Pierre Bertrand by Alexandre Lacombe

PIERRE BERTRAND

Saxophonist, Flötist, renommierter Professor, aber auch Komponist, Orchesterleiter, Arrangeur, Autor von Filmmusik und Gründer von verschiedenen Big Bands – Pierre Bertrand hat nicht nur einen beeindruckenden Lebenslauf, sondern begeistert auch mit seiner bunten, betörenden und unerwarteten Jazzmusik. 1998 gründet Bertrand mit Nicolas Folmer die Paris Jazz Big Band und erhielt mit ihr renommierte Preise wie den „Victoire du Jazz“ oder „Django d’Or“. Er leitet das Nice Jazz Orchestra und war bereits als Gastdirigent in zahlreichen Ländern (Venezuela, Argentinien, Dänemark) und Fern- sehsendungen tätig. Mit seinen verschiedenen Besetzungen tourt Pierre Bertrand seit 2010 national wie international.

Pierre Bertrand ist in Paris zuhause. Die multikulturelle, kosmopolitische Seine-Metropole ist Lebensmittelpunkt, musikalische Heimat und kreativer Schmelztiegel seiner Kompositionen und Arrangements. Paris, eine Stadt voller Überraschungen und Widersprüche, unbändiger Leidenschaft und der künstlerischen Begegnungen ... Er atmet ein, spürt und fühlt diese Eindrücke, schreibt sie auf und lässt sie fließend in Noten übergehen. Inspiration bekommt Pierre Bertrand beim Gang durch die so unterschiedlichen Viertel von Paris, wie z. B. das Künstler- und Intellektuellenviertel Belleville mit seinen zahlreichen Clubs, Bars, Konzertsälen und Plätzen. Hier sind Klassik, Jazz, Rock, Punk, Hiphop, Electronic Beat und alle Crossover-Formate zu hören, die man sich vorstellen kann – oder eben auch nicht ... Musikalische Gewächse, die span- nendes Neues hervorbringen und an denen sich die lebendige Musikszene Paris‘ labt, orientiert und kreativ austobt. Hier wie anderswo ist Paris lebendig, widersprüchlich, kreativ, inspirierend, ausdrucksstark und laut – das pure Leben. Wie das von Pierre Bertrand.

JOEL CHAUSSE

Joel Chausse begann in den lokalen Musik- schulen im Hinterland von Nizza mit dem Trompetenspiel und bildete sich am Konservatorium von Menton weiter. Da er sich schnell von der Jazzmusik angezogen fühlte, trat er der Jazzschule von Michel Barrot in Salon-de-Provence bei und perfektionier- te seine Fähigkeiten bei Freddie Hovsepian, Tony Russo und Marcel Boyer. Mit 32 Jahren verfügt Joel Chausse über ein beeindruckendes Repertoire und eine große Konzerterfahrung: Er spielte in großen Jazzorchestern wie der Super Swing Machine von Gérard Badini, der Laurent Mignard Big Band, Ca- merata de Bourgogne mit Thierry Caens, der Dany Doriz Big Band, der François Laudet Big Band, der Big Band von Jean-Loup Longnong, der Big Band des Frankfurter Rund- funks, er spielte in Jérôme Savarys Show „La Vie Parisienne“. Chausse ist Stammspieler des Orchestre National de Jazz (ONJ) von Frank Tortiller und der Paris Jazz Big Band. Er hat so große Künstler wie Michel Legrand, Lalo Schiffrin, Jean-Claude Petit, Claude Bolling, Gino Vanelli, Bob Mintzer, Rhoda Scott, Manu Dibango und Charles Aznavour begleitet. Als Studiomusiker hat Joel Chausse an zahlreichen Aufnahmen für Radio, Film und Werbung mitgewirkt. Er ist außerdem Vertretungslehrer an verschiedenen Konservatorien in Frankreich und Solo- trompeter an der Pariser Oper.

STÉPHANE CHAUSSE

Stéphane Chausse wurde 1974 in Menton im Süden Frankreichs geboren. Er begann im Alter von sieben Jahren Klarinette zu spielen. Nach einem klassischen Studium spielte er Jazz und lernte dann Saxofon und Querflöte. 2007 veröffentlichte er sein erstes Album „Rue Longue“. Heute steckt er seine Energie hauptsächlich in sein Quartett, als Sideman aber auch in andere Formationen. In verschiedenen Projekten spielt er auch EWI. Chausse hat mit vielen namenhaften Künstlern zusammengearbeitet, darunter Natalie Cole, Michel Legrand, Benny Gol- son, Ray Charles, Marcus Miller, Quincy Jones usw.


Guillaume Meret

GUILLAUME PERRET

Guillaume Perret ist Komponist und Saxophonist mit einer innovativen Herangehensweise an die Musik und ihre Präsenta- tion und dem Wunsch, eine neue Art von Klang zu entwickeln. Er ist Klangforscher, zuhause in der ganzen Welt. Er spielt mit Wah-Wah-Pedalen und elektrischen Effekten, um seine Töne in ein neues und überraschendes Universum zu heben. Seine Musik lässt sich keinem bestimmten Genre zuordnen, vielmehr appelliert sie an unsere Sinne. Sie ist eine Mischung aus zeitgenössischem Jazz, funkigen Grooves und schreiendem Metal, kombiniert mit einer visuellen Präsenz, die seinen Ruf als einer der aufregendsten Künstler der heutigen Liveszene untermauert. „Guillaume Perret & the Electric Epic“, sein erstes Album, das bei TZADIK (John Zorns Label) erschienen ist, wurde von der Presse und dem Publikum äußerst positiv aufgenommen, so dass er für „Revelation“ für den Victory of Jazz 2012 in Frankreich nominiert wurde und den Talent Jazz 2013 (ADAMI, FR) sowie den Take Five Europe 2013 (SERIOUS, UK) gewann.