Oberwallis (CH)

Forum Wallis XVII
1. – 17.3.2024

Vom 1.-17. März 2024 verwandelt sich das beschauliche Oberwallis inmitten der höchsten Alpengipfel einmal mehr in einen kultigen Hotspot für Neue Musik: angesagte schweizer und internationale Acts der zeitgenössischen Musik reichen sich dann am Festival für Neue Musik Forum Wallis die Klinke und gewähren einen faszinierenden Einblick in das vielfältige Schaffen der aktuellen Musikavantgarde. Das Festival erstreckt sich heuer über den Zeitraum von drei Wochenenden und insgesamt 8 Spieltagen: Auf Schloss Leuk finden die experimentellen Live-Acts (1./2. März) statt, am MEbU (Münster Earport) im Goms die akusmatischen Konzerte (8./9./10. März) und am 15./16./17. März die Konzerte mit dem Fokus auf neu beleuchteter Volksmusik, wo das Festival mit den Konzerten des Oberwalliser Volksliederchors in Kippel im Lötschental, in Eischoll in den Schattenbergen und in Reckingen auch in verschiedene oberwalliser Dörfer ausschwärmt. Mit dabei sind in der 17. Festivalausgabe die schweizer Freejazz-Grössen Manuel Mengis und Hans-Peter Pfammatter, Flo Stoffner, Lionel Friedli, Isa Wiss, Klara Germanier, Conradin Peter Zumthor, Yannick Barman, Cyril Régamey, das Ensemble ö!, der Leuker Schriftsteller Rolf Hermann und der spanische Perkussionist Luis Tabuenca im Trio zusammen mit Ulrike Mayer-Spohn und Javier Hagen. Die Ars Electronica Forum Wallis Selection Concerts, welche 2024 vom zum 9. Mal stattfinden und von Simone Conforti (IRCAM Paris) kuratiert und performt werden, finden zum zweiten Mal am MEbU (Münster Earport) im Goms statt. 23 Werke kamen in diesem Jahr in die Ränge, für 18 weitere gab es eine Special Mention. Eingereicht wurden 327 Werke von 301 KomponistInnen aus 51 Ländern und allen Kontinenten.

Das Forum Wallis ist ein internationales Festival für Neue Musik und findet jedes Jahr im Wallis in der Schweiz statt. Seit 2006 hat das Forum Wallis über 300 Uraufführungen mitproduziert und Werke von über 500 KomponistInnen aus aller Welt präsentiert, darunter Stockhausens Helikopterstreichquartett zusammen mit dem Arditti Quartet, André Richard und Air Glaciers, Holligers Alp-Cheer und Cod.Acts Pendulum Choir. Zu den regelmässigen Gästen des Festivals gehören Weltklasse-Ensembles wie recherche, UMS'nJIP, Klangforum Wien oder Ensemble Modern.

Das vollständige Festivalprogramm ist online auf www.forumwallis.ch zu finden.


Zu Gast am Forum Wallis 2024 (v.l.n.r.u.o.n.u.): Cyrill Régamey, Ensemble ö!, Flo Stoffner, Isa Wiss, Lionel Friedli, Klara Germanier, Conradin Peter Zumthor, Hans-Peter Pfammatter, Manuel Mengis, UMS’nJIP, Luis Tabuenca, Yannick Barman.

Ensemble Modern 2022 © Wonge Bergmann

Frankfurt

CRESC 2024
16, - 25.2.2024
FADENSPIELE

Wir alle kennen sie aus unserer Kindheit. Sie sind weltweit verbreitete Gesellschaftsspiele und tragen Namen wie ›Schweinchen auf der Leiter‹ oder ›Coyotes Running Opposite Ways‹. Fadenspiele. Sie zählen zu den ältesten Spielen der Menschheit, waren aber schon immer mehr als das: Die mit Fäden und Händen gestalteten mythischen, fantasievollen Muster dienten dazu, Himmelsfiguren und Sternenkonstellationen nachzubilden und sie dadurch greifbar zu machen. Sie waren kommunikative Hilfsmittel zwischen Völkern, fragile Kunstwerke und kosmologische Performances.

Fadenspiele sind die Netzwerke der Frühzeit. Heute sind sie Forschungsquellen, Anregungen und Ideengeber für Kunst, Musik, Wissenschaft und Philosophie. Sie stehen symbolhaft für wissenschaftliche, kreative und gesellschaftliche Prozesse: dem Teilen von Ideen oder Theorien mit anderen, um daraus gemeinsam etwas Neues zu erschaffen.

cresc… 2024 greift das Thema FADENSPIELE mit neuen Kompositionen und thematisch verwandten Musik- und Kunstformaten auf. Fadenspiele werden hier zur Inspirationsquelle für aktuelle musikalische Beiträge, dem gemeinsamen Spielen und dem kreativen Prozess des Erschaffens und des Erlebens.

Mit dabei sind neben den Festivalausrichtern Ensemble Modernund hr-Sinfonieorchester Frankfurt sowie der hr-Bigband und der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) u. a. der Installationskünstler Yasuhiro Chida, die Dirigenten Sylvain Cambreling und Stefan Asbury, der Bratschist Lawrence Power, die Komponistin Rebecca Saunders, die Choreografin Rafaële Giovanolaund die TanzkompanieCocoonDance, der Klang- und Medienkünstler Ryoji Ikeda sowie junge internationale Musiker*innen, Dirigent*innen und Komponist*innen des IEMA-Ensemble 2023/24, des Ensembles NEKO3 und der International Composer & Conductor Seminars.

www.cresc-biennale.de


NEKO3 © privat

Lucia Dlugoszewski © Erick Hawkins  Dance Foundation

Berlin

MaerzMusik
15. – 24.3.2024

MaerzMusik 2024 findet vom 15. bis 24. März unter der künstlerischen Leitung von Kamila Metwaly statt und erkundet den Möglichkeitsraum aktueller und experimenteller Musik. Konzerte, Performances, künstlerische Interventionen, diskursive Formate und Soundinstallationen werden im Haus der Berliner Festspiele, im Radialsystem, im SAVVY Contemporary, in der daadgalerie, der Villa und Kirche St. Elisabeth, im Theater im Delphi, in der Akademie der Künste und der Universität der Künste sowie an weiteren Orten zu erleben sein. MaerzMusik 2024 spürt dem bewussten Hörerleben nach und wirft Schlaglichter auf grenzüberschreitende künstlerische Positionen, die sich in unterschiedlichen Musikströmungen und Disziplinen verorten und die Gestaltungsfreiräume zeitgenössischer Musik generationsübergreifend geprägt haben. Der Schwerpunkt des Festivals befindet sich dabei in einem stetigen Wandel, als Spiegel des dynamischen Zusammenspiels unserer vielfältigen und vernetzten Realitäten. Die eingeladenen Komponist*innen, Klangkünstler*innen, Ensembles und Solist*innen geben Einblicke in Praktiken, die die feinen Beziehungsgeflechte der unmittelbaren Erfahrung von Klang untersuchen.

www.berlinerfestspiele.de/maerzmusik

Arvo Pärt © Birgit Püve

Lääne-Harju vald, Harjumaa (EST)

Arvo Pärt Centre

Das Arvo Pärt Centre vereint das persönliche Archiv des Komponisten mit einem Informations- und Musikzentrum. Es ist ein offener Treffpunkt für Musiker:innen, Forscher:innen und Musikliebhaber:innen – für alle, die sich für die Musik und die Ideenwelt von Arvo Pärt interessieren. Es wurde von Arvo Pärt und seiner Familie mit dem Ziel gegründet, Möglichkeiten zur Bewahrung und Erforschung des kreativen Erbes des Komponisten im Kontext seiner Muttersprache in Estland zu schaffen. Das Zentrum befindet sich in Laulasmaa, 35 Kilometer von Tallinn entfernt, auf einer Halbinsel mit herrlicher Natur in einem Kiefernwald in Meeresnähe. Das Gebäude mit einzigartiger Architektur stimmt mit der schöpferischen Einstellung Arvo Pärts überein und ist für alle an Musik Interessierte geöffnet. Im Gebäude befinden sich das persönliche Archiv, eine Bibliothek, ein Konzertsaal mit 150 Plätzen, ein Ausstellungsbereich, ein Videoraum und Unterrichtsräume. Das Arvo Pärt Centre bietet ein ganzjähriges Programm mit Konzerten, Ausstellungen, Seminaren und Meisterklassen..

www.arvopart.ee/en/

Foto: „Stadt Köln/Martina Goyert“ (von links): WDR-Intendant Tom Buhrow, Oberbürgermeisterin Henriette Reker und die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Brandes.

Köln

Studio für Elektronische Musik des WDR wechselt die Eigentümerin

Das Studio für elektronische Musik des WDR, Wiege der elektronischen Musik und Kulturgut von internationalem Rang, wechselt die Eigentümerin. Mit einem am Montag, 23. Oktober 2023, von Oberbürgermeisterin Henriette Reker und WDR-Intendant Tom Buhrow unterzeichneten Überlassungsvertrag übergibt der WDR das legendäre Studio (SEM), in dem in den 1960er und 70er Jahren Karlheinz Stockhausen sowie zahlreiche weitere international bedeutende Komponisten der Neuen Musik gearbeitet haben, in die Hände der Stadt Köln. Mit dem Überlassungsvertrag wird die dauerhafte Zukunft des SEM in Köln besiegelt.

Stadt Köln, WDR und das Land Nordrhein-Westfalen planen zusammen mit dem „Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V.“ (KGAM e.V.) und „ON – Neue Musik Köln e.V.“, das Studio an einem Standort zusammen mit dem „Zentrum für Alte Musik Köln“ (Zamus) für Musiker*innen und die interessierte Öffentlichkeit wieder begehbar und nutzbar zu machen.

Das weltweit berühmte Studio für Elektronische Musik des WDR wurde 1953 unter der künstlerischen Leitung von Herbert Eimert eröffnet. In den nachfolgenden Jahrzehnten sind zahlreiche international herausragende Werke entstanden, die Musikgeschichte geschrieben haben: „Gesang der Jünglinge“ von Karlheinz Stockhausen, „Epitaph für Aikichi Kuboyama“ von Herbert Eimert, „Kontakte“ oder „Mikrofonie I/II“ von Karlheinz Stockhausen, „La Légende d‘Eer“ von Iannis Xenakis und „Shanti“ von Jean-Claude Eloy sind nur einige der bekanntesten Beispiele aus einer Vielzahl an Werken. Die ästhetischen und technischen Entdeckungen des Studios haben eine große Wirkung nicht nur auf das zeitgenössische Komponieren, sondern ebenso auf die musikalische Popkultur entfaltet. So wurde beispielsweise die quadrophonische Raumklangsteuerung der Gruppe „Pink Floyd“ bereits Jahre zuvor im Studio für Elektronische Musik des WDR vorweggenommen und international bekannt gemacht.

>>> Studio für Elektronische Musik

Graz (A)

open music – eine Konzertreihe aktueller Musik

Aktuelle Musik – dies auch im Sinne gegenwartsrelevanter Kunst – steht seit mehr als zwei Jahrzehnten im Fokus von „open music“. Zahlreiche Grazpremieren und Uraufführungen wie auch Projekte, die spielend traditionelle Genregrenzen überwinden, finden sich selbstredend wieder in vorliegendem Frühjahrsprogramm. Formationen wie Still Head, Trio Catch (neuerdings mit Martin Adámek an der Klarinette, der bereits mit 19 Jahren Soloklarinettist des Ensemble Intercontemporain war), das Hank Roberts Trio und das Trio BaarsBuisDeman sind dabei erstmals in Graz zu Gast. Auf Einladung von „open music“ treffen mit dem jungen Österreicher Michael Schwarzenbacher und dem bereits international renommierten Dänen Andreas Booregard zwei Akkordeonisten aufeinander, die zeitgenössische Musik auch in Richtung Visuelles und Performatives öffnen. Und nicht zuletzt heben Klangforum Wien Musiker unter dem Motto „Junge Stücke“ bereits zum vierten Male Kompositionsaufträge von „open music“ aus der Taufe.

Keine Sommerpause vergönnt sich und Ihnen heuer „open music“, denn das Programm wird im Juli mit zwei spannenden Konzerten von den Ensembles Schallfeld und NEKO3 fortgesetzt – dies sodann im Rahmen des impuls Festivals (www.impuls.cc) 2023, das von 23.7. bis 3.8. täglich mit einer Vielzahl an Konzerten und Diskursprogrammen und mehr als 200 internationalen Spitzenkräften wie auch jungen Musiker:innen und Komponist:innen Graz einmal als Zentrum zeitgenössischer Musik erstrahlen lässt.

www.openmusic.at

Between Music Aqua Sonic Nanna Bec, Foto © Charlotta de Miranda

Odense (DK)

Between Music

Between Music creates and produces unique art projects and innovative performance concerts in a hybrid of music, live performance, visual arts, architecture and new technology. The group masters a vast range of aesthetics, skills and genres, but finds the most potential in the ever-fluctuating spaces between them.

Under the heading ARS HUMANA, our work and artistic research revolves around four aspects of Human Nature: Being, Instinct, Emotion, Intellect. This theme-based research derives from a deep desire to uncover what we have in common as human beings – regardless of religious, cultural and societal differences. Embedded in each of us lies a deep knowledge and experience with the world that transcends boundaries and goes beyond words. ARS HUMANA is our artistic framework for unlocking this intuitive, emotional, and corporeal knowledge.

www.betweenmusic.dk

 

Hannover

Klangbrücken 2024 – Sichtbare Musik
26.4. – 5.5.2024

Die Klangbrücken 2024 finden vom 27. April bis 5. Mai an wechselnden Orten in Hannover statt und stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Sichtbare Musik“.
Sichtbare Musik – dieses Thema beleuchtet einen wesentlichen, die Grenzen zwischen den Kunstsparten auflösenden Aspekt der zeitgenössischen Musik. In 10 Konzerten und mehreren „Interventionen“ im öffentlichen Raum entfaltet sich das breite Spektrum von Musik, bei der visuelle und performative Aspekte eine wesentliche Rolle spielen, also beispielsweise Musik(machen) als Klangaktion oder theatrale Aktion, imaginäres Klangtheater, Musik und Körper, Musik im Grenzbereich zu den visuellen Künsten usw. Entsprechend vielfältig sind die Formate der einzelnen Konzerte zwischen Film, Tanz und multimedialer Performance. Mit dabei sind bewährte Hannoversche Formationen, wie u.a. Das Neue Ensemble, Ensemble Megaphon, Ensemble S, Ensemble Urwerk, Ensemble Oktoplus, sowie die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, wo in zwei Konzerten Australiens führendes Ensemble für Neue Musik ELISION mit „Choreografischen Virtuositäten“ zahlreiche Ur- und Erstaufführungen präsentieren und zugleich die Musik des neuen Kompositionsprofessors Aaron Cassidy vorstellen wird.

www.musik21niedersachsen.de