Judith Geibel © Britta Burth

JUDITH GEIBEL, Konstanz, Tänzerin, Choreographin, Tanz- und Ballettpädagogin

#coronawiegehts

Nach dem Gefühl des Gelähmtseins und der aufgezwungenen Handlungsunfähigkeit während des ersten Lockdowns, kam das dringende Bedürfnis auf, gerade jetzt ein Tanztheater zu choreographieren. «Ich will Worte bewegen» wurde ein Tanztheater, das von 4 Dichterinnen des 20. Jahrhunderts erzählt. Heruntergefahren und ausgebremst und doch hochgefahren und inspiriert, um das Vakuum mit Tanz und Sprache zu füllen. Der Sommer 2020 bot uns zwar keine öffentlichen Fördergelder, dafür aber umso mehr freiwilliges Engagement  von Tänzerinnen, Schauspielerinnen und Technikern. Das Stück wurde im August 2020 sechsmal unter coronaregelkonformen Bedingungen in einem großräumigen Architektenbüro erfolgreich aufgeführt.

#coronawaskommt

Das Stück «Ich will Worte bewegen», an dem so viele professionelle und hochengagierte Menschen mitgewirkt und sich eingebracht haben, soll auch 2021 nochmal auf die Bühne. Das ist mein grosser Wunsch. Kunst und Kultur sind (sehr wohl) systemrelevant, denn sie geben den Menschen Inspiration  und erfüllen sie mit Eindrücken.

#coronawasbrauchts

Kunst und Kultur leben nicht nur von Ideen und Engagement, sondern auch von Finanzierung,  Räumlichkeiten sowie Aufführungsmöglichkeiten und der Präsenz von Publikum. All dies gilt in besonderem Masse für die freischaffenden Künstler*innen.

Judith Geibel © Markus Brenner