Pierre Bertrand by Alexandre Lacombe

PIERRE BERTRAND

Saxophonist, Flötist, anerkannter Professor und Komponist, Orchesterleiter, Arrangeur, Autor von Filmmusik und Gründer verschie- dener Big Bands. Bertrand hat nicht nur einen beeindruckenden Lebenslauf, sondern begeistert auch mit seiner bunten, betörenden und unerwarteten Jazzmusik. 1998 gründet Pierre Bertrand mit Nicolas Folmer die Paris Jazz Big Band und erhielt mit ihr renommierte Preise wie den „Victoire du Jazz“ oder „Django d’Or“. Er leitet das Nice Jazz Orchestra und war auch als Gastdirigent in zahlreichen Ländern (Venezuela, Argentinien, Dänemark) und Fernsehsendungen tätig. Mit seinen verschiedenen Besetzungen tourt Pierre Bertrand seit 2010 national wie international.

Orlando Valle Maraca by Bernard Chauveau

ORLANDO VALLE

Der für einen Grammy nominierte kubanische Flötist Orlando „Maraca“ Valle – Kubas einflussreichster und bahnbrechender Flötist und eine feste Größe in internationalen Salsa- und Latin-Jazz-Kreisen – erfindet mit seinem genreübergreifenden, virtuosen Stil das Rad quasi neu. Es sind die geschickten kompositorischen Fähigkeiten von Orlando „Maraca“ Valle, dessen „Fähigkeiten als Komponist und Arrangeur die Musik ständig in überraschende Richtungen lenken“ (DownBeat), die diese Einflüsse zu einem cineastischen Höhepunkt führen. Maraca hat als Komponist, Arrangeur, Flötist und Produzent mit vielen berühmten Künstler:innen zusammengearbeitet und ist mit verschiedenen Projekten in mehr als 80 Ländern auf den berühmtesten Jazz- und Latin-Musikbühnen und Festivals der Welt aufgetreten.

Der Flötist Orlando Valle, von seinen Anhängern nach den Rumbarasseln „Maraca“ genannt, wurde im September 1966 in Havanna, Kuba, in eine Musikerfamilie geboren. Er studierte Flöte am Manuel-Saumell-Konservatorium und begann 1987 mit dem Orchester von Bobby Carcassés zu touren. 1988 schloss er sich der afrokubanischen Jazzband Irakere an, wo er sechs Jahre lang als Flötist, Keyboarder und Arrangeur tätig war. Er verließ die Gruppe 1994, um seine Solokarriere zu starten. Bei seinem ersten Soloprojekt, El Pasaporte, arbeitete er mit den bekannten kubanischen Perkussionisten Tata Güines und Anga Miguel Diaz zusammen. Dies war der Startschuss für seine Solokarriere und verschaffte ihm einen hervorragenden nationalen Ruf als Autor, Arrangeur und Solist. In den 90er-Jahren veröffentlichte er eine Reihe von Soloplatten und gründete 1999 seine eigene Gruppe, Maraca Y Otra Visión.

Bis heute hat Maraca als Bandleader neun Alben aufgenommen und zahlreiche Preise erhalten, darunter beim ersten und dritten nationalen Komponistenwettbewerb „Adolfo Guzmán Cuban Music Contest“ (Havanna, 1989) und den nationalen Preis für die besten Aufnahmen von Egrem Records (1994). Darüber hinaus ist er derzeit der Leiter der Latin Jazz All Stars, einer internationalen All-Star-Band, in der einige der bekanntesten Musiker aus Kuba, Puerto Rico, Frankreich, Japan und Kanada mitwirken.


Orlando Maraca Valle Live 

Die Entstehung dieser Latin Jazz All Stars geht auf das Jahr 2008 zurück, als Maraca eingeladen wurde, ein Musikprojekt für das Monterey Jazz Festival in Kalifornien zu entwickeln. Laut Maraca war die ursprüngliche Idee, neues Material für ein Streichorchester zu kreieren. Doch im Laufe der Zeit entwickelte sich das Projekt zu einer „Convention of the Minds“. Nach einem triumphalen Auftritt in Monterey tourte die Band durch die Vereinigten Staaten und Lateinamerika (Kolumbien). Im Laufe der Jahre traten in der Band Persönlichkeiten wie Herbie Hancock (Pianist), Joshua Redman (Saxophon), Cassandra Wilson (Sängerin), John Benítez (Bassist), Miguel Zenón (Saxophonist), Brian Lynch (Trompeter), Edward Simon (Pianist) und viele andere auf.