daniel Schmid oder Claude Berri aus oder kümmerte sich um die perfekte Erscheinung von Catherine Deneuve. Die Verbindung mit der französischen Schauspielerin entwickelte sich rasch von einer beruflichen Beziehung zu einer privaten Freundschaft. Der Kontakt zum internationalen Jetset stieg der Modedesignerin jedoch nicht zu Kopf. Im Gegenteil, Ursula Rodel blieb sich ein Leben lang treu und schaffte den Spagat zwischen Glamour und Unkonventionalität, zwischen harter Arbeit und einem wilden Leben, zwischen klassischen Modeidealen und -statements für die emanzipierte, berufstätige Frau.

Das Landesmuseum Zürich taucht tief in die 1970er-Jahre ein. In die Jahre des Aufbruchs, der Gegensätze und der modischen Weichenstellungen für die Zukunft. Es sind auch die wilden und temporeichen Jahre der Ursula Rodel.

Landesmuseum Zürich | www.nationalmuseum.ch


Inspiration Elvis. Das maskuline Frauenhemd ist von der Kleidung des Rockidols Elvis Presley inspiriert. Die Zeichnung gibt einen wilden, androgynen Look einer unabhängigen Frau wieder. Kollektionszeichnung von 1981.© Schweizerisches Nationalmuseum

Jacke AW Collection 2008/09 von Maison Martin Margiela, Martin Margiela (* 1957) MK&G, Eigentum der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen, Foto: Alisa Reutova

Hamburg

I.M. POSSIBLE
Alles ist erlaubt!
7.7.2023 – 6.7.2024

Seit Mitte der 1970er Jahre entwickeln europäische und japanische Designer*innen Mode, die mit klassischen Vorstellungen von schöner Gestaltung bricht und Gesetze der Modeindustrie unterläuft. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) präsentiert in der Ausstellung „I.M POSSIBLE – Alles ist erlaubt!“ rund 20 Exponate von international bekannten Designer*innen wie Vivienne Westwood, Martin Margiela und Iris van Herpen, deren rebellischen Entwürfe die Mode dekonstruieren und vielfältige Möglichkeiten der Selbstdarstellung durch Kleidung eröffnen. Die Ausstellung wird während der Laufzeit regelmäßig durch wechselnde Arbeiten junger Modedesigner*innen bereichert.

Mit „I.M POSSIBLE“ präsentiert Bisrat Negassi ihre erste Ausstellung als neue Leiterin der Sammlung Mode und Textil am MK&G. Neben der Diversifizierung des Sammlungsbereichs sieht sie auch das Thema Nachhaltigkeit als eine ihrer Hauptaufgaben: „Mode ist nicht nur ein Stück Stoff oder Trend, sie ist die tägliche Geschichtsschreibung unseres Daseins. Sie bietet Schutz und Kraft, sie verleiht Identität und bedeutet für jede*n noch so viel mehr. Die Direktheit der Mode, die Seelen berührt, Menschen bestärkt und Gesellschaften verändert, die interessiert mich“.

Museum für Kunst & Gewerbe | www.mkg-hamburg.de