John-Neumeier © Kiran West

Baden-Baden

The World of John Neumeier
30.9. - 9.10.2022

Die Partnerschaft, die das Festspielhaus Baden-Baden und John Neumeier verbindet, währt nun länger als zwei Jahrzehnte. Diese Zusammenarbeit wurde in der vergangenen Spielzeit beträchtlich erweitert. Entstanden ist ein Festival, in dem John Neumeier sein umfassendes Verständnis von Tanz präsentiert – im Zentrum auch 2022 wie stets das Hamburg Ballett. Für das von ihm initiierte Bundesjugendballett kreiert John Neumeier das neue Werk „Die Unsichtbaren“. Darin erinnert der Choreograph an Tänzer und Choreographen der 1920er- und 1930er-Jahre und gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus. Die Erweiterung des Festivals in die Stadt hinein symbolisiert John Neumeiers Wunsch, durch Tanz mit der Welt in Verbindung zu treten. Die Welt des Tanzes wird in Gestalt weiterer Gäste nach Baden-Baden kommen, und die Festspielstadt verwandelt sich in eine Tanzstadt, hat John Neumeier gesagt. Das klingt verheißungsvoll.

https://festivals.festspielhaus.de/the-world-of-john-neumeier/

DOXS_Z.trone © Milad Ahmadvand

Winterthur (CH)

30. Tanzfestival Winterthur
18. – 26.11.2022 Theater am Gleis

Das 30. Tanzfestival Winterthur zeigt vom 18. – 26. November 2022 eine Vielzahl von Stücken, die in der Region noch nie zu sehen waren. Gleichzeitig lädt es lokale Choreograf:innen ein, das Festival zu begleiten.  Das Tanzfestival Winterthur hat es sich zum Ziel gesetzt, ein grosses Spektrum des zeitgenössischen Tanzes einem breiten Publikum näher zu bringen. Das Programm 2022 bietet eine spannende Mischung aus etablierten Choreograf:innen und vielversprechenden Newcomer:innen aus dem Raum Winterthur, der Schweiz und aus Europa. Mit dem «Intro» Format unterstützt das Festival lokale Choreograf:innen, indem es ihnen die Möglichkeit gibt, ein Kurzstück zu gestalten und auf der Bühne zu präsentieren.

Das Tanzfestival Winterthur zeigt 2022 eine spannende Mischung aus etablierten Choreograf:innen und vielversprechenden Newcomer:innen aus dem In- und Ausland. Im Jubiläumsjahr beschäftigt sich die neue Co-Leitung mit der Zukunft der Kultur: Hierarchische Strukturen werden aufgebrochen und das Festival soll nachhaltiger wirken. Das Tanzfestival verzichtet zum Beispiel dieses Jahr gänzlich auf Flugreisen.

www.tanzfestivalwinterthur.ch

Dominic McAinsh © Andrea D’Aquino.

Pforzheim

NUREJEW

TANZ THEATER PFORZHEIM – unter diesem Namen startet das frühere Ballett Theater Pforzheim unter der künstlerischen Leitung von Guido Markowitz in seine neue, insgesamt achte Spielzeit. Verbunden mit der Namensänderung sind neue und mehr Premierentermine für den Tanz am Theater Pforzheim. Am Freitag, 14. Oktober um 19.30 Uhr erfolgt die erste Uraufführung im Großen Haus: NUREJEW, in der Inszenierung und Choreografie von Guido Markowitz gemeinsam mit Damian Gmür, ist dem charismatischen Ausnahme-Tänzer, Rebell und Erneuerer Rudolf Chametowitsch Nurejew gewidmet, der als erster russischer Tänzer aus der damaligen Sowjetunion geflohen war.

Uraufführung 
am Freitag, 14. Oktober 2022 um 19.30 Uhr
im Großen Haus des Theaters Pforzheim
Weitere Vorstellungen 
am 19., 26., 30. Oktober, 4., 5., 27. November, 14. Dezember 2022, 12., 17. und 22. Januar 2023, jeweils mit dramaturgischer Einführung 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Öffentliche Backstage-Führung mit dem Tanzchef jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

www.theater-pforzheim.de

© SWR

„Dance around the world“ mit Eric Gauthier

Hochkultur modern, emotional und unterhaltsam. „Dance around the world“ hat den charmanten Charakter eines getanzten Roadmovies: Im Rahmen des ARD-Kultursommers zeigt die ARD-Mediathek ab 8. August 2022 exklusiv drei Folgen der Reihe. Die ARD-Mediathek zeigt ab 8. August drei Folgen aus Tel Aviv, Sankt Petersburg und den Niederlanden im Rahmen des ARD-Kultursommers

Folge 1 Tel Aviv“
Folge 2 Sankt Petersburg
Folge 3 Niederlande

Pina Bausch in Café Müller 2006 Foto: © Ursula Kaufmann

Ulm

Getanzte Augenblicke
Pina Bausch fotografiert von
Ursula Kaufmann
11.6. – 18.9.2022

Niemand hat das experimentelle Tanztheater so entscheidend geprägt und bekannt gemacht wie die Tänzerin und Choreografin Pina Bausch (1940–2009). Die Essener Fotografin Ursula Kaufmann (*1946), begleitete die deutsche Tanz- legende und ihr Tanztheater Wuppertal über Jahrzehnte hinweg mit ihrer Kamera. Kaufmann ist heute international als Tanz- und Theaterfotografin bekannt, und der Ausgangspunkt für ihre Karriere und Begeisterung war Pina Bauschs Choreo- grafie „Das Frühlingsopfer“ zur Musik von Igor Strawinsky, die die Fotografin – damals in völlig anderem Berufsleben stehend –1975 erleben durfte.

Die Bildkraft der Choreografien und der Facettenreichtum der tänzerischen Bewegungen faszinieren sie bis heute – auch 13 Jahre nach dem Tod der großen Choreografin. „Menschliche Bewegungen einzufangen hat etwas Magisches. Man kann nicht vorausahnen, was kommt“, sagt Ursula Kaufmann über ihre Arbeit als Fotografin. „Pina Bauschs meistzitierte Aussage: ‚Mich interessiert nicht, wie Menschen sich bewegen, sondern was sie bewegt‘, übertrage ich auf meine Fotografie.“
Ihre im Laufe vieler Jahre entstandene große Hommage an die wichtigste Avantgardistin des zeitgenössischen Tanzes wurde in internationalen Ausstellungen weltweit gezeigt und kommt nun auch nach Ulm!
Kurator: Dr. Raimund Kast
>>> Flyer zur Ausstellung

www.stadthaus.ulm.de

Friedemann Vogel, Erster Solist und Kammertänzer Stuttgarter Ballett, Fotos: Helmuth Scham | www.schampus.com

Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes

Dokumentarischer Porträtfilm über den Ausnahmetänzer Friedemann Vogel am Karfreitag, 10. April 2020 im SWR Fernsehen und in der ARD Mediathek Moskaus Bolschoi Ballett, Tokios New National Theater und viele mehr – Friedemann Vogel, Erster Solist des Stuttgarter Balletts, hat die bedeutendsten Ballettbühnen der Welt erobert. An der Seite der Primaballerinen des 21. Jahrhunderts begeistert er das heimische wie das internationale Publikum. Ein deutscher Tänzer an der Spitze der Ballettwelt – eine absolute Rarität. Der dokumentarische Porträtfilm „Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes“ von Katja Trautwein begleitet den Tänzer in seinem Alltag ausgehend vom Stuttgarter Ballett über Berlin, Stockholm und Moskau bis nach Tokio. Zu sehen ist die erste Lang-Dokumentation über Friedemann Vogel in einer TV-Premiere im SWR Fernsehen am Karfreitag, 10. April 2020 um 14 Uhr und in der ARD Mediathek.

Das Stuttgarter Ballett – eine Konstante in einer sagenhaften Karriere

Mit seiner außergewöhnlich vollkommenen Körperlinie gelingt es Friedemann Vogel scheinbar mühelos das Perfektionsstreben des klassischen Balletts zu erreichen. Neben zahlreichen signifikanten Tanzpreisen und Tanzauszeichnungen, wie die Ernennung zum Dancer of the Year im Jahr 2010 sowie erneut 2019, hat ihm das Land Baden-Württemberg 2015 den Titel „Kammertänzer“ verliehen. Zu den globalen Gastspielen hält sich eine Konstante in Friedemann Vogels sagenhafter Karriere: Der gebürtige Stuttgarter ist seinen schwäbischen Wurzeln treu geblieben. Seit seinem Abschluss tanzt er in der Kompagnie der namhaftesten Balletttraditionsstätte Deutschlands – dem Stuttgarter Ballett.

Moskau – Tokio – Stockholm – Berlin … und Stuttgart

Der 60-minütige dokumentarische Porträtfilm begleitet die Koryphäe in seinem Lebens- und Schaffensalltag ausgehend von der Heimat bis auf das ganz große internationale Parkett bei der „World Ballet Stars Gala“ in Moskau und beim „World Ballet Festival“ in Tokio. An das Royal Swedish Ballet in Stockholm wird Friedemann Vogel eingeladen, um die Direktionszeit von Nicolas Le Riche zu eröffnen. Nach Berlin folgt er dem Ruf seiner langjährigen Tanzpartnerin Polina Semionova zu ihrer Gala „Polina and Friends“. Wenn er nicht selbst unterwegs ist, kommt die Weltspitze zu ihm in seine Heimat. Gemeinsam mit dem Filmteam hat der kanadische Startänzer Guillaume Côté dort an der von ihm eigens für den Schwaben kreierten Choreografie „Cadavre Exquis“ gearbeitet.

Den Moment mit voller Konzentration auskosten

Längst ist der Name Friedemann Vogel über die Grenzen der Ballettwelt hinausgeschwappt – der Ausnahmekünstler ist auch ein gefragtes Fashionfotomodel. Aber auch dabei bleibt er nach eigener Aussage stets der Tänzer, der er von Anbeginn war. Mittlerweile ist er 40 Jahre alt und feierte 2019 sein 20-jähriges Bühnenjubiläum beim Stuttgarter Ballett; für einen Tänzer ein durchaus rentenfähiges Alter. Doch Friedemann Vogel ist in Topform und denkt noch gar nicht daran, seine aktive Zeit zu beenden. Der Film folgt Friedemann Vogels Wesen im „Hier und Jetzt“ zu leben. Seine Maxime: den Moment mit voller Konzentration auskosten.

Mit: Marcia Haydée, Reid Anderson, Tamas Detrich, Nicolas Le Riche, Masashi Miura, Alicia Amatriain, Roberto Bolle, Léonore Baulac, Maria Eichwald, Guillaume Côté, Roman Novitzky, Thomas Lempertz, Volker Schlöndorff, Polina Semionova, Olga Smirnova, Macharbek Wasijew u.a.

„Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes“ ist eine Koproduktion des SWR (Südwestrundfunks) mit der Filmakademie Baden-Württemberg. Autorin ist Katja Trautwein. Betreuung des Diplom-/Abschlussfilms: Joachim A. Lang. Die Redaktion liegt bei Harald Letfuß (SWR).

Sendung:
Karfreitag, 10. April 2020, um 14 Uhr im SWR Fernsehen
Ab 9. April 2020, um 16 Uhr ein Jahr lang in der ARD Mediathek unter ARDmediathek.deAm 4. Juli 2020 um 22:55 Uhr auf 3sat