MIU © Elena Zocke

CLASSICAL BEAT ÖFFNET WELTEN KULTURFEST:
NATUR IST FANTASTISCH

MIU © Elena Zocke

MIU
Ohren auf, hier kommt die nächste Musiksensation aus Hamburg Die gebürtige Hamburgerin hat ihren sicheren Beruf in der Werbebranche aus Leidenschaft für die Musik aufgegeben. Für Miu ist dies die genau richtige Entscheidung in ihrem Leben gewesen. Heute ist sie Leadsängerin ihrer gleichnamigen Band MIU, und sie unterrichtet an der Hamburg School of Music. Kulturpolitisches Engagement ist ihr wichtig. Gerade im letzten Jahr, als die Corona-Pandemie die Kultur- und Veranstalterbranche in eine große Krise gestürzt hat, deren Ende noch nicht absehbar ist, hat sie sich für ihre Kolleginnen und Kollegen am Standort Hamburg eingesetzt. Dafür erhielt sie 2020 als Mensch des Jahres eine Nominierung für den Metropolitan Award. Ihre Musik ist ein bunter Mix aus Pop, Soul und Jazz, inspiriert von großen Vokalistinnen wie Amy Winehouse, Songwriterinnen wie Carole King, Soundkünstlern wie den Black Keys und den atmosphärischen Klängen eines Michael Kiwanuka.


MIU © Elena Zocke

Der Weg zur Musik und zu dem, was sie heute macht, führte sie über New York, wohin sie, nachdem sie ihren Job geschmissen hatte, geflogen ist, um im dortigen legendären Live Club „The Bitter End“ frei aufzuspielen und den Grundstein für ihre Karriere zu legen. Ehrgeizig und zielstrebig war sie schon als Siebenjährige, als sie gegen alle Zweifel und den Widerstand der Eltern die Klavierstunden durchgesetzt und sich und ihre Eltern dafür begeistert hat. Es folgte als zweites Instrument die Querflöte, das Spielen im Schulorchester und schließlich eine Singer-Songwriter-Session, bei der sie ihre Stimme entdeckte. 2014 absolvierte sie den Pop Kurs an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Ihr unbändiger Wille und der Glaube in ihre Musik ließ Miu, nachdem alle Plattenlabels ihre Songs abgelehnt hatten, ihr drittes Album „Modern Reto Soul“ über Crowdfunding, immerhin 20.000 Euro, selbst finanzieren. Leidenschaft zahlt sich aus. 2019 schnellte das Album ohne Plattenlabel in die deutschen Albumcharts, in den Soulcharts sogar auf Platz 1. Der Durchbruch für MIU. Die Fachpresse schrieb begeistert „Ein Gesamtkunstwerk“ (Schall), „Der An- fang einer großen Karriere“ (NDR) und „Was für ein Aufschlag“ (Kieler Nachrichten). Auf die Frage des Internetmagazins Gaesteliste.de, was den Ausschlag für die Musik gab, antwortete Miu: „Ich hatte mir Musik lange als Hobby gehalten und nie in Erwägung gezogen, dass ich ernsthaft Musik machen könnte. Dafür war die Angst zu groß, zu schlecht zu sein, davon nicht leben zu können. Irgendwann aber habe ich mir immer öfter die Frage gestellt, ob ich mir genau das nicht vielleicht irgendwann vorwerfen würde, wenn ich alt wäre – es nicht ernsthaft probiert zu haben. Und dann habe ich einfach alles drangesetzt.“

Dreck und Glanz, rauer Wumms und zart flirrender Schmelz erwartet die Besucher des CLASSICAL BEAT Festivals im Küchengarten am Schloss Eutin.

Terje Isungset © Jorn Lavoll

TERJE ISUNGSET

Isungset (*1964 in Norwegen) ist einer der efolgreichsten und innovativsten Schlagzeuger Europas. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in Jazz und skandinavischer Musik geht er weit über deren traditionelle Grenzen hinaus und wird zu einer Mischung aus Klangkünstler und Schamane. Er fertigt seine eigenen Instrumente aus Naturelementen wie Birke, Granit, und Eis und empfiehlt sich daher besonders für diejenigen, die die Poesie und Einfachheit von Klängen schätzen. „Timbres“ und „Farben“ stehen im Mittelpunkt von Terje Isungsets Musik und Kompositionen. Neben Musik für Jazzfestivals, Tanzaufführungen, Theater und Film komponierte er verschiedene erfolgreiche Solo-Alben.