Piano Vertical 24.01.20 @ Ralf Dombrowski

München

When The Sun Stands Still
Von Sonnwende zu Sonnwende // Solstice to Solstice
bis 20. Juni 2024

Der Künstler Alain Roche spielt ein halbes Jahr lang, von Sonnwende zu Sonnwende, jeden Morgen vom Kran hängend in die blaue Stunde hinein eine Komposition. Per Live-Stream werden die Klänge Bayerns zugespielt - über hochsensible Mikrofone, die in der Fränkischen Schweiz, im Bayerischen Wald, auf der Zugspitze, bei Schloss Elmau, im Moor von Heilbrunn, auf der Stadtalm auf dem Dach des daneben gelegenen WERK3 und außerdem auf dem Aletsch Gletscher platziert sind – in der Erde, unter Baumrinden, im Wasser, im Eis, auf Bäumen... Das Erwachen der Natur – in den Tag und in den Frühling hinein – wird Teil der Komposition. Es geht um das Zyklische in der Natur, um die Vielfalt und den Reichtum unserer Landschaften, um den Schutz unserer Biotope. Und um die einzigartige Verbindung von ländlichem und urbanem Raum.

Das erste Konzert des halbjährigen Projekts, exakt zur Wintersonnwende am 22. Dezember 2023, beginnt um 6.58 Uhr und dauert bis 7.45 Uhr. Das abschließende Konzert des halbjährigen Projekts, exakt zur Sommersonnwende am 20. Juni 2024, beginnt um 3.54 Uhr, dauert 1 Stunde und zwei Minuten bis 4.56 Uhr. Die Konzerte finden bei jedem Wetter und jeder Temperatur statt. Lediglich Sturm ist ein Grund für die kurzfristige Absage. Das Publikum sitzt im Freien. Früh morgens könnten die Temperaturen im Winter frostig sein. Dagegen helfen wärmende Decken und heiße Getränke, die das Team von Werksviertel-Mitte Kunst bereithält. Für wetterfeste und warme Kleidung muss das Publikum selbst sorgen.

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Akris, Giorgio Morandi, Werbekampagne, Frühling/Sommer 2005 © Foto: Akris

St. Gallen (CH)

Akris: St.Gallen,
selbstverständlich
bis 10.3.2024

Wenn es ein Modehaus gibt, in dem Stoff und Stadt verwurzelt sind, dann bei Akris in St.Gallen, der Stadt der Stickerei. Seit 100 Jahren pflegt das einzige Schweizer Modeunternehmen mit Mitgliedschaft in der Fédération de la Haute Couture et de la Mode seinen geografischen Ursprung. Die Ausstellung «Akris: St.Gallen, selbstverständlich» verortet eben darin die eigene Handschrift des

Hauses, gibt Einblick in die enge Zusammenarbeit zwischen dem Modehaus und der St.Galler Textilindustrie und präsentiert jene Kollektionen, in denen das Lokale zur Referenz wird.

Textilmuseum St.Gallen | www.textilmuseum.ch

RENAISSANCE Foniadakis Bolero, Foto © Jeanette Bak

Stuttgart

Gauthier Dance JUNIORS//Theaterhaus Stuttgart
RENAISSANCE

Das erste Programm der Gauthier Dance JUNIORS//Theaterhaus Stuttgart heißt RENAISSANCE und feierte am 18. Januar 2024 Premiere. Es soll ein überwiegend junges Publikum Schlag auf Schlag, ohne Pause, auch im Theater in den Bann ziehen. Der Titel in Kombination mit sechs Choreographien erinnert an die Anfänge von Gauthier Dance mit Six Pack. Die Company ging 2008 ebenfalls mit sechs Tänzer:innen und sechs Stücken an den Start. Das choreographische Line-up von RENAISSANCE lässt jedenfalls keine Wünsche offen. Es besteht aus Uraufführungen von Rena Butler und Barak Marshall, sowie einer Kurzfilmpremiere von Eric Gauthier. Drei Meisterwerke machen den Abend komplett: Sharon Eyals SARA, Andonis Foniadakis’ erstaunlicher, auf Trampolins getanzter Bolero und Marco Goeckes Midnight Raga.

Mittwoch, 24. Januar 2024 um 10:30 Uhr & 20:00 Uhr / Donnerstag, 25. Januar 2024 / Freitag, 26. Januar 2024 / Samstag, 27. Januar 2024  – jeweils um 20:00 Uhr / Mittwoch, 10. April 2024 / Donnerstag, 11. April 2024 / Freitag, 12. April 2024 / Samstag, 13. April 2024 – jeweils um 20:00 Uhr / Sonntag, 14. April 2024 um 19:30 Uhr

>>> mehr Informationen und www.theaterhaus.com

Bridge of Sighs, Ducal Palace and Custom-House, Venice: Canaletti Painting / Seufzerbrücke, Dogenpalast und Zollamt, Venedig: Canaletto beim Malen, exhibited 1833 / ausgestellt 1833, Joseph Mallord William Turner (1775-1851). Tate: Accepted by the nation

München

TURNER.
Three Horizons
28.10.2023 – 10.3.2024

Joseph Mallord William Turner gilt bis heute als Erneuerer und Vorreiter der Moderne. In seinen Bildern entfaltete die Farbe eine bis dahin ungesehene Freiheit. Schon früh begann er, die Möglichkeiten der Landschaftsmalerei zu erkunden, sowohl im Studium berühmter Vorbilder wie in der direkten Auseinandersetzung mit der Umwelt. Er experimentierte mit den Konventionen der Gattung, integrierte Naturwissenschaften, Mythos, Geschichte und Zeitgeschehen. Zunehmend verschob er die Grenzen des Darstellbaren. Bald lösten sich seine Werke so deutlich von der anschaulichen Natur, dass sie in ihrer Reduktion auf Farbe, Licht und Atmosphäre die abbildende Funktion des Bildes in Frage stellten. Darin verblüfften und provozierten sie die Zeitgenossen. Die Nachwelt feierte seine erstaunliche Modernität. Die Städtische Galerie im Lenbachhaus zeigt rund 40 Gemälde sowie 40 Aquarelle und Skizzen aus allen Schaffensphasen.

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau | www.lenbachhaus.de

Brent Birnbaum. That’s what(s) he said, 2011. Neonröhre, Transformatoren, Kabel. Sammlung Schroth © Brent Birnbaum, Foto: Brent Birnbaum

Unna | Soest

ENERGY
Zentrum für Internationale Lichtkunst
ENERGIE
RAUM SCHROTH im Museum Wilhelm Morgner
25.11.2023 – 25.2.2024

Mit ENERGY | ENERGIE widmen das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna und die Stiftung Konzeptuelle Kunst mit RAUM SCHROTH im Museum Wilhelm Morgner in Soest eine gemeinsame Ausstellung der Kraft, die allem zugrunde liegt. Vom 25. November 2023 bis zum 25. Februar 2024 versammelt die Doppelausstellung energiegeladene Werke aus der Sammlung Schroth, die sich ergänzen, aufeinander beziehen und zusammenwirken.
Energie ist universell, transformativ und unendlich. Energie ist lebensnotwendig – und der Zugang zu Energie so sensibel, dass ein Mangel schnell Krisen im kleinen wie großen Maßstab auslöst. Energieverbrauch und neue Möglichkeiten der Energiegewinnung gehören zu den drängendsten Fragen unserer Zeit. Wir brauchen sie, um elementare menschliche Bedürfnisse wie Licht und Wärme zu erfüllen, aber auch, um den Alltag in allen Bereichen der Kommunikation, der Logistik oder der Wirtschaft zu bewältigen. Die Ausstellung in Unna und Soest beleuchtet verschiedene Formen von Energie, die z.B. Schaffensprozessen, Farbkontrasten oder Materialspannungen innewohnt.

www.lichtkunst-unna.de/de/museum
www.soest.de/bildung-kultur/kultur/museen/museum-wilhelm-morgner

Alice Springs, Charlotte Rampling, Paris 1982 © Helmut Newton Foundation

Berlin

Alice Springs. Retrospektive
3.6. – 19.11.2023

Am 2. Juni 2023 eröffnete die Berliner Helmut Newton Stiftung ihre neue Ausstellung „ALICE SPRINGS. RETROSPEKTIVE“. Anlässlich des 100. Geburtstag von June Newton alias Alice Springs werden über 200 Fotografien auf der gesamten Ausstellungsfläche im ersten Stock des Museums für Fotografie gezeigt.

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Foto: © Marco Sensche


Eine schicksalhafte Leidenschaft für die Posaune

Die aus Jonsdorf stammende Antonia Hausmann ist mit Talent gesegnet und begann schon früh mit der Klarinette, bevor die schicksalhafte Begegnung mit einem Holzspalter ihre Idee von einer klassischen Orchestermusikerin jäh beendete. Doch das Schicksal hatte die Rechnung ohne ihre Leidenschaft für die Musik gemacht, die auch die Kommission der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden er- kannte und ihr einen der dort sehr begehrten Studienplätze gab. Um so mehr eine Auszeichnung für die junge Antonia Hausmann, weil sie sich für die Posaune entschied, alles andere als ein Instrument für Frauen, da es bis dahin eine Männerdomäne war. Thomas Lindemann von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bezeichnete sie jüngst als Entdeckung und als neue Stimme im deutschen Jazz. Die Nominierung in der Kategorie Blechblasinstrumente zum Deutschen Jazzpreis 2023 bestätigt dies und spricht für sich.

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© Franck Tomps

ESTUAIRE, EIN BEISPIELHAFTER KUNSTPARCOURS:
Ein Museum unter freiem Himmel

Während einige Werke nur für die Dauer einer Saison präsentiert wurden, bilden andere eine Sammlung unter freiem Himmel, die das ganze Jahr über zu besichtigen ist. Von Nantes bis Saint-Nazaire vereint dieser Parcours auf 60 km entlang der Loire großdimensionierte Werke, Skulpturen und erstaunliche Architektur, die die Signatur von international renommierten Künstlern tragen. Diese Installationen sind vor Ort entstanden und auf dem Wasser- oder Landweg (zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Auto) zu erreichen. Sie zeigen eine bislang unbekannte Loire-Mündung, die von Naturgebieten, Sumpf, Fischgründen und Industrielandschaften durchzogen ist. Estuaire-Schifffahrten zwischen Nantes und Saint-Nazaire werden von April bis Oktober angeboten. Die ca. dreistündige Besichtigungstour wird von einem Kunstkenner begleitet.

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