Helmut Wittmann, Foto @ Monika Löff

Märchen im Leben
Geld und Gold: Märchenhaft durch die Zeit

Kulturschaffende wie Führungskräfte in Unternehmen suchen heute nach neuen Geschäftsmodellen, um erfolgreich in die Zukunft zu wachsen und weiter Geld zu verdienen. Eine grenzüberschreitende, märchenhafte Ko-Kreation dazu entsteht zwischen Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Es begann, als der Schaffhauser Armin Ziesemer, Begründer der Initiative «Märchen im Leben» (maerchenimleben.com), die Münchnerin Karin Wedra anfragte, ob sie nicht das Eröffnungsreferat zum diesjährigen Symposium «Von Geld und Gold» in Schaffhausen halten wolle. Die beiden trafen sich letztes Jahr im Biergarten in München und aus einem ersten Gespräch entstand gleich auch ein dreiteiliges Seminar zum Thema «Märchenhaftes Geld». Da geht es bei Wedra, der erfahrenen Seminarleiterin, um Ressourcen, um in die eigene Kraft zu kommen und seine Talente zu erforschen.

Nach wie vor gilt Geld als tabuisiertes Thema. Umso interessanter ist es also, seine Prägungen und Haltungen zu Geld zu reflektieren. Denn Leistung und Börsenspekulation gelten heute nach wie vor als weitverbreitete Haltungen und Hoffnungen, um Geld zu vermehren. Es heisst: «Wenn du nur hart arbeitest, dann wirst du eines Tages reich». Doch auch Scham ist damit verbunden, wenn man glaubt, Bescheidenheit sei eine Zier oder, dass es, das liebe Geld doch stinke.

Armin Ziesemer

Wedra und Ziesemer gehen mit ihren Initiativen diesen Glaubenssätzen auf die Spur und suchen danach, wie sich die Wahrnehmung von Geld und Gold durch die Zeit bis heute verändert hat. Dabei nehmen sie nichts Geringeres zur Hand als die Volksmärchen, die von Schätzen, Kronen und Reichtum erzählen.

Und weil die Drei im Märchen eine Glückszahl ist und die Erzähltradition viel Weisheit für menschliche Fragen bietet, fragten die beiden gleich bei Helmut Wittmann an, ob er sich ebenfalls einbringen möchte. Der österreichische Erzähler und Obmann von MundArt, dem Verein zur Förderung überlieferter Kultur in Wort und Klang, sagte zu.


Karin Wedra

Nun ziehen die Drei gemeinsam los, die Märchenmotive «Geld und Gold» aus Sicht des Märchens zu erforschen und die Märchen zurück zu den Erwachsenen zu bringen. Mit entseeltem Kapitalismus hat dies nichts zu tun. Denn darin sind sich die drei Initianten einig: «Die Märchen erzählen vor allem davon, wie wir seelisch reicher werden und Fülle im Leben erfahren können. Da gehören Geld und Gold natürlich auch dazu.»

Am 19. März wird der erste Podcast von «Märchen im Leben» veröffentlicht, der einen Rückblick über das dreiteilige Seminar und einen Ausblick auf Geld und Geist von morgen bieten wird.

Den Podcast finden Sie hier:
https://open.spotify.com/show/3kPCs9h1PCAuyLAwtTUDGH?si=y0cp72TAQZefbm1B7Kg4MQ