AUSSTELLUNGSPLAKAT OTL AICHER 100 JAHRE 100 PLAKATE HFG-ARCHIV

100 Jahre 100 Plakate
26. März 2022 bis 08. Januar 2023

Mit der Ausstellung "Otl Aicher 100 Jahre 100 Plakate" würdigt das HfG-Archiv / Museum Ulm den diesjährigen 100. Geburtstag dieses großen Gestalters, der am 13. Mai 1922 in Ulm-Söflingen geboren wurde, und präsentiert eine Auswahl von 100 Plakaten als eines der zentralen und prägendsten Medien in dessen umfangreichen Werk. Schon im August 1945 entstanden erste Plakate. Sie machten auf die Vorträge aufmerksam, die Otl Aicher organisierte, um das geistige und kulturelle Leben in Ulm neu zu beleben. Von dieser Zeit an bis zum Tod 1991 entwarf der Gestalter zahllose Plakate. 1954 erhielt er den Prix d'Honneur der Triennale Mailand. Im selben Jahre kaufte dasMuseum of Modern Art, New York, eines seiner Plakate an. Im Sommer 1959 stellte er Plakate und Fotografien im Museu de Arte Moderna do Rio de Janeiro aus.  Otl Aicher gestaltete nicht nur im Bereich der Grafik. Er schrieb, er unterrichtete, er philosophierte. Vor allem war er immer ein politisch denkender und agierender Mensch. Alle diese Themen finden ihren Niederschlag in Plakaten, die er für ganz unterschiedliche Zwecke gestaltete. Die Bedeutung Otl Aichers für die Designgeschichte im 20. Jahrhundert ist dabei unbestritten: Er war einer der Mitbegründer der Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG Ulm); mit den Erscheinungsbildern für die Deutsche Lufthansa oder die XX. Olympischen Spiele 1972 in München legte er wegweisende Entwürfe vor. Sie haben bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Für Otl Aicher hatte das Plakat eine klare Aufgabe: „ein plakat ist ein kommunikationsobjekt und kein kunstobjekt und hat zuerst die funktion zu erfüllen, verstanden zu werden, quer durch die gesellschaft hindurch“.

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Kartei-Karten, Foto: Armin Herrmann / Werkbundarchiv – Museum der Dinge

Berlin

DINGE ORDNEN
bis 31.10.2022

Mit der Sonderausstellung DINGE ORDNEN will das Werkbundarchiv – Museum der Dinge ganz konkret Analogien zwischen alltäglichen Ordnungssystemen und musealen Strukturen aufzeigen.

Im Alltag sind wir bemüht, dem Chaos Einhalt zu gebieten – mittels Ordnungshelfern, Ordnungshütern und Ordnungsrastern, mithilfe von Ordnungsratgebern oder Ordnungs- coaches, Sie alle geben bestimmte Strukturierungen vor: als Kästen, Schubfächer und Schränke oder als Regeln, Koordinaten, Systeme, Auszeichnungen, Register, Anleitungen und Gebote. Die Betrachtung dieser Ordnungsvor- und -verrichtungen macht die Allgegenwart von Strukturierungsaufgaben deutlich.

Im Museum ist Ordnung ein unverzichtbarer Aspekt, vielleicht der wesentlichste. Die Ordnung der Dinge und die Ordnung des Wissens bedingen sich hier gegenseitig. Theoretische Strukturierungsmodelle lassen den praktischen Zugriff oft vergessen, der beim musealen Ordnen deutlich wird: im Sammeln, Auspacken und Sichten, Einordnen, Inventarisieren und Katalogisieren von Objekten und Dokumenten. Auf Grundlage der vergleichenden Betrachtung und Analyse, des Unterscheidens, des Trennens und Zusammenfügens agiert das Museum als eine Art „Ordnungsmaschinerie“. Eine „Ordnungsmaschinerie“, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Auftrag, einer wissenschaftlichen Systematik und dem aktuellen Wissensstand funktioniert.

Ausstellungsansicht Foto: JF/Werkbundarchiv – Museum der Dinge.

Die Sonderausstellung DINGE ORDNEN bildet einen kommentierenden Rahmen für die nach Art eines offenen Depots angelegte Dauerausstellung des Museums. Zu Beginn der Ausstellung steht die „Registratur“ – eigentlich eine Protokollinstanz für administrative Vorgänge – für den Prozess, den Objekte mit der Integration in die musealen Sammlungen durchlaufen. Im zweiten bildhaften Teil der Ausstellung steht das Museum als Behältnis im Vordergrund – symbolisiert durch Kästen mit diversen Schubladen, die zum geordneten musealen Aufbewahren genutzt werden und wurden. Diese schweren materiellen Gebilde sind mit zwei künstlerischen Installationen von Sibylle Hofter und Moritz Fehr verknüpft.

Museum der Dinge, Werkbundarchiv | www.museumderdinge.de

© ARTIS – Uli Deck

Karlsruhe

UNESCO CREATIVE CITY
OF MEDIA ARTS
Stadt Karlsruhe hat Bewerbung eingereicht

Karlsruhe will erste deutsche UNESCO Creative City of Media Arts werden. Dazu hat sich die Stadt mit Empfehlung der Deutschen UNESCO- Kommission um Aufnahme in das weltweite UNESCO Creative Cities Network (UCCN) in der Kategorie Medienkunst beworben. Mit einer Entscheidung durch die UNESCO Generaldirektion in Paris wird bis November 2019 gerechnet. Das UNESCO Creative Cities Network dient der weltweiten Vernetzung von Städten, die ihr kreatives Potenzial als strategischen Faktor der Stadtentwicklung nutzen wollen. Es verbindet aktuell 180 Städte aus 72 Ländern in sieben verschiedenen Kreativfeldern, darunter 14 Medienkunst-Städte, die Erfahrungen, Ideen und Best Practices austauschen und Kooperationen eingehen wollen.

DIE QUALITÄT DES UNVORHERSEHBAREN

Feinstes Porzellan aus der kleinen Manufaktur EIDEN

Porzellan ist ein besonderes Material. Obwohl es schwer ist, wirkt es leicht und fein. In der Ulmer Porzellan-Manufaktur entstehen anmutige Leuchten und Vasen. Jan und Dagmar Eiden, beide Designer und Keramiker sind die Persönlichkeiten, die den EIDENObjekten ganz besondere Ausstrahlung geben. Aus dem Rohstoff Porzellan entstehen Leuchten und Vasen mit Charakter, die Freude machen und Atmosphäre schaffen. Jedes Element steht für sich, hat seine Eigenartenund ist zugleich Teil eines Ensembles. Je nach Anspruch und Vorstellung.

„Lebendigkeit und Schönheit, die nicht vorrangig nach Perfektion ausgerichtet sind, sind das, was uns wichtig ist, anzieht und antreibt“, sagen Jan und Dagmar Eiden übereinstimmend. „Der Zufall bekommt bei der Herstellung seinen Platz und jedes Objekt wird dadurch individuell“. Die Form ist wichtig, Akzente werden sparsam und mit Bedacht gesetzt. Raue Oberflächen kontrastieren mit feinen Dekors oder spielen mit glasierten Elementen. Farbe ist bewusst eingesetztes Gestaltungselement. Andere Kreationen wiederum erhalten durch den bewussten Verzicht auf Dekoration ihren Charme.

www.eiden-eiden.de | www.cafe-animo.de

EIDEN – Porzellan Geschirr
Dagmar Eiden
Sterngasse 6
89073 Ulm

EIDEN – Porzellan Licht
Jan Eiden
Syrlinstraße 17 (am Karlsplatz)
89073 Ulm

Manufaktur-Café ANIMO!
Syrlinstraße 17 (am Karlsplatz)
89073 Ulm

Blick in die Dauerausstellung © Tim Schnetgoeke

Berlin

Werkbundarchiv

Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge ist ein Museum der Produktkultur des 20. und 21. Jahrhunderts, die von der industriellen Massen- und Warenproduktion geprägt ist. Kern der Institution ist das Archiv des Deutschen Werkbundes. Diese 1907 gegründete Vereinigung von Künstlerinnen und Künstlern, Industriellen, Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitikern strebte als Teil der utopischen Kulturtendenzen zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Lebensreform an. Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge steht als autonome Organisation bewusst in dieser Werkbund-Tradition und sieht seine Aufgabe gleichermaßen in deren materieller Bewahrung und wissenschaftlichen Dokumentation wie in deren zeitgenössischer Interpretation und Reflexion. Die als „Offenes Depot“ präsentierte Sammlung wird im Rahmen von Ausstellungs- projekten ständig neu befragt, weiterentwickelt und kom- mentiert.
www.museumderdinge.de