Mannheim

SWR Podcast-Festival 2023
Lieblingspodcasts live erleben
12. – 14.1.2023 in Mannheim

Beim SWR Podcast-Festival 2023 können Fans ihre Lieblingspodcast-Hosts hautnah erleben – vom 12. bis zum 14. Januar 2023 mit zwölf Live-Podcasts und weiterem Programm an insgesamt vier Locations in Mannheim. Mit dabei u. a. „Gefühlte Fakten” und „Deutschland3000”.

Das SWR Podcast-Festival bringt vielseitige Protagonist:innen der deutschen Podcastlandschaft nach Mannheim – ob aus öffentlich-rechtlichen Erfolgsformaten, oder aus Geheimtipps der freien Podcastszene. Neben den Headlinern von „Gefühlte Fakten“ mit den Comedy-Autoren Christian Huber und Tarkan Bagci, „Deutschland3000“ mit der Moderatorin Eva Schulz und dem Medienpodcast „Gästeliste Geisterbahn“, bietet das SWR Podcast-Festival auch vielen weiteren großen und kleinen Podcasts eine Bühne. Dabei setzt der SWR auf eine bunte Mischung aus allen Genres: Von True-Crime bis Wissen mit dem beliebten SWR2 Podcasts „Sprechen wir über Mord?“ und „SWR2 Wissen“ über den Blaulicht-Podcast „Retterview“ bis hin zu gesellschaftskritischen Formaten und Szene-Podcasts wie „BBQ – Der Black Brown Queere Podcast“ und „njette Mädchen“. Insgesamt zwölf Podcasts werden live auf der Bühne zu sehen sein.

SWR.de/podcastfestival

© Sydney Smith / AKJ


DIE SIEGER DES DEUTSCHEN JUGENDLITERATURPREISES 2022

Am 21. Oktober 2022 wurden auf der Frankfurter Buchmesse die Gewinner:innen des Deutschen Jugendliteraturpreises bekannt gegeben. Die Siegertitel des Deutschen Jugendliteraturpreises beschäftigen sich mit den Grundfragen des menschlichen Zusammenlebens. Sie stehen für demokratische Werte und die Kraft der Erinnerung.

Die Kritikerjury prämierte das je beste Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch, die Jugendjury kürte ihren Gewinner mit dem "Preis der Jugendjury" und die Sonderpreisjury vergab die Sonderpreise "Gesamtwerk" und "Neue Talente" im Bereich Illustration.

Preisträger der Kritikerjury in den Kategorien Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch sowie "Preis der Jugendjury"

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Ausstellungsplakat

Oberhausen

Räuber Hotzenplotz, Krabat und Die kleine Hexe
Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler
18.09.2022 bis 15.1.2023

Otfried Preußler (1923–2013) zählt zu den bedeutendsten und prägendsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Neben den fantastischen und märchenhaften Geschichten, die er gekonnt zu erzählen weiß, sind es die markanten Illustrationen, die sich in das kollektive Gedächtnis mehrerer Generationen eingeschrieben haben. Das kleine Gespenst, das bei Tageslicht schwarz wird, die einhundertsiebenundzwanzig Jahre junge Hexe und der am Mühlenweiher lebende kleine Wassermann haben bis heute Einzug in viele Kinderzimmer gehalten. Verschiedene Zeichnerinnen und Zeichner haben den Figuren ihr charakteristisches und unverwechselbares Aussehen gegeben. Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, der dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verlieh.

In der Ausstellung finden auch Preußlers kuriose Wortneuschöpfungen Beachtung. Muhme Rumpumpel, Hörbe und sein Freund Zwottel zeichnen sich durch ihren sprachlich wie bildlich hohen Wiedererkennungswert aus. Preußlers Adaption der sorbischen Sage Krabat wurde 2008 erfolgreich verfilmt und ist nur ein Beispiel für die gelungene Übertragung seiner Geschichten in andere Medien.

Ludwiggalerie Schloss Oberhausen | www.ludwiggalerie.de

Hans Purrmann , Uferlandschaft bei Langenargen, um 1930 Öl auf Leinwand 66 x 82 cm, Zeppelin Museum Friedrichshafen , © VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Friedrichshafen

Beziehungsstatus: Offen. Kunst und Literatur am Bodensee
bis 6.11.2022

Der Bodensee: kreatives Sprungbrett oder seelische Tauchstation? Warum hat sich der Kunst- und Bildwissenschaftlicher Aby Warburg, während seines Aufenthalts im Sanatorium Bellevue in Kreuzlingen, mit dem Schlangenritual befasst? Wie emanzipierte sich Annette von Droste-Hülshoff am Bodensee finanziell und emotional von der Bevormundung ihrer Familie? Warum kam der Schriftsteller Norbert Jacques bei einer Schifffahrt auf dem Bodensee auf die Figur des Dr. Mabuse und wie hat die Zweckgemeinschaft der Maler Willi Baumeister und Max Ackermann funktioniert? Diese und viele weitere Fragen werden in der Ausstellung „Beziehungsstatus: Offen. Kunst und Literatur am Bodensee“ thematisiert und beantwortet.

Erstmalig wird länder- und gattungsübergreifend das wechselseitige Beziehungsgeflecht zwischen Kunst und Literatur am Bodensee vom 19. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart untersucht. Die Ausstellung zeigt, wie zahlreiche Künstler*innen und Schriftsteller*innen gemeinsame Projekte realisierten und sich gegenseitig unterstützten. Es entstanden Kooperationen für Bücher, aber auch für literarische und künstlerische Porträts. Diese neuen Synergien werden im Kontext der inspirierenden Netzwerke in die Ausstellung eingefügt.


Fritz Mühlenweg und Otto Dix , Innenhof in Allensbach, ca. 1959 Fotograf Michael Berchmann (Singen) © Nachlass Fritz Mühlenweg, Franz-Michael- Felder-Archiv, Bregenz

Rund 200 Exponate präsentiert das Zeppelin Museum und zeigt neben Werken von Otto Dix und Ernst Ludwig Kirchner auch bisher wenig bekannte Exponate von Künstler*innen, die man überwiegende wegen ihres literarischen Werks kennt: wie die Scherenschnitte von Annette von Droste-Hülshoff oder die Bodensee-Aquarelle von Hermann Hesse und die Zeichnungen von Eduard Mörike.

Zeppelin Museum | www.zeppelin-museum.de

Gewerbeschule Zürich, Schülerarbeit / Entwurf: Sophie Taeuber, Zürich, 1915, Fotografie, Vintage-Print; Baryt, 34 cm × 50 cm, Archiv Zürcher Hochschule der Künste

Zürich (CH)

Cabaret Voltaire 2022
Korrigenda:
«Ich bin wü ü ü ü ü ü ü ü tend»
Sophie Taeuber-Arp / Mai-Thu Perret 
14.10.2022 - 30.04.2023

Obwohl auf der alten 50-Franken-Note abgebildet, blieb Sophie Taeuber-Arp, wie so vielen Frauen* im Dadakreis, die Anerkennung lange verwehrt. In den letzten Jahren wurde viel unternommen, ihr Oeuvre zu würdigen, unter anderem mit der Retrospektive «Gelebte Abstraktion», die 2021 von Basel (Kunstmuseum) nach London (Tate) und New York (MoMa) wanderte. Trotzdem gilt es das komplexe Werk der Künstlerin zwischen angewandter, bildender und darstellender Kunst weiter zu ergründen. Es stellen sich viele kunsthistorische und kulturanalytische Fragen, die auch heute noch aktuell sind: beispielsweise zu Abstraktionsverfahren oder Konzepten von Künstler*innenschaft im Kontext von Gattungshierarchien, Geschlechterzuschreibung oder Demokratie. Besonders aufschlussreich sind hierfür die von der Zentralbibliothek Zürich angekauften Briefe Sophie Taeuber-Arps, die jüngst in einem Editionsprojekt von Medea Hoch, Walburga Krupp und Sigrid Schade untersucht wurden. Bisher bezog sich die kunsthistorische Rezeption auf Erinnerungen von Hans Arp und Weggefährt*innen. Mit den Briefen kann erstmals die «eigene» Sicht der Künstlerin und ihr Referenzsystem rekonstruiert werden. 

Das Cabaret Voltaire sowie die ehemalige Galerie Dada im Zürcher Sprünglihaus müssen als wichtige Station Sophie Taeuber-Arps gelesen werden. Im Dada-Haus entsteht eine Diskussion zwischen den Werken von Frauen* unterschiedlicher Generationen und Regionen. Taeuber-Arps Jahre im Dadakreis stehen an der Schnittstelle zwischen den Lehrjahren in der Ostschweiz und dem Weg in die Avantgarde, die sie später als Pionierin der abstrakten Kunst unter anderem nach Paris führten.

Cabaret Voltaire | www.cabaretvoltaire.ch