SIRIUS QUARTET
Fung Chern, Violine | Gregor Hübner, Violine | Ron Lawrence, Viola | Jeremy Harman, Cello

Das Sirius Quartet aus international anerkannten Protagonist:innen zeitgenössischer Musik verbindet mitreißend frisches Repertoire mit bislang unerreichtem improvisatorischem Feuer. Diese komponierenden Interpret:innen mit Hochschulhintergrund glänzen mit Präzision und purer Energie, wie sie selten auf der Bühne zu erleben ist. Ihr progressiver Ansatz lässt Etiketten wie „Neue Musik“ bieder wirken. Seit ihrem Debutkonzert in der Knitting Factory in New York hat das Sirius Quartet in einigen der bedeutendsten Konzerthallen der Welt wie dem Lincoln Center, dem Beijing Music Festival, der Musik Triennale Köln, dem Stuttgart Jazz Festival, Musique Actuelle in Kanada, dem Taichung Jazz Fest (Taiwans bedeutendsten Jazzfestival) und vielen anderen gespielt. Sie präsentieren Eigenkompositionen, die den permanenten Willen zur musikalischen Innovation belegen. Erweiterte Spieltechniken, fesselnde Improvisationen und unwiderstehlicher Groove kommen auch in den integrierten Popsongs zur Geltung, die ihren gleichberechtigten Platz im einzigartigen Programm haben.

GREGOR HUEBNER

Gregor Huebner ist ein preisgekrönter Komponist und Violinist, vom Publikum und der Kritik für seine visionäre Arbeit in der Verbindung verschiedener Genres gefeiert. Seine Musik wurde vom New York City Jazz Record als „herausfordernd und lebendig, nahtlos in der Verbindung von Kammermusikelementen und Avantgarde-Jazz“ beschrieben. 1967 in Stuttgart geboren lebt Huebner abwechselnd in München und in New York. Als Mitglied der Ensembles Sirius Quartet, Richie Beirach/Gregor Huebner Duo, El Violin Latino und Berta Epple konzertierte er u. a. beim Montreux Jazzfestival, dem Kork Festival Irland, dem Tbilisi Jazz Festival und dem Bell Atlantic Festival in New York. Seit Oktober 2017 hat Gregor Huebner die Professur für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater in München inne.

FUNG CHERN HWEI, GEIGE

Geboren und aufgewachsen in Kuala Lumpur, Malaysia, hat Fung Chern Hwei von klein auf in seiner vielfältigen Umgebung eine große Menge an musikalischen Informationen aufgenommen: chinesische Pop- und Klassikmusik, indische Bollywood-Musik, malaiische Tanzmusik und westliche klassische Musik. Mit etwa vier Jahren wollte er unbedingt Geige lernen, fand aber erst mit acht Jahren einen Lehrer. Seitdem hat sich Chern Hwei in die Welt der Geige gestürzt und nie wieder zurückgeblickt. Nach Abschluss seines Studiums in New York entschied sich Chern Hwei, als freischaffender Musiker weiterzuarbeiten, verschiedene Musikrichtungen zu spielen und noch mehr musikalische Sprachen und Ausdrucksmittel zu lernen. Zu den Stilen, die er häufig spielt, gehören westliche Klassik, Jazz, mittelöstliche Bauchtanzmusik, historisch informierter Barock sowie Rock und Hiphop. Vor kurzem hat er sein Debütalbum „From the Heart“ im Eigenverlag veröffentlicht.

Er hatte das Glück, mit Künstlern wie Uri Caine, Ryuichi Sakamoto, Stanley Clarke, Tony Bennett, Bobby McFerrin, Steve Wilson, Elliot Sharp, Antonio Sanchez und dem Komponisten Mikael Karlsson zusammenarbeiten zu können.

RON LAWRENCE, BRATSCHE

Von John Adams bis John Zorn – der Bratschist Ron Lawrence hat mit vielen der aufregendsten Persönlichkeiten der Neuen Musik konzertiert und Aufnahmen gemacht. Er ist nicht nur Gründungsmitglied des Sirius Quartet, sondern hat auch mit dem Cuartetango, dem Quartet Indigo, dem Soldier String Quartet und dem Orchestra of St. Luke’s konzertiert. Zu seinen weiteren Partner:innen zählen Anthony Braxton, John Blake, Bob Beldon, Anthony Davis, Regina Carter, Elliott Sharp, James Blood Ulmer, Cassandra Wilson, John Cale und Eumir Deodato. Darüber hinaus hat er mit Kathleen Battle, Robert Craft, John Cage und Andre Previn aufgenommen.

Eines von Lawrences aufregendsten Projekten war eine Reise nach Alaska, um John Luther Adams‘ multimediales Spektakel „Earth and the Great Weather: A Sonic Geography of the Arctic“ aufzunehmen. Trotz des strengen Zeitplans konnte er sich jeden Abend zum Langlaufen unter den Nordlichtern zurückziehen.

JEREMY HARMAN, CELLO

Der in Boston lebende Cellist, Gitarrist, Komponist und Songwriter Jeremy Harman erkundet immer wieder neues musikalisches Terrain mit dem ständigen Wunsch, sich sowohl als Künstler als auch als Mensch weiterzuentwickeln. Er schöpft aus einer Vielzahl stilistischer Einflüsse, darunter zeitgenössische Klassik, moderner Jazz, Folk, Metal, Hardcore, Post-Rock, Downtempo-Elektronik und freie Improvisation. Sein musikalischer Weg führte ihn quer über den Globus in Konzerthallen, Kunstgalerien, auf Karnevals, an Straßenecken, in Bars, Clubs und DIY-Houseshows.

Begleitet von

KLAUS MÜLLER (Piano)

Interpretation, Komposition, Produktion. Geboren in Deutschland, aufgewachsen in Japan, Chile und Brasilien begann Klaus Mueller in frühen Jahren mit dem Klavierspiel. Sein eklektischer Hintergrund verhalf diesem klassisch ausgebildeten Musiker zu einer natürlichen Leichtigkeit mit Stilen wie Latin bis brasilianischem Jazz, Modern Jazz bis Avantgarde. Gleich, ob er Orchesterarrangements für Herbie Hancock erstellt, Leny Andrade begleitet oder mit Portinho in einem Jazzclub Klavier spielt – Vielfalt ist das Hauptthema der Musik und des Lebens des New Yorker Musikers Klaus Mueller.

ITAIGUARA BRANDAU

VEIT HÜBNER

Veit Hübner studierte Orchestermusik bei Ulrich Lau und Wolfgang Güttler und Jazz- und Popularmusik bei Thomas Stabenow in Stuttgart und Karlsruhe sowie Jazz-Bass in New York bei Marc Johnson und Eddie Gomez. Er ist Gründungsmitglied der Musikcomedy-Gruppe Tango Five, die über 26 Jahre erfolgreich auf nationalen und internationalen Bühnen spielte. Mit seinem Tales in Tones Trio gewann er unter anderem den renommierten Hennessy Jazz Search 1999, er erhielt Stipendien des DAAD und der Kunststiftung Baden-Württemberg sowie im Jahr 2003 den Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg. Hübner arbeitet regelmäßig mit Walter Sittler, Ulrich Kienzle, Joo Kraus, Salsa Fuerte und dem Tango-Bandoneonisten Raul Jaurena zusammen; im klassischen Bereich mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart. Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Einhaldenfestivals, das 2021 bereits zum 17. Mal stattfand.



JEROME GOLDSCHMIDT
Der etablierte Musiker und Perkussionist ist in Luxemburg geboren und aufgewachsen und wohnt seit 1996 in New York City. Dort wurde er Mitglied des Lehrkörpers des Harbor Performing Arts Center, das als eine der führenden Lehrinstitutionen des Landes für afrokaribische Kultur gilt. Er hat mit einer Vielzahl unterschiedlicher Gruppen gespielt, darunter dem Tito Puente Orchestra, Mong Santamaria, Chico O'Farrill's Afro-Cuban Big Band, Eddie Palmieri, dem Ray Vega Sextet, Oscar Hernandez – um nur einige zu nennen. Er war Solist beim Stuttgarter Kammermusikorchester und der Württembergischen Philharmonie. Seit über einem Jahrzehnt spielt er mit dem in Deutschland geborenen und in New York City lebenden Geiger, Bandleader und Komponisten Gregor Hübner, unter anderem in der luxemburgischen Landesvertretung in New York: 2014 präsentierte das Generalkonsulat Luxemburgs das neu gegründete Hübners El Violin Latino Quartet im Something Jazz Club und im April 2016 organisierten das Luxemburger und das deutsche Konsulat gemeinsam einen Abend für das Quartett im deutschen Generalkonsulat.