SOLIDARITÄTS Kunst-Aktion
"WORTE FÜR DEN FRIEDEN" für die UKRAINE
  

Fragen an die Autorin und Übersetzerin SVETLANA LAVOCHKINA zur Pressekonferenz am Dienstag, 8.3.22 (dann ist auch der „internationalen Frauentag“) zum SOLIDARITÄTSPROJEKT „WORTE FÜR DEN FRIEDEN“ auf den Rheinfall proijeziert.

Svetlana Lavochkina, herzlichen Dank, dass Du Dir, in diesen katastrophalen Zeiten für Deine Familie, für Dich, trotz den vielen Interviews, dem Unterricht in der Schule und den vielen Unruhen, Zeit nimmst, für dieses Interview, welches ich dann an der PK, am internationalen Frauentag, den Medien zum besseren Verständnis und zur Information der Lage in der Ukraine, zeigen werde.

Du bist in Leipzig, ich 50 km südlicher in Zeitz, da es in dieser hektischen Zeit für ein Treffen nicht gereicht hat. Wir sehen uns aber an der Premiere Deines Buches „Die rote Herzogin“ am 19. März wieder in Leipzig. Dazu später.
Da wir uns schon länger kennen, bleibe ich beim Interview per Du, und bitte Dich um kurze Antworten, obwohl natürlich auch sehr schwierig und komplex.

Frage 1:Liebe Svetlana, könntest Du Dich kurzvorstellen und uns, zu unserem laienhaften Verständnis, auch ganz kurz die komplexen Umstände, die Situation schildern, warum es zu dieser Eskalation, zu diesem „Angriffskrieg“, von Putin gegenüber der Ukraine gekommen ist? Was ist der geschichtliche Hintergrund dazu, wenn Putin in seiner „Wut- ja Hassrede“ vom 21.Februar folgendes sagt, ich zitiere: „Ich möchte noch einmal betonen..“

Frage 2: Die Leipziger Friedens- und Konfliktforscherin Solveig Richter sagte kürzlich in einem Interview in der Leipziger Volkszeitung, ich zitiere: „Zunächst muss ich konstatieren, dass auch wir ...“ Dazu fällt mir das Zitat ein:
„Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.“

Frage 3: Putin behauptet, „dass die Krim zu Russland gehört“,und die Journalistin und Russlandexpertin Gabriele Krone-Schmalz hat in einem Interview im MDR Kultur 2015 gemeint, dass die „Annexion der Krim 2014 eigentlich keine Landnahme, sondern „Notwehr“ war, da. Ist dies einfach eine weitere Lüge von Putin und ein riesengrosser Irrtum der „Putin-Versteherin“ ?

Frage 4: Welche Möglichkeiten siehst Du denn mit dem Umgang mit einem Despoten wie Putin, wenn man auch weiterhin auf politischer Ebene auf „Friedensgespräche“ pocht und hofft, gemäss der Friedensforscherin Richter, „Russland muss auch wieder in eine Sicherheitskooperation eingebunden werden.“ Könnten denn die drastischen Sanktionen gegenüber Russland „zum Ziel des Friedens“ führen?

Frage 5: Wie kann man, wortwörtlich „Herr“ dieser unmenschlichen Tragödie werden, wenn in diesen sog. „Friedensgesprächen“ keine Frau mit Führungsrolle am Tisch sitzt, und dies nur unter den Fittichen der „Männerherrschaft“ steht? Gerade passend zu diesen „internationalen Frauentag“ am Dienstag, gilt da auch das Zitat: „Mehr Frauen, weniger Kriege?“

Frage 6: Wie „retten“ sich denn deine Verwandten und Bekannten vor Ort aus dieser Katastrophe, welche Hoffnung einer Rettung, oder des Überlebens besteht denn?

Frage 7: Wie gehst Du denn mit der Hilflosigkeit dieser Sichtung und Schilderung tagtäglich schrecklicher wie menschenverachtenden Bilder in Deiner Heimat um?

Frage 8: Nach Deinem vielgerühmten letzten Roman „Putins Erben“, folgt jetzt Dein neuestes Werk, „Die rote Herzogin“, übersetzt von der Autorin Diana Feuerbach, auch aus Leipzig, wird im Verlag Voland & Quist am 19. März in Leipzig die Buchpremiere „feiern“.

Frage 9: Du wirst auch ein paar Statements zu diesem SOLDARITÄTSPROJEKTauf dem Rheinfall schreiben? Wie schätzt Du solche Kunst+Kulturprojekte ein, „nur ein Tropfen auf einen heissen Stein“, oder eine wichtige Reaktion, mit Rückgrad die Stirn diesem Despoten zeigen?!


beide Fotos © Morris Schmid, module+ GmbH