Daniela Engist © Anja Limbrunner

DANIELA ENGIST, Freiburg im Breisgau, Schriftstellerin

#coronawiegehts

Abstand halten. Durchhalten. Kopf runter, nicht zu weit nach vorne schauen. Wie beim Bergwandern. Immer weitergehen. Ich wundere mich, wie wenig ich in dieser ereignislosen Zeit zustande bringe. Wäre nicht die Stille jetzt gut fürs Schreiben? An Erzählungen arbeite ich, aber es geht ganz holprig. Wie es scheint, ist es gerade die Gewissheit, dass die Welt sich draußen weiterdreht, die den Rückzug so produktiv macht.

#coronawaskommt

Nächstes Jahr kommt mein zweiter Roman. Meine Hoffnung: Veranstaltungen sind wieder möglich, eingeschränkt, wenn nötig, am liebsten, aber uneingeschränkt. Kunst braucht Publikum, Kultur braucht Begegnung. Alle brauchen Kultur.

#coronawasbrauchts

Kultur hat keine schlagkräftige Lobby, keine geschlossene Front, zerfällt in tausend Teile, Subkulturen, das macht sie anfällig in Krisenzeiten, leicht zu übergehen. Wie kann man das ändern?

Daniela Engist im Gespräch mit Matthias Zehnder © Bernd Engist