HR GIGER – Alien goes to Zeitz Sammlung Jörg Czwikla
21.5. - 30.10.2022

 

Eine einzigartige Privatsammlung von internationalem Format mit Exponaten des Schweizer Künstlers HR Giger, Schöpfer des Aliens, im Museum Schloss Moritzburg Zeitz

Es gibt Kunst, die ist zeitlos. Dies gilt nicht nur für die schönen sondern ebenso für die unheimlichen und bizarren Meisterwerke, die uns schaudern lassen und doch gleichzeitig auf geheimnisvolle Weise faszinieren. Kaum ein anderer Künstler hat solch dunkle Bildwelten so tief und nachhaltig geprägt wie der Schweizer HR Giger, dessen unverkennbarer Stil bis heute als Inspirationsquelle für zahlreiche Science-Fiction-Filme, Designer, Tätowierer sowie die Mode der Schwarzen Szene dient.

Foto © Reiner Eckel

Wen die Kunst des 1940 als Hansruedi Giger in Chur geborenen Ausnahmekünstlers erst einmal gepackt hat, den lässt sie so schnell nicht wieder los. Dies erfuhr auch Jörg Czwikla, als er 1987 die ZDF- Dokumentation „Das phantastische Universum des HR Giger“ sah. Zwar kannte der Duisburger als Gothic-Fan den Film „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979) – der seine Popularität nicht zuletzt Gigers mit einem Oskar ausgezeichneten Design verdankt – doch bot die Dokumentation einen weitaus tieferen Einblick in das vielfältigen Schaffen des Künstlers. Von diesem Zeitpunkt an verfiel Jörg Czwikla den apokalyptischen Visionen des Schweizers und steckte auch seine Frau Caren mit dieser Leidenschaft an. So begann mit dem Kauf der Giger-Bücher „Necronomicon“ 1 und 2 eine Sammlergeschichte, die bis heute fortgesetzt wird.

Foto © Reiner Eckel

Über die Jahre stellten die Czwiklas eine eindrucksvolle Sammlung zusammen, die einen Querschnitt der Entwicklung und Vielfältigkeit von Gigers Kunst liefert. Teile dieser Sammlung wurden bereits 2019 in den Güterhallen in Solingen gezeigt und sind nun ab Mai in einer speziell für die Moritzburg konzipierten Ausstellung in Zeitz zu sehen. Präsentiert werden Originalzeichnungen, vom Künstler überarbeitete Lithografien, Plakate, Skulpturen, Bücher und – als besonderes Highlight – Original- Möbel, Requisiten und Blaupausen aus der Giger-Bar in Tokio (eröffnet 1988), die die Atmosphäre dieses eindrucksvollen aber leider nicht mehr existierenden Ortes wieder auferstehen lassen. Daneben zeigt die Ausstellung Meilensteine für Gigers künstlerischen Werdegang von seinen Anfängen mit Zeichnungen in Untergrundmagazinen und Variationen der für seinen erotisch-morbiden Stil charakteristischen Motive „Atomkinder“ (1971), „Biomechanoiden“ (1969) und „Passagen“ (1971-73), über den von Gigers früh verstorbener Geliebten Li Tobler inspirierten Lichtdruck „Li I“ (1974) bis zu Lithografien zum Film „Alien“ (1979), der den Künstler international bekannt machte. Zusätzlich ergänzen persönliche und ungewöhnliche Kleinodien wie ein limitiertes Skizzenbuch, Fanclubmagazine, eine Totenmaske und Fotos das fantastisch-finstere Universum des HR Giger, das Jörg und Caren Czwikla mit viel Hingabe zusammengetragen haben und in das sie die Besucher der Moritzburg in Zeitz einladen.