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AR BIENNALE
bis 20.2.202

Augmented Reality (AR) ist eine der spannendsten aktuellen Darstellungsformen für zeitgenössische Kunst. Das NRW-Forum Düsseldorf richtet ab dem 22. August 2021 die weltweit erste AR Biennale aus. 19 internationale Künstler*innen und Kollektive haben ortsspezifische Arbeiten entwickelt, die den umliegenden Ehrenhof und Hofgarten bespielen. Weitere Arbeiten sind als Satellitenprojekte in Köln und Essen zu sehen.

Augmented Reality ist eines der großen Zukunftsthemen. Immer mehr Unternehmen bringen neue Technologien auf den Markt. Nicht nur in digital vernetzten, smarten Fabriken, der Medizin oder der Unterhaltungsbranche werden die Möglichkeiten der digitalen Realitätserweiterung bereits genutzt. Auch viele zeitgenössische Künstler*innen haben die Verschmelzung von analoger und digitaler Welt sowie die vielfältigen Möglichkeiten zur Interaktion für sich entdeckt.

NRW Genius Loci © Theo Triantafyllidis

Das NRW-Forum Düsseldorf bietet der Augmented-Reality-Kunst mit einem weltweit einzigartigen Projekt eine prominente Plattform. Alle zwei Jahre entsteht mit der AR Biennale unter freiem Himmel ein neuartiger, digitaler Skulpturenpark. Besucher*innen erkunden mit dem eigenen Smartphone oder Tablet den Hofgarten sowie den Ehrenhof. Mit Hilfe einer App werden digitale Kunstwerke in die reale Umwelt eingefügt und auf dem Endgerät sichtbar. Kein anderes Ausstellungsformat passt besser in diese Zeiten.

„Die erweiterte Realität ist hybrid, neuartig und sehr künstlerisch. Physikalische Grenzen werden aufgehoben und man sieht Dinge, die real nicht existieren könnten. Viele Künstler*innen entwickeln derzeit innovative AR-Werke. Wir denken groß und konzipieren eine Biennale, welche die international wichtigsten Positionen der AR-Kunst präsentiert“, sagt Alain Bieber, Künstlerischer Leiter des NRW-Forums und Kurator der ersten Ausgabe.

AR-Biennale © NRW-Forum, Foto Katja Illner

„Digitale Formate sind ein Schwerpunkt unserer Arbeit im NRW-Forum. AR- Kunst ist eine wichtige Ausdrucksform der Zukunft, die in das Ausstellungsprogramm der Institutionen gehört und geeignete Räume benötigt. Wir freuen uns sehr, dieser jungen Kunst erstmals im Rahmen einer Biennale eine Plattform zu bieten“, betont Felix Krämer, Generaldirektor des Kunstpalast.

19 internationale Künstler*innen wurden eingeladen, neue, ortsspezifische Werke zu erarbeiten. Mit vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten und spielerischen Zugängen geht es um Themen wie Natur und Körperlichkeit im Digitalen, Nachhaltigkeit und neue Kommunikationsformen.

Jeremy Bailey, YOUar The-Bean © Jeremy Bailey

Teilnehmende Künstler*innen

Zu den Künstler*innen der ersten Ausgabe gehören Lauren Lee McCarthy (USA), die die Bänke im Park mit virtuellen Statements versieht und Kommunikationsanlässe schafft. Das in London und Berlin ansässige Kollektiv Keiken, gegründet von Tanya Cruz, Hana Omori und Isabel Ramos, experimentiert mit AR und gamifizierter Performance und hat für die Schachfelder im Park eine AR-Spiel-Szene entwickelt. Das Londoner Studio Above&Below, bestehend aus Daria Jelonek und Perry-James Sugden, verwendet neueste Digital- und Sensortechnik, mithilfe derer Veränderungen der Luftqualität in eine AR-Datenvisualisierung übersetzt werden.

Eine persönliche Beziehung zum Ort haben die Absolvent*innen der direkt am Park gelegenen Düsseldorfer Kunstakademie Giulia Bowinkel und Friedemann Banz (DE), die mit KI-basierten AR-Formen arbeiten und Tim Berresheim (DE) kreiert eine AR-Szene, in der eine virtuelle Figur in die Sammlung des Kunstpalasts eindringt, um dort Werke des Künstlers Jørgen Dobloug zu stehlen.

In Kooperation mit dem Ballett am Rhein entstehen neben den skulpturalen Arbeiten auch tänzerische AR-Performances. Den Besucher*innen werden

virtuelle Feen in die Hände gelegt. Auf ein paar Zentimeter geschrumpft, erscheinen Tänzer*innen auf dem eigenen Smartphone oder Tablet und können an verschiedenen Stellen im Park entdeckt werden.

Zu den Künstler*innen der ersten Ausgabe gehören des Weiteren Jeremy Bailey (CAN), Cibelle Cavalli Bastos (BRA/UK), Gabriel Barcia-Colombo (USA), Lucie Freynhagen (DE), Andy Picci (CHE), Damjanski (USA), David Lobser (USA), Manuel Rossner (DE), MengXuan Sun (CHN/DE), Sarah Rothberg (USA), Theo Triantafyllidis (GRC/USA), Shawné Michaelain Holloway (USA) und Lola Zoido (ESP).

Als Satelliten sind in Köln die Arbeiten von Gabriel Barcia-Clombo (Heinrich- Böll-Platz) und von Cibelle Cavalli Bastos (Ebertplatz) zu sehen. In Essen stehen die Arbeiten von David Lobser (Burgplatz ) und MengXuan Sun (Hans- Toussaint-Platz) bereit.