München

Refik Anadol
Digitale Datenskulptur für die Pinakothek der Moderne
14.9. - 27.11.2022

Anlässlich ihres 20jährigen Jubiläums hat die Pinakothek der Moderne den KI-Medienkünstler Refik Anadol eingeladen, eine digitale Datenskulptur zu entwickeln. Diese auf die Nordseite des Gebäudes projizierte Datenskulptur basiert auf umfangreichen Bild- und Sounddatensätzen der Pinakothek der Moderne, die ihre vier Museen für Kunst, Grafik, Architektur und Design sowie ihre Kooperationspartner zur Verfügung gestellt haben. Refik Anadol und sein Team ergänzen diese Quellen mit weiteren öffentlich zugänglichen Daten aus digitalen Archiven im Kontext der Pinakothek der Moderne.

www.pinakothek-der-moderne.de

Portrait_XO_©_Photo Credit Dan Gorelick SwinSR_square.png

Essen

blaues rauschen 2022
im digital

Digitalisierung ist das zentrale Zukunftsthema, wie die „Buzzwords“ KI, Sensorik und Robotik nahelegen. In der Kunst und der Musik gibt es aber auch starke gegenläufige Tendenzen. So erleben die Schallplatte und der analoge Synthesizer seit Jahren eine Renaissance. Blaues Rauschen bricht mit diesen Oppositionen und sucht nach Sound und Ästhetik im Dazwischen.

„Blaues Rauschen“ bringt die Vermischungen und Friktionen zwischen Digitalem und Analogem und die Verschiebung von Grenzen und Konventionen mit künstlerischen Mitteln zum Ausdruck. Das Live-Format der Festival-Bühnen ermöglicht es, die oft abstrakte künstlerische Herangehensweise sinnlich erfahrbar zu machen. Die Rezipient*innen verlassen die private Komfortzone mit den dauerhaft angeschalteten Screens und werden vor Ort zur Community der Interessierten und emotional Engagierten einer Live-Performance.

Die Programmauswahl zeigt den unterschiedlichen performativen Umgang mit diesen Verschmelzungen und Friktionen. Zusammen mit neuen Partnern und neuen Spielstätten in Essen, Herne und Gelsenkirchen laden wir an 4 Tagen und 8 Orten zu interessanten Performances ein.

www.blauesrauschen.de

Frankfurt

B3 Biennale des bewegten Bildes 2022
1. – 23.10.2022

Vom 15. bis zum 23. Oktober findet die B3 Biennale des bewegten Bildes zum 10. Mal in Frankfurt statt. Zu ihrem Jubiläum wartet die B3 mit einem umfangreichen und spannenden Programm auf. Nationale und internationale prominente Vertreter:innen der Kreativbranchen und aufstrebende Nachwuchstalente, sowie die diesjährigen Hauptpreisträger:innen präsentieren sich und ihre Werke im Filmwettbewerb, in Ausstellungen und im Konferenzprogramm der B3. Jede B3 hatte bisher einen inhaltlichen Fokus, der sich wie ein roter Faden durch das Programm zog. In diesem Jahr liegt dieser auf TRANSFORMATION. In Wortbeiträgen, Kunstwerken und Filmen beleuchten die Gäste der B3 diesen Schwerpunkt und tragen mit ihrer Interpretation von Transformation auf unterschiedlichste Weise wissenschaftlich, politisch, kulturell, philosophisch und sehr persönlich zu neuen Erkenntnissen und Sichtweisen bei.

www.b3biennale.de

Danielle Brathwaite-Shirley, SHE KEEPS ME DAMN ALIVE, 2021, Unity-Game-Installation, unbegrenzte Dauer, Farbe, Ton. Installationsansicht, WORLDBUILDING, JSC Düsseldorf. Foto: Alwin Lay.

Düsseldorf

Worldbuilding
Videospiele und Kunst im Digitalen Zeitalter
Eine Ausstellung zum 15-jährigen Jubiläum der Julia Stoschek Collection
bis 10.12.2023

Kuratiert von Hans Ulrich Obrist, eröffnete in diesem Juni die Gruppenausstellung WORLDBUILDING: Videospiele und Kunst im digitalen Zeitalter in Düsseldorf, um das 15- jährige Bestehen der JULIA STOSCHEK COLLECTION zu feiern.

WORLDBUILDING untersucht die Beziehungen zwischen Gaming und zeitbasierter Medienkunst; die Ausstellung bildet die jüngsten Entwicklungen der Bewegtbild-Kunst ab und zeigt auf wie Künstler*innen sich mit Computerspielen auseinandersetzen und diese zur Kunstform machen. Kurator Hans Ulrich Obrist formuliert es so: „2021 haben 2,8 Milliarden Menschen Videospiele gespielt – nahezu ein Drittel der Weltbevölkerung – und machten damit eine Freizeitbeschäftigung, die lange in der Nische existierte, zu einem der größten Massenphänomene unserer Zeit. Viele Menschen verbringen täglich Stunden in einer Parallelwelt und leben dort verschiedene Leben. Videospiele sind für das 21. Jahrhundert, was Kinofilme für das 20. Jahrhundert und Romane für das 19. Jahrhundert waren.“

Die Ästhetik des Gamings hielt bereits vor Jahrzehnten Einzug in die Kunst, als Künstler*innen begannen, die visuelle Sprache von Videospielen in die eigene Praxis zu integrieren, sie zu modifizieren und zu unterminieren – unter anderem um wichtige Fragen aufzuwerfen, die unsere Existenz in virtuellen Welten hinterfragt. Einige Künstler*innen äußern ihre Kritik aus dem Innern des Systems heraus und schärfen unseren Blick für die diskriminierenden Aspekte und stereotypischen Darstellungen, wie sie im kommerziellen Bereich und von der Gaming-Industrie bisweilen reproduziert werden. In jüngster Zeit gehen Künstler*innen vermehrt dazu über, die immense Popularität des Gamings affirmativ zu nutzen, um über neue Formen der Auseinandersetzung zu kommunizieren und verstärkt ins Bewusstsein der gigantischen Öffentlichkeit vorzudringen, die diese unermessliche, globale Industrie erreicht.

Von Einkanal-Videoarbeiten bis hin zu ortsspezifischen, immersiven und interaktiven Environments umfasst WORLDBUILDING mehr als dreißig Kunstwerke, die seit Mitte der 1990er-Jahre entstanden und bis hin zur Gegenwart reichen. Neben Werken aus der JULIA STOSCHEK COLLECTION – darunter einige, die speziell für die Ausstellung adaptiert wurden – werden eine Reihe neu in Auftrag gegebener Arbeiten zu sehen sein. Ein Großteil der Arbeiten, u. a. Video, Virtual Reality (VR), künstliche Intelligenz (KI) und gamebasierte Projekte, sind interaktiv und laden die Besucher*innen gezielt ein, in die Vielzahl der von den Künstler*innen realisierten alternativen Realitäten einzutauchen, deren Spektrum Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umspannt.

Julia Stoschek Collection | www.jsc.art

 

Hamburg

Digital Art Museum

Mit dem Digital Art Museum eröffnen wir 2024 Europas erstes und größtes digitales Museum in der Hamburger HafenCity mit über 7.000 Quadratmetern Grundfläche und 10 Meter hohen Decken!