„weiter:lesen 2022“
Mehr als ein Lesefest: Lesungen, Party und Ausstellung mit
Daniel Schulz, Thomas Kunst, Franz Dobler, Dmitrij Kapitelman u.v.a.m.

Nur eine Woche nach seiner Ankündigung kann das Leipziger Lesefest „weiter:lesen 2022“ (19. Und 20. März 2022) eine überwältigende Resonanz melden. Die Literaturinitiative hatte sich nach der Absage der Leipziger Buchmesse und von „Leipzig liest“ geründet. „Uns erreicht eine Flut von Anfragen aus Deutschland und dem Ausland“, sagt Autor Ulf Torreck, einer der Köpfe hinter der Literatur-Initiative. „Wir haben mit unserem Angebot offene Türen eingerannt“. Aus dem ursprünglichen Lesefest entwickele sich nach und nach ein echtes Kreativ-Festival. Zu den voraussichtlich rund 40 Lesungen sollen nun noch diverse Music-Acts, eine Autoren- und Leserparty sowie Ausstellungsmöglichkeiten für Verlage und Vereine dazukommen. 20 Verlage hätten bereits Interesse an Ständen bekundet. Der Buchkinder Leipzig e.V. wird ein umfangreiches Kinderprogramm ausrichten.

Die thematische Spannbreite des aktuellen Lese-Programms (Stand 23. Februar) reicht von Feminismus über Zeitgeschichte und Lyrik bis Fantastik.

Ihre Teilnahme in Leipzig zugesagt haben u.a.

Daniel Schulz („Wir waren wie Brüder“),
Dirk Bernemann („Schützenfest“),
Meike Stoverock („Female Choice“),
Thomas Kunst („Zandschower Klinken“),
Franz Dobler
Dmitrij Kapitelman („Eine Formalie in Kiew“),
Sophie Jones („Erlöse mich von dem Bösen“),
Sophia Fritz („Steine schmeißen),
Roland Spranger (“Tiefenscharf”),
Theresa Hannig („Pantopia)“),
Poppy J. Anderson
Katharina Bendixen („Taras Augen“)
Christian von Aster

Auch Grimme-Preisträger Johannes Nichelmann ("Finding van Gogh") und Schauspielerin Sandra Borgmann („Der König von Palma“) haben Ihren Besuch angekündigt.

Teilnehmer_innen im Überblick

Daniel Schulz wurde 1979 in Potsdam geboren und wuchs in einem brandenburgischen Dorf auf. Er studierte Politikwissenschaft und Journalistik in Leipzig. Nach ersten Stationen bei Zitty, Märkische Allgemeine und Freies Wort ging er zur taz, wo er heute das Ressort Reportage leitet. 2018 erhielt er den Reporterpreis und 2019 den Theodor-Wolff-Preis.

Dmitrij Kapitelman, 1986 in Kiew geboren, kam im Alter von acht Jahren als »Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Leipzig und absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München. Heute arbeitet er als freier Journalist. 2016 erschien sein erstes, erfolgreiches Buch Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters, für das er den Klaus-Michael Kühne-Preis gewann.

Meike Stoverock studierte Biologie mit Schwerpunkt Evolutionsökologie und promovierte im Bereich Epidemiologie. Die komplexen Wechselwirkungen zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt sind ihr besonderes Steckenpferd. Seit der #Aufschrei-Aktion 2013 beteiligt sie sich immer wieder an Geschlechter- und Gesellschaftsdebatten. www.fraumeike.de/vita/

Sophie Jones, geboren 1995, war bis zu ihrem 18. Lebensjahr Mitglied der extremistischen Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas. Mit 23 Jahren outet sie sich auf YouTube als Sektenaussteigerin und klärt auf. Sophie Jones hat einen Bachelor in Bibliothekswissenschaften und genießt ihr Leben bei Leipzig.

Thomas Kunst, geboren 1965 in Stralsund, lebt und arbeitet in Leipzig. Er veröffentlicht Gedichte und Romane sowie Hörbücher, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem Lyrikpreis Meran 2014. Für einen Auszug aus Zandschower Klinken erhielt er den Niederösterreich Literaturpreis 2018. www.thomaskunst.de

Dirk Bernemann, geboren 1975 im westlichen Münsterland, ist Schriftsteller und Journalist. Seit 2005 schreibt er Romane und Kurzgeschichten, darunter den Bestseller »Ich hab die Unschuld kotzen sehen«. Derzeit sind fünfzehn Romane und Kurzgeschichtenbände von ihm erschienen, von zwei Titeln gibt es verschiedene Theaterinszenierungen. 2016 hatte sein erstes eigenes Theaterstück »Bella Noir, 2 Zigaretten Demut« Premiere in München. Außerdem moderiert er den Podcast UNTENDURCH. Dirk Bernemann lebt in Berlin. www.dirkbernemann.de

Franz Dobler lebt in Bayern und hat seit 1988 neben Romanen und Gedichtbänden, für die er u.a. mit dem Bayerischen Literaturförderpreis ausgezeichnet wurde, auch Erzählungen und Musikbücher veröffentlicht. Für seine Kriminalromane »Ein Bulle im Zug« und »Ein Schlag ins Gesicht« erhielt er jeweils den Deutschen Krimi Preis. www.franzdobler.de

Sophia Fritz, geboren 1997, schreibt in Kneipen Filmstoffe, Zeitungsartikel und Romane. 2021 erschien bei Kanon ihr erster Roman „Steine schmeißen“. Sie hat eine Ausbildung zur Sterbebegleiterin und schreibt für DIE ZEIT.

Roland Spranger, Jahrgang 1963, arbeitet neben seiner Autorentätigkeit als Betreuer in Wohnprojekten für geistig Behinderte. Außerdem betätigt er sich in verschiedenen Live-Literatur-Projekten, als Moderator einer Talkshow ohne Kameras (Gwaaf zur Nacht) und als Theaterautor. Seine Stücke wurden auf zahlreichen Bühnen in Deutschland aufgeführt.

Theresa Hannig wurde 1984 in München geboren. Nach dem Studium der Politikwissenschaft (mit Philosophie und VWL im Nebenfach) an der LMU München arbeitete sie als Softwareentwicklerin, SAP Beraterin, Projektmanagerin von Solaranlagen und Lichtdesignerin. Ihr erster Roman „Die Optimierer“ erschien, 2017 bei Bastei Lübbe.  Am 28. Juni 2019 erschien Hannigs zweiter Roman „Die Unvollkommenen“ (Shortlist Phantastikpreis der Stadt Wetzlar 2020, Longlist Krefelder Preis für Fantastische Literatur 2020), der inhaltlich Die Optimierer fortsetzt, thematisch aber neue Schwerpunkte setzt. Am 25. Februar 2021 erschien Hannigs dritter Roman König und Meister (Longlist Phantastikpreis der Stadt Wetzlar 2021). wwwtheresahannig.de

Katharina Bendixen (Taras Augen), geboren 1981 in Leipzig, studierte Buchwissenschaft und Hispanistik in Leipzig und Alicante und lebt mit ihrer Familie in Leipzig. Sie schreibt Bücher für Kinder und Erwachsene. Ihre Texte wurden mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, u.a. dem Kranichsteiner Literaturförderpreis (2014), dem Heinrich-Heine-Stipendium (2017) und einem Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds (2020). 2022 erscheint mit „Taras Augen“ ihr erster Jugendroman bei Mixtvision. www.katharinabendixen.de

Christian von Aster, geboren 1973, studierte Germanistik und Kunst, um sich schließlich der Bühne, dem Film und dem Schreiben zuzuwenden. Neben seinen Fantasybüchern ist er auch mit seinen Lesungen, die gleichermaßen die Gothic- wie die Phantastikszene begeistern, einem großen Publikum bekannt.  www.herrvonaster.de

Poppy J. Anderson veröffentlichte Ende 2012 ihren ersten Roman. Ungefähr zwei Jahre und einige Bücher später wurde sie zur ersten deutschen Selfpublisherin, die über eine Million Bücher verkauft hatte. Mittlerweile hat sie über vier Millionen Bücher verkauft. Fast all ihre Romane kamen auf Platz 1 des Kindle-Rankings. Ihr Roman "Küss mich, du Vollidiot" gewann 2015 den LoveLetter Award in der Kategorie "Bester Liebesroman". Inzwischen veröffentlicht sie ihre Romane auch über Verlage. www.poppyjanderson.de

Sandra Borgmann, 1974 geboren, wurde bekannt durch Kinofilme wie »Der Baader Meinhof Komplex« und Fernsehproduktionen wie »Tatort« und »Wilsberg«. Zudem wird sie in der zweiten Staffel der erfolgreichen Netflix-Serie »Dark« zu sehen sein. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Fernsehpreis. Als Hörbuchsprecherin ist für sie für verschiedene Verlage aktiv.

Johannes Nichelmann, geboren 1989 in Berlin, studierte Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Seit 2008 arbeitet er als freier Reporter, Autor und Moderator für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Zunächst für die RBB-Jugendwelle „Fritz“, später vor allem für Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur sowie zahlreiche ARD-Anstalten, ZDF und ARTE. Für seine Radiodokumentationen hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u.a. den Grimme Online Award 2020 für seine Podcast-Serie "Finding van Gogh".