Sirius Quartet

München

Progressive Chamber Music Festival
28.-29.10.2021 New York
10.-11.11.2021

Progressives aus New York und München im Milla. Hochkarätig, grenzüberschreitend und mitreißend. Die Kammermusik des 21. Jahrhunderts.

Erneut und erfreulicherweise – nach einer coronabedingten „Live“-Pause letztes Jahr - findet das „Progressive Chamber Music Festival“ in diesem Herbst statt! In New York laufen die beiden Konzerttage in The Garage in Harlem soeben, und nun geht es bald in München los: Am 10. und 11. November, Beginn jeweils 20 Uhr.  Der Veranstaltungsort ist wiederum der Live-Club „Milla“ im Glockenbachviertel.

Das „Progressive Chamber Music Festival“ sprengt die Grenzen zwischen Kammermusik, Jazz, Avantgarde, Folklore, Pop, Hip-Hop u.a. Genres zeitgenössischer Musik. Es lässt die verschiedenen Stile und klanglichen Richtungen auf oftmals überraschende und kongeniale Weise miteinander verschmelzen.  Initiator und Gründer dieses Festivals, ist das Sirius Quartet. Die Macher des Festivals hier in München sind die beiden Komponisten und Musiker Gregor Huebner und Gerd Baumann.

An den beiden Abenden im Milla gibt es insgesamt sechs Konzerte im abwechslungsreichen Short-Cut-Format. Jedes Konzert dauert ca. 45 Minuten

Tag 1, Mittwoch 10. November 2021

Fiona Grond/Interspaces Fiona Grond

Fiona Grond/Interspaces Fiona Grond

Das Trio Fiona Grond (Vocals), Moritz Stahl (Saxophone) und Philipp Schiepek (Gitarre) verarbeitet in dieser Besetzung Eigenkompositionen auf eigenwillige Art und Weise. Beheimatet im Jazz wagt sich die Formation in experimentelles Gelände, Struktur trifft Sphäre, und Klangwelten öffnen ihre bodenlosen Weiten. Feine, verwobene Kompositionen und Arrangements aus der Feder der Bandleaderin Fiona Grond lassen mystische und verzaubernde Stimmungen entstehen.

Experimentiert wird auf allen Ebenen: Formen werden aufgebrochen, Harmonien ausgeschöpft und auch die konventionelle Rollenverteilung spielt keine Rolle mehr. Alle Musiker des Trios agieren auf gleicher Ebene. Das Saxophon erschafft Klangwolken, die Stimme wird zum Begleiter, während die Gitarre zum Solisten wird. Die Jazzzeitung drückt das so aus:  …“wunderbar luzide Stücke, mit denen Fiona Grond und deren Kollegen den Hörer in ihren grandiosen musikalischen Kosmos entführt.“

Die aus der Schweiz stammende Vokalistin Fiona Grond, Preisträgerin des Leonard und Ida Wolf- Gedächtnispreises der Stadt München 2020, Saxophonist Moritz Stahl, Gewinner des Kurt Maas Jazz Awards und ausgezeichnet mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2017, Gitarrist Philipp Schiepek, aktiv in zahlreichen Formationen, Gewinner des Gasteig Musikwettbewerbs des Kulturkreis Gasteig e.V. 2018 und BMW Young Artist Award 2020, lernten sich an der Hochschule für Musik und Theater in München kennen. Aus dem Bedürfnis nach einer besonderen, aber intimen Besetzung und durch die Lust am musikalischen Experimentieren entstand das Trio im Herbst 2018. Im Juni 2021 veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Interspaces“.

Sirius Quartet

Sirius Quartet featuring Joo Kraus (Trompete) und Veit Hübner (Kontrabass)

Das Sirius Quartet, bestehend aus international anerkannten Protagonisten zeitgenössischer Musik, verbindet mitreißend frisches Repertoire mit herausragend improvisatorischem Können. Die vier komponierenden Interpreten, jeweils mit Hochschulhintergrund, glänzen mit Präzision und purer Energie, wie sie nur selten auf der Bühne zu erleben sind.

Ihr progressiver Ansatz lässt Etiketten wie „Neue Musik“ bieder wirken und überschreitet wohltuend Grenzen zahlreicher Genres. Seit ihrem Debutkonzert in der Knitting Factory in New York hat das Sirius Quartet in einigen der bedeutendsten Konzerthallen gespielt und renommiertesten Festivals der Welt mitgewirkt, u.a. im Lincoln Center, dem Beijing Music Festival, der Musik Triennale Köln, Stuttgart Jazz Festival, Musique Actuelle in Kanada, dem Taichung Jazz Fest (Taiwans bedeutendsten Jazzfestival) und vielen anderen.

Uraufführungen von Werken bedeutender lebender Komponisten sind ebenso Teil des Konzertrepertoires wie kühne originelle Eigenkompositionen, die den permanenten Willen zur musikalischen Innovation belegen. Erweiterte Spieltechniken, fesselnde Improvisationen und Grooves, die unwiderstehlich und eindringlich sind, kommen auch in den im Programm integrierten Popsongs zur Geltung.

Zum ersten Mal trafen sich das Sirius Quartet aus New York und der Ulmer Trompeter Joo Kraus bei seiner Reihe „Herzstücke“, zu der Joo regelmäßig ins Café Animo nach Ulm einlädt. Was folgte, beschrieb die Südwest Presse mit „Sternenklang aus New York“, ein unfassbarer Abend, der bis heute nachklingt. Ein Abend, an dem ein der Besetzung Streichquartett in klassischer Besetzung auf einen Jazztrompeter trifft, was so in der Musik und im üblichen Harmonieverständnis nicht vorgesehen ist. Doch das Sirius Quartet ist eben kein übliches Streichquartett.

Mit Gregor Huebner konzertieren an dem Abend Fung Chern Hwei, Ron Lawrence und Jeremy Harman, alle klassisch ausgebildet aber gleichzeitig hervorragende Improvisatoren und Komponisten. Zusammen mit Joo Kraus, der ebenfalls in vielen Stilen zuhause und Veit Huebner am Kontrabass, der dem großen und sperrigen Instrument mit dem Bogen die schönsten Kantilenen entlocken und ihn zupfen kann wie kein anderer, wird dieser Abend sehr spannend werden und dem Publikum im Milla einen völlig neuen Sound präsentieren.

Besetzung: Joo Kraus (Tompete), Veit Hübner (Kontrabass), Fung Chern Hwei (Violine), Gregor Huebner (Violine), Ron Lawrence (Viola), Jeremy Harman (Cello).

Gerd Baumann

B-Parade

„Something´s rising“, „Big-a-dog, Big-a-bite”, das “Wunderlied” und viele andere… Es sind bekannte Songs aus Kino-Hits wie „Sommer in Orange“, „Beste Zeit“, „Beste Gegend“, „Räuber Kneissl“, „Wer früher stirbt ist länger tot“ und vielen weiteren Rosenmüller-Filmen… Durch alle weht der Geist der 70er Jahre, alle eint eine unverwechselbare Romantik und zeitlose Schönheit, die einige der Soundtracks zu Klassikern werden ließ. Sie alle stammen aus der Feder des Münchner Filmkomponisten Gerd Baumann. Dieser greift nun selbst zum Mikrofon und bringt sie mit der Band „PARADE“ auf die Bühne. Mit Sam Hylton am Piano und seinen Dreiviertelblut-Band-Kollegen Benjamin Schäfer am Kontrabass und Flurin Mück am Schlagzeug.

Besetzung: Sam Hylton (piano, voc), Benjamin Schäfer (bass, voc), Flurin Mück (drums, voc), Gerd Baumann (git, voc)


Sam Hilton © Lukas Diller

TAG 2 – Donnerstag 11.11.2021

Foto © Marie Gryczka

FALLWANDER

Die Komponistin Theresa Zaremba und die Violinistin Teresa Allgaier umgeben sich als Fallwander mit Keys, Saiten, Bogen, Reglern, Sticks und Pads. Fallwander ist Ambient Chamber Pop ohne feste Rollen. Der Gesang der beiden Künstlerinnen ist stets gerade so warm, dass wir nicht frösteln, immer gerade so kühl, dass die Luft klirrend klar und die Sicht weit bleibt. Fallwander ist in die Ruhe hinauswandern, sich in der Stille fallen lassen.

Quartetto Baronetto © Susanna Roth

Quartetto Barinetto

Das durch einen glücklichen Zufall entstandene Quartetto Barinetto ist in seiner Zusammensetzung ein ganz besonderes Bläserensemble. Es hat sich zum Ziel gesetzt, außergewöhnliche Musik in außergewöhnlichen Besetzungen zu präsentieren. Im Mittelpunkt des Repertoires steht sicherlich Jazz. Darüber hinaus unternimmt quartetto barinetto aber auch Ausflüge in alle möglichen stilistischen Gefilde: Filmmusik, Walzer-Adaptionen, Modern Folk, Down-South-Blues, Minimal Musik, erlaubt ist, was gefällt.

Quartetto Barinetto verwendet dabei ein Arsenal an verschiedenen Holzblasinstrumenten, in zum Teil unüblichen Kombinationen neben Arrangements für “normales“ Saxophonquartett: Im aktuellen Programm stehen z. B eine Adaption von John Williams Intromusik zu „Catch me if you can“ für Saxophon, Flöte, Altflöte und Bassklarinette, Deep Blue für Kontraaltklarinette und 3 Baritonsaxophone des quartetto-Mitglieds Wolfgang Roth, oder „Belle of the Ball“ von Leroy Andersen für Flöte, Klarinette, Sopransaxophon und Baritonsaxophon. Ein Schwerpunkt sind auch Arrangements für 4 Baritonsaxophone. Ein Hörgenuss der ganz besonderen Art – garantiert ohne grimmige Gesichter.

Munich Composers Collective

Das Munich Composers Collective (kurz: MCC) ist ein Ensemble, bestehend aus Studierenden und Alumni des Jazz Instituts und der Klassikabteilung der Hochschule für Musik und Theater München. Es wurde im Jahre 2014 von Professor Gregor Huebner ins Leben gerufen. Die instrumentale Zusammensetzung ist durchaus eigenständig. Neben einer verkleinerten Bigbandbesetzung (vier Saxophone/Klarinetten/Flöten, zwei Trompeten/Flügelhörner, einer Posaune und Rhythm Section mit akustischem und elektrischem Bass) gibt es auch die Tuba und mehrere Streichinstrumente (z.B. zwei Violinen, ein Cello).

Das MCC spielt ausschließlich eigene Werke von Ensemblemitgliedern und folgt in seiner völlig antihierarchischen Organisation dem Geiste des 1980 in Frankfurt gegründeten Ensemble Modern. In den zahlreichen, hervorragenden Kritiken der Fachpresse zeigt sich, dass das MCC im internationalen Vergleich relevant ist und zu einer eigenen Stimme gefunden hat.

In den Kompositionen vereinen sich Elemente von Jazz und Contemporary Classical, aber auch Independent Rock und zeitgenössischer improvisierter Musik. Durch die eigenständige Mischung will sich das MCC als künstlerisch profiliertes Ensemble verstehen, das am Anfang seiner Entwicklung steht. Dies soll mit weiteren internationalen und deutschlandweiten Konzerten gefestigt werden.